BVDW: Zehn Regeln für Social Media mit Bauchgefühl und Ratio
Lieblingsplatitüde zahlreicher Pressemitteilungen derzeit: „Social Media ist in aller Munde“. Klar ist aber, immer mehr wollen ins Mitmach-Web. Nur wie? Und was tun dort? Gut, wenn sich für den Start eine Richtschnur in zehn Tipps packen lässt. Der BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft ) hat sie zusammengestellt und in einem Leitfaden gleich auch ausführlicher beleuchtet.
Das sind die 10 Punkte:
- Orientieren Sie sich auch im Social Media Marketing an den Grundregeln erfolgreicher Kommunikationsplanung
- Legen Sie konkrete Zielvorgaben fest
- Nutzen Sie Targeting
- Behalten Sie die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Zielgruppe im Blick
- Beweisen Sie Kreativität
- Wählen Sie die richtige Art und die richtigen Orte der Ansprache
- Messen Sie den Kampagnenerfolg und überprüfen Sie mögliche Wechselwirkungen
- Entscheiden Sie sich für den richtigen Mix in der Erfolgsmessung
- Achten Sie auf die Erhebung relevanter Daten zur Erfolgsmessung
- Berücksichtigen Sie die Erfolgsfaktoren von Social Media-Kampagnen
Nun machen solcherlei Regeln ja bestenfalls ein bisschen schlauer. Also haben die Autoren des Leitfadens Matthias Postel (iCompetence), Mike Schnoor (Sevenload), Unitleiter Business Development/ Marketing der Fachgruppe Social Media im BVDW und Anna-Maria Zahn (Business Intelligence Group) das kleine Ranking konkretisiert und warnen vor übetriebenen oder falschen Erwartungen: „Seien Sie darauf vorbereitet, dass Sie trotz einer sorgfältigen und durchdachten Kommunikationsplanung für Ihre Social-Media-Kampagne einen neuen Faktor berücksichtigen müssen: Der Nutzer bestimmt immer das Ergebnis. Das unkontrollierbare Eigenleben der Nutzer kann eine Kampagne unterstützen, aber auch binnen kürzester Zeit das gewünschte Ergebnis ad absurdum führen.”
Menschen sind ebenso.
Schade auch: Sogar im Internet ist nichts für lau. Also sollten Unternehmen nicht dem Irrglauben verfallen, dass Social Media kostenlos zu haben ist. „Dies ist in der Planung für den Ressourcenbedarf zu berücksichtigen, so dass anfallende Personalkosten oder buchbare Marketingmaßnahmen (zum Beispiel Ads zur Generierung von Fans) budgetiert werden müssen.“
Deshalb erst recht nicht blind im digitalen Teich fischen: „ Zielgerechtes Targeting erhöht die Response und sichert qualifizierte Leads. Prüfen Sie, welche Eigenschaften oder Hobbies ein möglicher Interessent haben muss beziehungsweise aus welcher Region er stammt. An diese Daten gelangen Sie über spezielle Tracking- oder Targeting-Tools beziehungsweise Dienstleister oder die Agentur, die diese Kampagne umsetzt. Ebenfalls bieten Plattformanbieter eigene Targeting-Optionen an.”
Deutlich macht der Leitfaden: Social Media ist mehr als nur eine Verlängerung der Kampagnenbotschaft. Wer mitreden will, der hört erst einmal zu, nutzt Monitoring und sucht nach kreativen Ideen und einer Sprache, die zum Umfeld passt. Ganz wichtig auch: Erfolgsmessung, Erfolgsmessung, Erfolgsmessung. Der Leitfaden sagt: Es geht und zeigt Möglichkeiten auf. Der Haken dabei: Nur mit Excel und Ratio allein lässt sich Social Media nicht bewältigen. Der Bauch ist auch gefragt: „Die Durchführung von Social-Media-Kampagnen bedeutet neben dem ergebnisorientierten Ansatz der Kampagnenplanung auch, dass Sie sprichwörtlich auf Ihr Bauchgefühl hören müssen und sich intensiv mit den potenziellen Kontakten beschäftigen müssen.“
Und wenn es dann doch nicht rund läuft? Nur nicht aufgeben, meinen die Autoren: “Auch bei kritischen Stimmen im Netz sollten Sie nicht sofort aufgeben, sondern Ihren Zielen treu bleiben. Für den äußersten Notfall, wenn bei aller Kritik und einem Gegensteuern kein Erfolg in Sicht kommt, sollten Sie eine alternative Lösung parat haben.“
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Ein Link zu diesem Leitfaden wäre nützlich. Auf den BVDW Download-Seiten ist der Leitfaden nämlich nicht zu finden.
Der gesamte Leitfaden “Messbarer Erfolg im Social Media Marketing: 10 Tipps für den Einstieg” ist als PDF jetzt online unter http://bit.ly/90AXx5
Dank dir für den Hinweis
Aber gerne doch – Ergänzung für die Leser von Lesern – das ist ein lebendiger Bereich von Social Media
Gut & schön, aber was daran ist spezifisch Social Media, ausser, daß der Begriff zweimal direkt drin steht? So könnte das doch auch ein Leitfaden für klassische Kommunikation oder klassisches Marketing sein?
Ja. So sollte Marketing grundsätzlich funktionieren
@michael eben, das ist doch nur eine “social media”-kampagne für den BVDW;)
existenz- und identitäts(ver)sicherung in einem – sozusagen…
Zunächst danke für den Post.
Allerdings hab bei der Überschrift
“BVDW: Zehn Regeln für Social Media mit Bauchgefühl und Ratio” ein bissle mehr vom BVDW erwartet, als ein paar Grundregeln des Marketings. Oder hilft euch der Leitfaden weiter??
Diese Regeln sind in meinen Augen nur leere Worthülsen und sehr allgemeine Marketing-Feststellungen, die für die Planung von Social Media nur wenig helfen und höchstens als Regeln generell (bspw. Nutzen Sie Targeting) nicht aber als “Regeln für Social Media” angepriesen werden sollten.
Alles schön und gut, doch ich erwarte nicht, dass man als kleine oder mittelständische Agentur in der Lage sein wird, das social marketing in derart auf die Beine zu stellen, dass es einen Mehrwert bringt. Insbesondere bei Standard-Produkten, die keine Novellierung des Marktes darstellen dürfte dies eine nmöglichkeit darstellen.
Schön zu sehen, wie recht der BVDW doch 2010 hatte. Gerade das Monitoring ist bei Social Media Aktivitäten immer wichtiger geworden und mit heutigen Tools auch darzustellen.