Hornbach: Das grenzenlose Haus und neue Prioritäten
In den fernen arkadischen Tagen der Werbung wurden Werbefilme bis zum TV-Start unter Verschluss gehalten. Bestenfalls gab es wenige Tage vorab den Spot für die Fachpresse, vielleicht eine Einladung zum Dreh, verbunden mit etlichen Unterschriften auf einer Verschwiegenheitserklärung. Vorbei.
Spots laufen inzwischen vor dem TV-Start bei Youtube. Ein kleiner Schritt. die Baumarktkette Hornbach und die Agentur Heimat lancieren gleich die gesamte Produktion vorab bei Facebook, zeigen Bilder vom Spot, Fotos von der Produktion in Bukarest, machen so neugierig auf den Kurzfilm “Das grenzenlose Haus”, schüren die Erwartungen und bietet natürlich allen Hornbach-Fans bei Facebook eine exklusive Premiere. 
Die Prioriäten haben sich geändert. TV ist nicht mehr der alleinige Hochaltar der Werbung. Es ist in erster Linie der Kunde. Überall, wo er erreicht werden kann.
Das eben zeichnet gute Agenturen heute aus: Die kreative Werbeidee und die intelligente Nutzung der neuen Kanäle. Hornbach macht das Mitmach-Web zum Projekt. Gut.
Postscriptum. In neun Tagen geht der Spot on air und elektrisiert schon die ersten Blogger. Ich (Fachpresse) habe ihn noch nicht gesehen. Es sind moderne Zeiten.
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An den grundlegenden Prioritäten hat sich doch nicht viel geändert – es geht vereinfacht gesagt doch immer noch um Awareness. Nur der eingeschlagene Weg zu diesem Ziel ist anders.
Aber etwas überrascht, zuerst bei MC Winkel davon zu hören, war ich schon. Wir lernen: Das Privileg, im Presseverteiler von Crossmedia zu sein, nutzt sich grade ein bisschen ab.
ja, die Streicheleinheiten werden neu verteilt.
Prioritäten hin, Presseverteiler her!
Das Ziel ist Aufmerksamkeit und viele Kontakte, im Endeffekt aber immer der Kunder der kauft! Dies ist nicht erst seit den Zeiten des Internets so!
Virales Marketing bedeutet heutzutage “Exklusivität für alle”!
Aha, die Damen und Herren Hornbach mal wieder. Ich erinnere mich noch daran, als die die Aktion “Blixa Bargeld liest Hornbach” laufen hatten – wiewohl mich mal interessieren würde, wieviel das gebracht hat, da BB nicht gerade als A-Promi zu bezeichnen ist. Dennoch hat Hornbach damit Kreativität bewiesen. Ich selbst bin kein Failbook-Nutzer, deshalb habe ich noch nichts von diesem Kurzfilm gehört – aber ich bin gespannt. Ich denke mal, YouTube wird auch uns Nicht-Facebookern eine Chance geben
!
Zur Kampagne lässt sich viel sagen:
Schöne Einbindung von Facebook, inteligente PR im Vorfeld um den Film zu promoten.
Wichtig ist aber im Kern: Sehen sich Endkunden (nicht wir Werber) diesen Film an und nehmen Sie etwas mit, dass ihr Kaufverhalten beeinflusst?
Ich kenne den Kurzfilm bereits: Das ist Gold ganz klar, aber eben nicht relevant für den Durschnitts-Baumarktkunden. Schon gar nicht wird dem Kunden dadurch etwas vermittelt (z.B. Hornbach ist günstig oder Hornbach bietet bessere Beratungskompetenz). Das Unterscheidungsmerkmal, die Reason-Why bleibt auf der Strecke.
Und so schön ich den Film (auch die Ästhetik) finde, umso mehr Frage ich mich wo hier eigentlich das Ziel von Werbung – die Paletten vom Hof schaffen – beliebt…