Lawinen
Es ist nur so ein Gedanke: Zuweilen kommen mir Debatten über die Zukunft der Printprodukte so vor, als stünden da ein paar Leute an einem schneebedeckten Abhang und diskutierten über die Gestaltung des Schneemanns. Dabei reden sie sehr laut, um das Grollen der herannahenden Lawine über ihnen zu übertönen.
Das Internet hat bei den Werbeeinnahmen nun die Publikumszeitschriften überholt und ist nun mit einem Marktanteil von 16,5 Prozent hinter TV und den Zeitungen das drittgrößte Werbemedium. So der Online-Vermarkterkreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). “In den kommenden zwei bis drei Jahren wird sich das Internet hinter TV als zweitstärkstes Werbemedium etablieren”, prognostiziert der OVK.
Dazu passt die beinahe völlige Gleichgültigkeit von Marketingmanagern gegenüber Print, genauer gesagt der Zukunft von Print. “Zeitungssterben? Dann werben wir eben in anderen Kanälen”, das ist so ein Satz, den Marketer nicht nur so daher sagen. Den sie aber in Gesprächen gerne mit dem Hinweis versehen “Bitte nicht zitieren”.
Medienmanager debattieren derweil weiter darüber, wo beim Schneemann die Mohrrübe hin soll und ob er nicht vielleicht auch mit weniger Schnee noch gut aussieht.
Weitere Aussichten: Tauwetter
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Die Lawine wird ja auch weiterhin gern als vorübergehende Erscheinung gewertet.