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Spießer Alfons: Der Abgesang von Publicis

7. Januar 2010
von Spießer Alfons

klopub.pngWie kann sich eine Werbeagentur selber so darstellen, dass deren Kunden – bestehende und potentielle – den Eindruck bekommen: In diesem Laden wird nicht ernsthaft gearbeitet, sondern die Agentur ist ein fröhlicher Gesangverein, wo sogar die Klotür offensteht, damit auch der letzte Pups im Soundtrack zu hören ist…?

Publicis (London) hat sich an dieser Aufgabenstellung versucht. Das Resultat ist geglückt, wenn Ihr Euch den Film bitte mal reinziehen wollt:

http://www.youtube.com/watch?v=cvbmhUjrHP8

Das Einzige, was nach diesem Streifen in Erinnerung bleibt: Ein abgedreht lustiges Völkchen wurde lustig abgedreht.

Also ist Publicis ein kreativer, sprich: guter Laden?

Mitnichten. Bei Publicis hat der bekannte Plagiartdirector sogar in der Eigenwerbung mitgetanzt, wenn Ihr Euch bitte mal anschauen wollt, woher die Leute der Agency ihre Idee her haben, nämlich von Studenten in Montreal:

http://www.youtube.com/watch?v=-zcOFN_VBVo&feature=related

Fazit: Nicht nur die Idee ist geklaut, nein, sie wurde auch noch verschlimmbessert.

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Kommentare zu “ Spießer Alfons: Der Abgesang von Publicis ”

  1. Philippe am 7. Januar 2010 um 22:24 Uhr

    … bei den Studenten ist die Umsetzung auch 100x besser. Auf Youtube gibt es übrigens endlos viele LipDubs … kann man da noch Plagiat sprechen?

  2. Der B aus H an der E am 8. Januar 2010 um 09:39 Uhr

    Die armen Menschen bei Publicis sitzen also den ganzen Tag an komischen Windowskisten und haben einfach zu viel Zeit. Mein Beileid. Da würde ich auch mal länger auf der Örtlichkeit verweilen.

  3. Michael am 8. Januar 2010 um 11:17 Uhr

    Vielleicht haben Sies aber auch hier in Deutschland abgeschaut. Diese LipDubs im Uniumfeld wurden (auch) hier in Deutschland groß angefangen wie man auf http://universitylipdub.com/ sehen kann. Wer genau jetzt erster war weiß ich nicht genau – wobei das Video aus Fuwa jetzt schon älterem Datum als dieses aus Montreal ist.

  4. Cappellmeister am 8. Januar 2010 um 11:49 Uhr

    I gotta feeling wurde 1000x kopiert/plagiert oder gelipdumped. Selbst Oprah Winfrey hats getan und mit den black eyed peas einen group dance veranstaltet. Jetzt Publicis dafür zu bashen erscheint mir zu einfach.

    Finds dann schon wieder cooler, dass sie selbst auf all die Kritik mit einem neuen Video antworten: http://www.youtube.com/watch?v=jSq5M-Im-Vo

    Die Jungs aus London hatten einfach Spaß bei dem was sie gemacht haben. Muss ja nicht alles gleich goldverdächtig sein…

  5. Michi C. am 8. Januar 2010 um 15:10 Uhr

    Sorry, Cappellmeister, die Videoantwort ist einfach nur lächerlich. Hauptschüler machen solche Videos in ihren Schulpausen auch ständig. Peinlich, peinlich.

  6. smu1401 am 8. Januar 2010 um 16:37 Uhr

    wenn ich das sehe, krieg ich auch ein feeling…
    und @ cappellmeister: ist ja ganz ganz toll, wenn andere das 1000x kopieren (und wie schon erwähnt, auch noch viel besser), aber eine werbeagentur, die eigentlich kreativ sein sollte…naja, lassen wir das lieber…

    vielleicht hätten sie nachts drehen sollen, denn schliesslich heisst es doch im lied…gonna be a good night

  7. Daniel am 10. Januar 2010 um 17:59 Uhr

    Naja, der Witz/die Idee an diesen Filmchen ist doch eigentlich, dass sie ohne Schnitt gefilmt werden. Insofern kann man das Publicis-Video mit den anderen nicht vergleichen … das ist geschnittene Kackaoke.

  8. Lulatsch am 10. Januar 2010 um 22:25 Uhr

    Ich stimme smu1401 zu, die Umsetzung ist für eine Agentur mit Kreativanspruch lahm. Aber keine Ahnung, wie “offiziell” das Filmchen sein sollte, andererseits sollte so ein Machwerk nicht ohne GF-Genehmigung entstehen und in der Welt verbreitet werden.
    Vor ein paar Jahren gab es mal ein Event im Sauerland, wo sich alle deutschen Publicis-Agenturen trafen und sich gegenüber den Netzwerk-Kolleginnen und -Kollegen mit kurzen Standortfilmen vorstellten – das war schon ein ganz anderer Schnack.
    Und last but not least: bei “this night is a good night” erwarte ich als Kunde ein Video, bei dem gezeigt wird, wie in einer Nachtschicht die kreativen Ideen nur so fließen… ;-)

  9. renton am 11. Januar 2010 um 12:02 Uhr

    Das Positive an dem Filmchen ist doch, wir wissen jetzt alle, dass die Publicis Beratung beim Kacken den Daily Mirror liest.

  10. Case am 15. Januar 2010 um 13:19 Uhr

    Eben. Ist kein Plagiat, sondern mittlerweile eine Disziplin. Verstehst du nicht, Olaf…

  11. Sascha Stoltenow am 15. Januar 2010 um 13:27 Uhr

    Black Eyed Peas scheinen ja in der “creative class” der letzte heiße scheiß zu sein. Oder sind die Kreativen vielleicht langweiliger als wird denken?
    http://www.kaidiekmann.de/die-silvester-...

  12. Frankypanky am 15. Januar 2010 um 13:34 Uhr

    Das ist erstens ganz schlechtes 80er-Niveau, zweitens schlecht gemachtes schlechtes 80er-Niveau und drittens fragt, man sich was uns internationale Kommunikationsexperten uns damit sagen wollen – wir sind richtig schlecht in unserem Job??

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