Fußball-WM: Foulspiel von Ogilvy für Jules Mumm
Bei Ogilvy in Frankfurt saß kürzlich das Team von Jules Mumm (Rotkäppchen-Mumm) zusammen und hat sich auseinandergesetzt. Und zwar mit dem Auftrag des Kunden, der „die beste Strategie“ für seine Marke gefordert hatte. Und die hat er auch bekommen, wenn Ihr Euch die Anzeige von Jules Mumm mal anschauen wollt mit der Headline: „Die beste Strategie“.
Der beschriftete Bierdeckel (richtig: B i e r deckel!) zur Fußball-WM ist das Originelle. Aber nicht das Originale. Denn den Bierdeckel für die “Mädels” gab es schon vor zwei Jahren zur Fußball-EM, und zwar in der Zeitschrift „Lecker“ – siehe die Abbildung unten!
Kann man noch offensichtlicher kupfern…? Für dieses Foul bekommt der Plagiartdirektor von Ogilvy die gelbe Karte von Spießer Alfons. Und beim nächsten Mal sehen die Frankfurter Werber dann Rot, und zwar ohne Käppchen!












Oh mein Gott. Wie kann man als Werbeagentur solch ein Verbrechen begehen? Asche über deren Haupt!
Wenn für Dich ein Foul ein Verbrechen ist, dann empfinde ich Dein Urteil als zu hart.
Finde jegliche Verniedlichung hier fehl am Platz. Das ist ein unfassbar dummdreistes Plagiat und eine Frechheit dem Kunden gegenüber (mal unterstellt, der wußte nichts davon).
Ha ha, hab’ sehr über den B I E R deckel lachen müssen. Ansonsten sollte man natürlich davon ausgehen, dass Mumm’s kreative Köpfe was Gescheiteres zu Wege bringen könnten als bloße Spickerei. Aber meiner Ansicht nach haben sie sich mit der WM auch das falsche FELD ausgesucht – ich hätte eher das Bachjahr als Aufhänger genommen und meinen Sekt an angemesseneres Publikum zu verhökern versucht.
Mal davon abgesehen, dass “Idee” und Layout eher schal wirken – vielleicht ist das Plagiart gar keins sondern eine Art Kooperation? Der Link in der Copy führt zu einer Website der Bauer Media Group, der auch Lecker gehört.
Ob das jetzt allerdings die beste Strategie ist, zeigt sich wohl am Schampusregal oder bei der Nutzerstatistik.
Wenn der Jogi Löw auch nur Flaschen aufs Spielfeld stellt, dann können wir uns nur noch besaufen mit Jules Mumm!
Wir stellen richtig, dass diese Anzeige nicht von Ogilvy ist, sondern eine Kooperation zwischen Jules Mumm und dem Bauer Verlag.
Trotzdem wünschen wir allen viel Spass bei der Fußball-WM!
Jorinde Gessner
Information Manager
Ogilvy & Mather Frankfurt
na dann…
Ach? Machen jetzt die Werbeagenturen nicht mehr die Werbung für ihre Kunden, sondern die Werbeträger? Und das soll “die beste Strategie” sein???
des isch doch wurscht, hier gings draum dass ogilvy die werbung gemacht hat. da das nicht der fall ist… ist die spannung verflogen, dann ists einfach nur noch ne abgekupferte aktion von irgendwer… mehr nicht.
ich finde auch, dss man geistigen diebstahl nicht verharmlosen sollte.
…aber manchmal merkt man auch gar nicht, woher man eine idee hat & das es diese schon gibt…