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Der ADC – echt der Gipfel!

26. März 2010
von

Der Art Directors Club lädt ein nach Frankfurt. Und bildet in seiner Einladung einen Genagelten ab, was schon beim Anblick weh tut. Wer möchte denn drei Nägel im Oberstübchen haben? Das wollen nur Werber, die sich gern quälen. Masochisten. Wozu der Gestalter der ADC-Anzeige nicht gehört. Der hat sich nicht gequält, sondern ist mit diabolischer Freude darangegangen, sich an ein klassisches Frankfurter Logo anzulehnen: den Teufel von Pardon – wenn Ihr bitte mal die Illustrationen vergleichen wollt! 

Das ist wirklich der Gipfel! Denn schließlich hat Spießer Alfons bereits viele Jahre lang darauf hingewiesen, dass die Nägel des ADC in die Köpfe der Empfänger gehören, nämlich  so, wie es schon der legendäre Grafiker A. Paul Weber gezeigt hat mit seinem Bild von einer Nagelprobe beim ADC – siehe die Abbildung unten! Aaaber: Der Spießer hat das mehr satirisch gesehen…!

Und wie schrieb der berühmte Dichter Nebel bei seinem Besuch im Nagelstudio des ADC? Er schrieb ins Gästebuch: „Mitunter steckt in den Köpfen von Nägeln mehr Sinn als in den Köpfen von Juroren!“

Ach ja, und Sascha Lobo ist auch auf dem Gipfel in Frankfurt live dabei. Der Hahnenkamm dieses Gipfelstürmers erinnert den Spießer immer wieder an die alte Bauernregel: „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder bleibt wie es ist!“

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Kommentare zu “ Der ADC – echt der Gipfel! ”

  1. Dierk am 26. März 2010 um 09:03 Uhr

    Das Plakat sagt mir, dass es beim ADC auch einen Copy-Award gibt …

  2. macmat am 26. März 2010 um 09:12 Uhr

    Unkenntnis (sprich: zu jung, um es zu wissen?), Chuzpe (sprich: Merkt ja doch keiner, Pardon ist sooo lange her), schnelles Geld (sprich: Für so wenig Kohle mache ich doch nicht eine Goldidee)? Man weiß es nicht! Dafür werden die Annuals (meistens) um so liebevoller und kreativer gestaltet (Danke, Jochen Rädeker).

  3. Björn Schneider am 29. März 2010 um 10:28 Uhr

    Naja, man kann sich als Werber ja noch inspirieren lassen. Diejenigen, die die Welt neu erfinden wollen, werden lange grübeln wie man das wohl am ehesten anstellt. Und in der Zeit hat man dir drei Etats weg geschnappt ;)

  4. Max Mahler am 13. Mai 2010 um 17:22 Uhr

    Also ich finde das auch den Gipfel – also BRAVO Alfons!

    In Zeiten, in welchen die Kunden – die große namhafte Unternehmen –
    die kreative Branche in Rudeln zu Pitches antanzen lässt

    um in mehreren „Pitch-Runden“ die Agenturen dazu antreibt die Preise
    und Leistungen an den Selbstkostenpreis anzunähern

    um dann trotzdem eine Sammlung „aller“ besten Ideen von der einen Agentur
    umsetzen zu lassen, die dem Entscheider am nächsten ;-) steht

    in diesen Zeiten setzt der ADC „ein deutliches Zeichen“ und bedient sich für
    das eigene Aushängeschild auch „schamlos“ bei bestehenden Vorlagen.

    Das ist eindeutig: ECHT SCHWACH für unsere Zunft!

    Die Meinung von Björn Schneider kann ich nicht teilen:
    <>
    Mit „die Welt neu erfinden hat das auch nichts zu tun“.
    Gute und veröffentlichte Ideen klauen ist der Anfang vom Ende.
    http://www.designenlassen.de läßt grüßen.

  5. designerella am 23. März 2011 um 08:51 Uhr

    Gute und auffällige Werbung machen heißt nicht dass man das Rad zwanghaft neu erfinden muss. Wer neue Welten erfinden will, hat sich vielleicht von der freien Kunst ins Design-Business verirrt. Ich kenne viele Kollegen die den Unterschied schon auf der Hochschule nicht verstanden haben. Seltsam :)

ivw