Möbel Kraft: Werbung auf einem Schwein
Heute fand Spießer Alfons eine Werbung von Möbel Kraft, und zwar in der BILD-Zeitung. Dort sieht man einen Mann mit Schweinemaske, der das Logo von Möbel Kraft auf der Brust trägt. Und BILD möchte von seinen Lesern wissen: „Hat dieses Schwein einen Menschen ermordet?“
Darüber kann Möbel Kraft sich aber freuen, denn für diese redaktionell verlängerte Werbung muss das Möbelhaus keinen Cent dazu bezahlen. Genauso wenig asics. Und wenn Ihr Alfons den Spießer fragt: Detlef, der homosexuelle Motivationstrainer, ist ein gutes Beispiel dafür, wie Social Media voll in die Hose gehen kann.
PS: Vielleicht ist auch das der Grund, weshalb Amir Kassaei gerade behauptet hat: “Social Media gibt es nicht”…?
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Den Link zu Social Media hab ich jetzt noch nicht ganz kapiert…
Und nun zu etwas völlig anderem: wieso muss man auf otr eigentlich die Fotos immer 2x klicken, um sie zu vergrößern? Könnte leserfreundlicher sein…
Warum soll sich Social Media nur auf Online beziehen? Soziale Netzwerke gibt es auch außerhalb der Computerwelt. Das können Motorrad-Clubs genauso sein Sportgemeinschaften.
Zu dem technischen Problem kann ich leider nichts sagen. Es ist wohl so wie beim Augenarzt: Kannst Du es in einer Größe nicht erkennen, zeigt der Arzt es in der nächsten Größe an.
Im Sprachgebrauch bezieht sich Social Media aber schon eher auf alles, was online ist. Aber selbst wenn nicht: wo ist hier das spezielle Social-Media-Engagement von Möbel Kraft? Man tritt doch einfach als Sponsor eines Marathonlaufs an und möchte von möglichst vielen Menschen als Marke wahrgenommen werden. Aber man bedient sich nicht der typischen Social-Media-Strukturen, wie z.B. dem Empfehlungspotential (niemand kommt nach dem Marathon auf die Idee, Möbel Kraft zu empfehlen, “mit denen bin ich gleich viel schneller gelaufen…”). Ich finde, das “gute Beispiel, wie Social Media voll in die Hose gehen kann” ist etwas konstruiert und vielmehr ein gutes Beispiel, wie Sponsoring in die Hose gehen kann.
Zum technischen Problem: wenn es denn wenigstens beim ersten Klick schon erkennbar größer angezeigt wird. Ist aber nicht so. Ist nur ein Klick zuviel, der die Usability stört. So einen Hinweis kann man ernst nehmen – muss man aber auch nicht. Das ist dann wohl so ähnlich, wie wenn andere Leute ihre Wettschulden nicht ganz so ernst nehmen…
Sponsoring kann auch Social Media sein, bzw. Sponsoring und Social Marketing fließen zusammen. Beispiel: Wenn ein großer Markenhersteller einer kleinen Hobby-Fußball-Mannschaft die Trikots mit Werbeaufdruck schenkt, dann reden die Fußballer in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis darüber, wie großzügig sprich: sozial der Markenhersteller eingestellt ist etc. Das können natürlich auch Hobby-Läufer sein. Aber ich gebe Dir Recht: Der Mann im Foto ist vermutlich bei einem großen öffentlichen Marathon gestartet, das von Kraft und asics gesponsert worden ist, ohne dass die Läufer davon persönlich etwas gehabt haben.
Liber Speißer Alfons – ich lese sehr gerne Deine Beitäge die so lebensnah sind . Eines ist doch aber ganz klar , wenn jemand es wirklich gut kann Beiträge zu schreiben die ein Meinung in D BILDen , dann ist das diese nette Tageszeitung . Und die besten Empfehlungen gehen an Deine Interpretationen , wenn Du mal einen Gastbeitrag schreiben möchtest – Du bist herzlich eingeladen das bei uns zu tun .
Gruß Ralf
Thanks for compliments! Aber meine Honorare für Beiträge sind so hoch, dass sogar HORIZONT sich das nur beschränkt leisten kann.
Gibt es einen tieferen Grund, das Gesicht des Mannes nicht wenigstens hier unkenntlich zu machen? Gilt vielleicht der Pressekodex bei Metaberichterstattung nicht mehr?
In diesem Zusammenhang fällt mir ein: Ist Kachelmann eigentlich schuldig gesprochen…?
Nö. Und vollkommen zu Recht gibt es auch dort Kritik an der Berichterstattung sowie der zuständigen Staatsnwaltschft.