Ein Serum für ein Städtemagazin
Spießer Alfons hat eine Anzeige gesehen. Angeboten wird dort ein Serum, und zwar FRIZZ-EASE – siehe die Abbildung! Und FRIZZ, das weiß der Spießer, ist ein Städtemagazin, während EASE eine englische Vokabel ist und „Ruhe“ oder „Ungezwungenheit“ bedeutet.
Also ist FRIZZ ein Magazin der Ungezwungenheit. In der Anzeige steht: „0% CHANCE FÜR FRIZZ.“ Stattdessen: „100% SPEKTAKULÄRER STYLE“. Was meint: nicht deutscher „Stil“, sondern englischer „Style“ ist in FRIZZ, dem ungezwungenen Städtemagazin. Und bei diesem Style handelt es sich um Mode, wie die Dame im Bilde demonstriert, die gerade ein Kleid entwirft designed für das Label „JOHN FRIEDA LONDON PARIS NEW YORK“. Ach ja, dann sind da noch zwei Fläschchen in einer Packung abgebildet. Hier handelt es sich offenbar um das Serum, das FRIZZ so ungezwungen macht.
Außerdem ist „HAAR-BÄNDIGER“ auf der Verpackung zu lesen. Und im Kleingedruckten steht ebenfalls was Haariges.
Okay, okay, der Spießer gibt ja zu, dass er nicht Zielperson dieser Anzeige ist, obwohl die Dame im Bilde ihn durchaus anspricht. Auch sieht Alfons nicht ein, dass FRIZZ keine Chance haben soll. Und was das Serum betrifft, so wird in der Anzeige nicht deutlich gemacht, ob es sich hier um ein Blutserum handelt oder um ein Immunserum. Vielleicht kann ein weibliches Mitglied aus der otr-Lesergemeinde den ahnungslosen Spießer aufklären, wie diese Anzeige bei einer Leserin ankommt…?
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Hmm, weißer Text auf schwarzem Grund, klassisch.
Oooch, wenn Du Frizz hast, dann weißt Du auch, was Frizz ist. Viel schlimmer finde ich das gelangweilte Model, das sich mit unschönen Nägeln was aus den Zähnen pult. Demystifizierung der Perfektion hin oder her, wär’s ein Spot würde sie vermutlich noch irgendein dröges Geräusch absondern: “Hmmmnndnöö”.
Interessant finde ich die Marke auf “Haar-Bändiger”. Neuerdings werden Tippfehler also nicht mehr korrigiert sondern als Marke geschützt. Irgendwas mache ich falsch.
gruß
P.S.: Frizzl-Frazzl ist mir zu “Trendy”