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VZ-Netzwerke: Das Ende der Dreifaltigkeit?

10. Mai 2010
von

Die VZ-Netzwerke sind die Nummer 1 bei der IVW-Ausweisung. Und natürlich steckt dahinter kein Trick, wie Meedia schreibt, sondern jenseits der Arithmetik wohlüberlegte Strategie.  Es könnte der Anfang vom Ausstieg aus der Drei-Marken-Strategie sein.

Die gemeinsame Ausweisung macht zunächst einmal für die Mediaplanung Sinn und zielt auf Werbungtreibende, die plattformübergreifende Kampagnen und vor allem Reichweite buchen wollen. Da können die drei VZs SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ nun immerhin 440,7 Millionen Visits bieten.

Auf Dauer machen die drei getrennten Welten aber auch markentechnisch und für die Usability keinen Sinn.
StudiVZ-Nutzer, die ihr Netzwerk um die MeinVZ-Plattform erweitern möchten, um auch mit deren Nutzern in Kontakt zu sein, müssen bislang dieser Verbindung einmalig zustimmen. Bis dahin sind sie auf MeinVZ nicht sichtbar.

Doch die Umzug-Mühe, erst recht auf dem Weg von SchuelerVZ zu StudiVZ, dürfte so manchen eben nicht auf die nächste Plattform führen, sondern zu einem Mitbewerber. Auch angesichts der Durchlässigkeit privater Verbindungen bei denen Alter, Schule, Uni oder Beruf eher ein nachrangiges Kriterium sind, ist die Trennung der drei Marken auf Dauer nicht alltagstauglich.

Die Frage dürfte lediglich sein, wie hoch die psychologischen Hürden der Nutzer sind, künftig in einem Netzwerk zusammengefasst zu werden. Während die Barrieren zwischen StudiVZ und MeinVZ beziehungsweise SchuelerVZ und StudiVZ noch vergleichsweise gering sein dürften, sind zumindest bei den SchuelerVZ-Nutzern Vorbehalte und Reibungsverluste denkbar, weil diese sich womöglich nicht in einem digitalen Nest mit Mutti und Opa wiederfinden wollen. Bei Facebook tun sie das aber ohnehin.

Das Risiko einer One-Size-fits-all-Strategie dürfte also für die VZ-Netzwerke überschaubar sein.

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Kommentare zu “ VZ-Netzwerke: Das Ende der Dreifaltigkeit? ”

  1. SC am 10. Mai 2010 um 15:52 Uhr

    Nunja, es hat sich wahrscheinlich sowieso bald mit den VZs erledigt- so rasant, wie sich Facebook in Deutschland zur Zeit “verbreitet” und mit dem stetigen Hinterherhinken im Hause VZ dürfte sich die Frage also, ob man alles in einen Topf schmeissen will, vielleicht bald gar nicht mehr stellen. Vielmehr, ob man überhaupt noch Geld reinstecken will (und wenn ja, für wie lange noch)?

  2. Alex am 10. Mai 2010 um 22:54 Uhr

    studiVZ und meinVZ werden verschmelzen, da geh ich auch mal stark von aus. Beim schuelerVZ bin ich mir nicht ganz sicher. Könnte mir vorstellen, dass das migrieren von schuelerVZ -> studiVZ mit einem Knopf gemacht werden kann, aber der Rückweg dann gar nicht oder nur mit Hürden funktioniert. Allein schon zum Schutz der Kinder wäre dies angebracht und schuelerVZ ist doch immer noch invite-only (okay, es gibt Millionen Seiten, wo man nen Invite anfordern kann), und das nicht ohne Grund.

    Ich bin ja für schuelerVZ Zugang nur dann, wenn du nen Kurs “Umgang mit privaten Daten im Internet” in der Schule belegt und ne Prüfung absolviert hast, aber das nen anderes Thema ;)

    Nach dem Zusammenlegen gehts dann entweder wieder bergauf, oder aber weiter bergab und dann Goodbye. Oder Aufkauf durch Facebook…

  3. PHP-Friends am 10. August 2010 um 01:25 Uhr

    @Alex: Ich als SVZ-Nutzer tendiere ebenfalls dazu, dass das Migrieren in ein anderes VZ möglich werden wird. Dies ist auch von vielen Usern gewünscht.
    Die VZ-Netzwerke werden sicher nicht so schnell verschmolzen – da beschweren sich doch sofort wieder sämtliche Eltern der jüngeren SVZ-Nutzer.

    greez

ivw