Bankgeheimnis
Spießer Alfons hat ein Problem mit seiner Bank. Nein, nein, nicht mit einer Schweizer, sondern mit einer deutschen Bank, nämlich der Dresdner, auch Commerzbank genannt.
Diese deutsche Dresdner Commerzbank schickte an Spießer Alfons mit Datum vom 12. Januar 2010 eine “Dresdner-MasterCard Classic – Ihr neues Zahlungsmittel im Ausland“. So eine Karte hatte Alfons weder bestellt, noch benötigt er dieselbe, weil er schon eine MasterCard hat.
Die Dresdner schrieb: „Bei der Nutzung von ec/MaestroCards an Geldautomaten im Ausland kann es zurzeit punktuell zu Problemen kommen. Für die daraus resultierenden Unannehmlichkeiten bitten wir Sie herzlich um Entschuldigung. Im Inland können Sie Ihre Karte wie gewohnt einsetzten. Um Ihnen trotzdem umgehend eine Alternative für die Bargeldversorgung im Ausland anzubieten, stellen wir Ihnen heute zusätzlich für eine Laufzeit von 2 Jahren eine kostenlose Kreditkarte mit PIN (Versand mit separater Post) zur Verfügung. Der monatliche Zahlungsrahmen Ihrer Kreditkarte beträgt 2.000 Euro. Somit können Sie weltweit rund um die Uhr sowohl bargeldlos bezahlen als auch Bargeld an Geldautomaten abheben (bis zu 1.100 € täglich).“
Wie listig von der Bank, dachte der Spießer bei sich, denn die will auf diese Weise einen Kreditkarten-Kunden gewinnen. Und mit Datum vom 22. 01. 2010 kam dann auch die PIN.
Heute nun, am 4. Februar 2010, erhielt der Spießer schon wieder ein Schreiben von der Dresdner Bank, und zwar vom 29. Januar 2010. Hierin teilt die Bank ihrem Kunden mit: „… wie wir mit Bedauern festgestellt haben, sind die Voraussetzungen für die weitere Nutzung der oben genannten Kreditkarte derzeit nicht gegeben. Daher kündigen wir das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung. Ihre Karte haben wir gesperrt; sie darf nicht eingesetzt werden. Sofern noch nicht geschehen, geben Sie bitte die Karte unverzüglich in Ihrer Dresdner Bank Geschäftsstelle ab, damit sie umweltgerecht entsorgt werden kann. Gerne stehen wir Ihnen dort auch zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Birgit Döbel – Matthias Segl“.
Zum einen hat der Spießer die Kreditkarte weder bestellt noch benutzt. Zum anderen kündigt die Bank ein Vertragsverhältnis, das nie zustande gekommen ist. Spießers Argwohn: Sollte das Ganze nur ein Trick gewesen sein, um den Kunden mal wieder in die Filiale zu locken, wo man ihm irgendwelche Spekulatius-Papiere unterjubeln möchte, was inzwischen ja wieder möglich ist…?
Das Grüne Band der Sympathie wurde ja schon lange von der Bank zerschnitten. Und für umweltgerechte Entsorgung hat Spießer Alfons selber einen gelben Sack, da braucht er keinen grünen.



















Jetzt mal ehrlich, Spießer: Was für einem Saftladen vertraust du eigentlich deine Kohle an?
Der Spießer ist pleite?!
Eine Kreditkarte für Barabhebungen als Ersatz für die durch Blödheit der Programmierer [ergo des Anbieters] unbrauchbare Maestro – nicht schlecht, kostet Bares per CC doch ordentlich Kohle.
Kurz vor Weihnachten wäre das Locken mit „Spekulatius“-Papier kein Grund zum Argwöhnen ?
Das Geile ist der Zusatz “damit sie umweltgerecht entsorgt werden kann”. Muss das jetzt immer dazu geschrieben werden, um zu zeigen, wie schwer pc man ist? Dauert nicht mehr lange, bis Banken ohne eigenes Geschäftsmodell selbst entsorgt werden. – Ich hoffe, der Spießer ist nicht wirklich dorthin getapert, um das Ding vorschriftsmäßig abzugeben?
jetzt würde ich aber schnell meine Schufa-Daten überprüfen, ob durch diese Aktion, Kreditkarte und Kündigung, nicht ein neg. Eintrag erfolgt ist
Meinst Du bei der Bank oder bei mir…?
Bei Dir. Wenn Banken eine Kreditkarte kündigen, geht im Zweifel auch automatisch eine Meldung an die SCHUFA raus.
Das wird ja immer besser mit den Banken
Bei Beantragung eines Kreditkartenkontos erfolgt grundsätzlich eine Schufameldung. Bei Schließung eines solchen Kontos erfolgt ebenfalls ein Eintrag. Sollte dort sinngemäß stehen “Kündigung durch die Bank” könnte es bei weiteren Bankaktivitäten, die Spießer Alfons irgendwann mal tätigen möchte, durchaus Schwierigkeiten geben.
Alleine dieser Satz: „… wie wir mit Bedauern festgestellt haben, sind die Voraussetzungen für die weitere Nutzung der oben genannten Kreditkarte derzeit nicht gegeben. Daher kündigen wir das Vertragsverhältnis mit sofortiger Wirkung.”
läßt durchaus den Schluss zu, dass der Spießer nicht kreditwürdig ist (das habe ich jetzt mal nett formuliert)
Mein Tipp: Eigenauskunft bei der Schufa beantragen http://www.schufa.de/de/home/ Ich würde allerdings 2 -4 Wochen nach dem Schriftwechsel warten, da ich nicht abschätzen kann, wie schnell die Meldungen von der Dreba an die Schufa erfolgen.
Im Zweifel bleibt ihm nur der Gang zum Anwalt, weil ich unter diesen Voraussetzungen nicht davon ausgehe, dass die Dreba sich entschuldigt und die Meldung von sich aus zurück nimmt!
Nette Geschichte, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Namen der beiden Angestellten hierbei irgendetwas zur Sache tun…
Jetzt weiß ich auch, was eine Bad Bank ist!