Vertraut den Werbeleuten
Kreative kennen das: Ein mangelhaftes Briefing, Vorstandschefs, die in die Kreation hineinreden, weil ihre Panelbefragung (Ehefrau, Putzfrau, Katze …) einen anderen Geschmack ergibt oder die ganz einfach eine Duftmarke hinterlassen wollen. Das ist manchmal ein Klischee, zuweilen nah an der Wahrheit, manchmal eine Ausrede für langweilige Kampagnen und doch geht es auch anders.
Metro-Chef Eckhard Cordes hat in der Süddeutschen Zeitung geradezu erfrischend klar gemacht, welche Rolle ein Vorstandschef bei der Kampagnengestaltung einnehmen soll. Nämlich die einer Randfigur: “Also, ein Vorstandsvorsitzender sollte sich in Werbesprüche nicht einmischen. Er liegt meistens daneben. Ich habe mir das komplett abgewöhnt und vertraue auf die Werbeleute, solange die Werbebotschaften ethisch vertretbar sind.”
Alle Achtung: Immerhin pumpen diese Werbeleute allein für die Metro-Marken Media-Markt/Saturn jedes Jahr rund 480 Millionen Euro brutto in die Medienkanäle.
Was er nicht sagt: Ein Vorstandschef muss immer auch Hüter der Marke sein. Nur daran sollte er sein Urteil festmachen. Nicht aber an der Größe des Logos und dem Satzbau im Slogan und auch nicht am Humor von Mario Barth.
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Amen ;o)
Hoffentlich lesen ganz viele der Angesprochenen diesen Artikel (hoffhoffhoffhoff). Und nehmen ihn sich zu Herzen (hoffhoffhoffhoffhoff).
Wie wahr. Einer, ders begriffen hat.
Ein schöner Montag!
Design ist nicht: Marke. Rumnaggeln ist nicht Hüten.
Mag ja sein, daß er sich raushält, trotzdem finde ich die Werbung vom Blödmarkt und vom Geizmarkt doof.
gruß