Facebook schwappt ins Outlook und was das mit Kaffee zu tun hat
Ich verstehe dieses Internet nicht wirklich. Ich kenne einen Journalisten, der kann damit besser umgehen. “Ich bekommen 30 Mails am Tag. Das ist mir schon zuviel. Es muss aber auch mal Schluß sein.” Ist es aber nie. Das mit dem Web ist ja so befremdlich und unendlich wie das Universum, wir kennen nur einen kleinen Teil davon. Und seit der Trojan Room Coffee Machine kann man damit vor allem viele unnütze Sachen machen und seinen Voyeurismus befriedigen.
Seit neuestem beispielsweise sich die neuesten Urlaubsbilder der NASA vom Mars ansehen. Danke Microsoft. Und damit wäre ich endlich beim Thema. Microsoft startet nun eine Integration von Facebook in Outlook. Ähnliches gibt es schon für Linkedin. Für Facebook wird das System noch weiter aufgebohrt. Damit kann der Lifestream nun auch im Postfach landen. Zumindest bei jenen, die noch nicht die Schmerzgrenze von 30 Mails pro Tag erreicht haben.
Im Postfach ist dann auch Bild des Facebook-Freundes zu sehen. Aber nicht nur. Denn seit der Trojan Room Coffee Machine ist das Monitoring der Privatsphäre doch ein kleines Stück weiter gekommen. Jetzt bekommt man die Filtertüten, den Kaffeesatz und den Kalk in der Maschine gleich mit angezeigt, weil mit der E-Mail zugleich die aktuellen Facebook-Einträge des Absenders angezeigt werden.
Mashable beschreibt die Verschränkung von Facebook und Outlook so: “Not only does it pull Facebook profile photos so that you can associate a name to a face, but it pulls the news feeds of your contacts into your inbox. When you’re looking at someone’s email, you’ll also get a glance at their status updates, picture uploads and wall posts, among other activities. When you combine that with LinkedIn, MySpace, Windows Live Messenger, and Outlook data, you get a very detailed history of your interaction with your contacts, as well as an at-a-glance look at their activities and interests.”
Das klingt nach einer wunderbaren sozialen Verknüpfung, wenn man nur nicht ständig die Auslage bei Hooters kommentieren würde oder als VFB Stuttgart-Fan einen Geschäftskontakt zum Werder Bremen-Fan sucht. Vielleicht doch nicht so toll. Außerdem: wer soll das alles lesen? Man bekommt eh schon zu viel Mails. Dann doch lieber mal wieder – Entschleunigung ist gerade angesagt – einer Kaffeemaschine beim Bruzeln zu sehen. Am besten auf dem Mars. Zu weit weg? KeinWLAN? Island ist auch ganz schön. Die mögen da Kaffee und manchmal sieht es dort auch fast so aus wie auf dem Mars. Kühler ist es da auch. Was eine Webcam beweist. Für den Kaffee empfehle ich das Mokka.
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Die Einbindung von Facebook in Microsoft Outlook hat meiner Meinung nach gute und schlechte Seiten für die Nutzer. Diejenigen, die sehr häufig auf Facebook unterwegs sind, werden hierdurch mit Sicherheit eine Erleichterung empfinden. Wie die meisten Nutzer bin ich aber beispielsweise nur einmal in 2 Wochen online um die wichtigsten Nachrichten zu prüfen. Wenn ich täglich über mein Outlook mit Facebook-Infos vollgestopft würde, wäre es mir einfach zu viel.