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Über das sexuelle Verhalten von Engländern

5. März 2010
von

Gerade ist der Spießer heimgekehrt von einer Vortragsreise. Vor dem versammelten Marketing-Management und der Geschäftsführung eines internationalen Konzerns hat Alfons gesprochen zum Thema: „Vorder- und Hintergründiges über den Sinn und Unsinn von Werbung”. Und am Rande der Veranstaltung diskutierte der Spießer u. a. auch über den Sinn und Unsinn von globaler Werbung. Hier ist der Spießer der Meinung, dass länderübergreifende Kampagnen für die meisten Produkte so gut wie unmöglich sind, es sei denn, die Aussage beschränkt sich auf den Packshot mit kurzem Slogan.

Schon eine Kampagne in allen Bundesländern von Deutschland kann problematisch sein, da der Bayer von anderer Mentalität ist als der Ostfriese. Und wenn wir allein mal Europa ins Blickfeld rücken, dann sorgt englischer Humor über die Grenzen von Großbritannien hinaus nicht überall für Heiterkeit und Beifall. Und was einen Franzosen heiß macht, mag einen Norweger kalt lassen und bei einem Griechen sogar auf Ablehnung stoßen.

Für diesen spießigen Hinweis gibt es zweierlei aktuelle Gründe. Zum einen las Spießer Alfons soeben bei HORIZONT.NET, dass die österreichische Schuhmarke Humanic ihre Frühjahrs-Kampagne vorgestellt hat. Die Anzeige wurde gestaltet von der englischen Kreativ-Agentur Story Worldwide und erscheint in elf europäischen Ländern.  Die Anzeigen sind getextet in englischer Sprache.

Letzteres aber ist nicht der alleinige Grund, weshalb Alfons meint, dass das nebendstehend abgebildete Sujet zum Beispiel in Frankreich gar nicht ankommt. Denn: Wir sehen dort eine junge Dame in einem Outfit, das ziemlich sexy ist: Der Rock, den die Frau trägt, hat einen Aufschlag, der den halben Po mit Slip freilegt!

Und dann kommt das typisch Englische: Die Anzeigengestalter in London glauben ernsthaft, dass die Leser außerhalb den englischen Königreiches wirklich die Schuhe zur Kenntnis nehmen! Und die freigelegte Pohälfte gar nicht beachten! Spießer Alfons ist sicher, dass die Männer hierzulande genauso normal reagieren wie die in Frankreich, Spanien und Italien, die bei einem Copytest fragen würden: Welche Schuhe denn…?!

Der andere Grund für diesen Beitrag ist bereits eingangs angeführt: Spießer Alfons kann man auch mieten. Sein Vortrag „Vorder- und Hintergründiges über den Sinn und Unsinn von Werbung“ dauert je nach Wunsch zwischen 2 und 4 Stunden, ersetzt ein zweitägiges Seminar über Werbung und bereitet nicht nur dem Referenten viel Vergnügen. Also: Scheut Euch nicht, den Spießer zu kontakten!

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Kommentare zu “ Über das sexuelle Verhalten von Engländern ”

  1. Alex am 5. März 2010 um 19:09 Uhr

    Das angeführte Beispiel macht zur Untermauerung der (grundsätzlich richtigen) Argumentation ja überhaupt keinen Sinn: glauben Sie ernsthaft, dass die Engländer im Gegensatz zu den Franzosen nicht auch auf den freigelegten Hintern schauen, sondern auf die Schuhe?! Das ist doch gerade der Sinn der Kampagne: Aufmerksamkeit zu erzeugen (sex sells) und die Augen von dort im nächsten Schritt auf die Schuhe zu lenken. Ob das funktioniert (in Frankreich genauso wie in England) sei dahingestellt. Das hat nun aber überhaupt gar nix mit mangelnder kulturellerer Übertragbarkeit zu tun.

    • Spießer Alfons am 5. März 2010 um 19:43 Uhr

      Ich bin der vorgefassten Meinung, dass Engländer sexuell kulturell anders reagieren als zum Beispiel die Franzosen. Nämlich so, wie sie es in der englischen Anzeige demonstrieren! ;) Außerdem wollen Franzosen auf Französisch angesprochen werden.

  2. Steffen am 6. März 2010 um 17:48 Uhr

    Und wirklich neu scheint die Idee außerdem nicht zu sein …

    http://9gag.com/gag/1958/

  3. Mario H. am 7. März 2010 um 14:56 Uhr

    Ich mag die Werbung, bezweifle allerdings ebenfalls, dass diese in Griechenland genauso ankommt wie in Österreich wie in England.

  4. Frank Schenk am 8. März 2010 um 16:32 Uhr

    Welche Schuhe? :)

  5. solneman am 10. März 2010 um 16:35 Uhr

    hat der spießer etwa übersehen, dass es sich hier um die mutation einer uralten anzeige für einen friseursalon handelt? sie wissen schon…der mann mit offenem hosenstall.

  6. derChristoph am 11. März 2010 um 15:00 Uhr

    Tja, könnte der Büroheini um die Ecke schaun,
    hätt’ er einen Hingucker. Aber weil ihm in der
    HL die Shoes ja eh schon unterstrichen wurden,
    schaut er halt auf die Schuhe statt in den
    absichtlich zu weit aufgeknöpften Ausschnitt.

ivw