Werbebriefe werden nicht geöffnet. Manchmal doch.
Zur Abwechslung mal etwas Positives, was negativ beginnt. Negativ ist nämlich, was da so Tag für Tag in unsere Hausbriefkästen geworfen wird mit dem Absender „Werbung“. Und so ziemlich alles, was bei Spießer Alfons vom Briefzusteller abgeladen wird, kommt sofort in die Rundablage. Ungeöffnet.
Heute war das anderes. Da fand Alfons einen Brief, in dessen Fenster eine 1-Cent-Münze zu sehen ist. Darüber steht gedruckt: „Ich wette 1 Cent mit Ihnen, dass Sie mein Kuvert nic
ht öffnen!“ – siehe die Abbildung!
Das ist zum einen genial einfach und zum anderen einfach genial! Mit einem Cent und ein bisschen Mühe steigert der Absender die Chance, dass sein Brief geöffnet wird, um ein Mehrfaches. Oder würde jemand von Euch das Kuvert ungeöffnet wegwerfen? Na bitte!
Der Absender, auf der Rückseite des Briefumschlages vermerkt, ist der Kalender-Verleger Klaus Klages, der früher mal Inhaber einer Werbeagentur in München gewesen ist. Hat halt nichts verlernt, der alte Spezi von Alfons.
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… und wer nicht neugierig ist, lebt glücklicher.
…ist aber um einen Cent ärmer. Und wer den Cent nicht ehrt, ist den Euro nicht wert!
…beim derzeitigen zinsniveau für sichteinalgen/ tagesgelder, nehm’ ich so nen cent auch gerne.
und:
…immer noch besser ein bekannter absender (und kein postfach in belgien), als ein gewinnversprechen über 100 euro.
Ich persönlich öffne Werbebriefe nur, wenn mir der Zusender noch nicht bekannt vorkommt. Tatsächlich gekauft habe ich trotzdem noch nichts, was mir nur momentan stinkt ist, dass die Kurse von sino european in meinem Musterdepot stetig steigen, wo ich glaubte das der Werbebrief nur schmarrn erzählt -.- whatever
LG aus Nürnberg, Max
Ohne Frage: Klasse gemacht. Wobei ich mich manchmal frage, ob derlei “aus dem Rahmen fallende, kreative” Werbung nicht hauptsächlich bei denen Begeisterung auslöst, die sich selbst beruflich mit soetwas befassen (müssen) und dem ganzen Rest am… na ja. Der Brief wird geöffnet, gut. Und dann? Ich erinnere mich, kürzlich Werbung einer Bank mit einer Euromünze erhalten zu haben, “den ersten Euro für mein neues Girokonto”. Den Brief habe ich natürlich geöffnet. Der Euro landete jedoch ganz woanders als vom Absender beabsichtigt.
Wirklich ansprechende Ergänzung.
Perfekt wäre es gewesen, wenn die lockende Idee auch zum beworbenen Inhalt gepasst hätte, um dann auch eine Rückmeldung zu erreichen.