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Salsa Baby: Von sprechenden Pferden und gepfefferter Werbung

2. März 2010
von

Wahrscheinlich hängt Werbung auch davon ab, welches Menschenbild Unternehmen und Agenturen haben. Glauben sie an den Hund, der Männchen macht, oder an Ogilvys Katze, die man umgarnen muss, damit sie nicht nur stolz davon spaziert.

And Then There Was Salsa” von Frito Lay ist die eine Seite dieser Welt, ein sprechender Gaul von Lorenz Country Chips die andere. Beides sind Knabbergebäckhersteller und ihr Zugang zum Kunden könnte unterschiedlicher nicht sein

Schauen sie sich bitte einmal diesen Spot für Country Chips von Lorenz an.

Die Marke lässt in dem Clip, der die Eröffnungsequenz aus „Mr. Ed“ zitiert, einen Gaul einen Aufsager über Chips aus Vollkorn und den Spaß am Korn-Essen machen. „Ja, und wiiiieeeehhh!“ jubelt das Pferd. Dann knabbert vor dem Stall eine Blondine Chips aus der Tüte, welche dann nochmals als Störer in den Spot eingebunden wird. Ein Lacher für das Kinderprogramm? Humor für Landeier? Mitnichten. Zielgruppe sind die 25- bis 45-Jährigen, die Lorenz hier mit wieherndem Humor erreichen will.

In den 60er Jahren war die Serie „Mr. Ed“, in dem ein sprechendes Pferd die Titelrolle spielte, ein großer Lacherfolg. Seitdem hat sich viel verändert: Fernsehen wurde bunt, Werbung kreativ. Kunden wollen nicht mehr nur hören, wie toll ein Produkt ist, sie wollen unterhalten werden, sie wollen überrascht werden.

Snackproduzent Frito Lay macht dies mit einem Video-Flash-Ad “And Then There Was Salsa”.

Es hier einzubinden lohnt nicht recht, der Effekt wird erst beim Klick auf Vimeo sichtbar. Es macht Spaß zuzusehen. Es macht die Marke sympathisch. Der Kunde fühlt sich nicht wie jemand, der zum Abdecker geführt wird. Es macht sogar die Werbung sympathisch. Wie heißt es doch bei David Ogilvy: “The consumer isn’t a moron; she is your wife”

Der Salsa-Spot wird im Web derzeit rauf und runter verlinkt und weiterempfohlen. Das sprechende Pferd, es ist als TV-Spot ab 10. März zu sehen, dagegen haben bei Youtube bislang 458 Menschen gesehen.


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Kommentare zu “ Salsa Baby: Von sprechenden Pferden und gepfefferter Werbung ”

  1. mADman am 2. März 2010 um 12:08 Uhr

    Fernsehen wurde bunt, Werbung kreativ…und ineffizient. Ein Kreativ-Award wird das Pferd sicher nicht gewinnen – dafür kann man später das Produkt mit der Werbung wenigstens noch in Verbindung bringen. Und das ist was am PoS zählt!!

    • spike am 2. März 2010 um 16:42 Uhr

      Ich finde die Frito Lay Geschichte auch wunderbar und schön und toll. Aber bin ich wirklich Zielgruppe? Kommunikationsmenschen geilen andere Kommunikationsmenschen auf – wird der Spot auch zu “normalen” unbefleckten Supermarktgängern weitergeleitet? Löst der dort was aus? Ich bezweifle das stark.

ivw