HORIZONT.net HORIZONTjobs HORIZONTstats

Sparda-Bank: Räume zum Sterben

12. April 2010
von

Immer wieder gern beschreiten Werbegestalter einen Umweg, um die Botschaft hinterrücks an den Rezipienten zu bringen. Was meint: Mit einer bildlichen Metapher versuchen die kreativen Jünger, die Aussage durch ein Gleichnis zu verdeutlichen. Und das geht sehr häufig in die Hose.

Betrachten wir die beiden Bowlengläser der Sparda-Bank, die neue Kunden angeln möchte!  Da springen die Goldfische vom kleinen, überfüllten Glas in ein größeres. Und jeder Tierfreund weiß: So quält man kleine Fische. Die gehören nämlich in ein Aquarium. In so einem Bowlenglas haben sie keinen Raum zum Leben, sondern sie werden nach kurzer Zeit mit dem Bauch nach oben schwimmen. So gesehen ist die Aussage der Sparda-Bank absolut tödlich.

Klar, und fliegende Goldfische gibt es auch nicht. Aber im Ernst: Wenn man die Werbebotschaft schon mit einem Gleichnis verdeutlichen will, dann sollte man ein bisschen nachdenken, bevor man offensichtlichen Nonsens fabriziert! Hinzu kommt, dass solche Bowlengläser mit Goldfischen sehr häufig in den Bildern der Werbung zu beobachten sind.

Facebook und Co: Teilen und aufbewahren Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • email
  • MisterWong
  • Y!GG

Ähnliche Artikel

Tags: , , , ,

Kommentare zu “ Sparda-Bank: Räume zum Sterben ”

  1. Fritten am 12. April 2010 um 12:23 Uhr

    Wenn ich dann einfach im alten Glas verharre, geht es mir also auf längere Sicht besser?
    Von wegen Schwarmintelligenz und so?

    • Spießer Alfons am 12. April 2010 um 12:41 Uhr

      Wnn Du ein Goldfisch bist, vielleicht. ;)

  2. Roland Panter am 12. April 2010 um 13:01 Uhr

    Es stimmt zwar, das Goldfische in runden Gläsern ne Macke kriegen, aber diese Kritik hier halte ich für überzogen. Wenn man sich immer nur maximal abgesichert und schwersten politisch korrekt verhält, dann wird Werbung nur eins: Sterbenslangweilig! Und selbst dann gibt es noch vermeintliche KO-Kriterien.

    • Spießer Alfons am 12. April 2010 um 13:40 Uhr

      Du hast vollkommen Recht. Und so sollen denn die Sparda-Kunden ruhig ‘ne Macke kriegen wie angezeigt!

    • Dierk am 12. April 2010 um 14:57 Uhr

      Wieso politisch korrekt? Bitte ausführen.

      • Spießer Alfons am 12. April 2010 um 15:09 Uhr

        Politisch korrekt sind die Goldfische auf jeden Fall. Bei Silberfischchen könnte man an Ungeziefer denken!

  3. Thomas Koch am 12. April 2010 um 13:03 Uhr

    Hab noch was: Das linke Bild (überfüllt) wird auch benutzt, um den “Red Ocean” darzustellen, in dem sich alle Wettbewerber bis aufs Blut bekämpfen. Das rechte Bowlenglas wäre demnach der “Blue Ocean” (Alleinstellung), in dem ich aber ausgerechnet die Sparda NICHT sehe. Wohl eher die Quirin-Bank…

  4. Nicole Haase am 12. April 2010 um 17:31 Uhr

    Hm – interessant.
    Bei mir (alte Aquarianerin) sieht das Quarantäne-Becken ungefähr so aus. Wenn ein Fischlein Symptome einer Krankheit zeigt, kommt er schnell in “Einzelhaft”. Allerdings habe ich Erbarmen und er bekommt zumindest etwas Kies und ein/zwei Pflanzen.
    Gut, das hätte es natürlich nicht so plakativ wirken lassen…

ivw