Facebook: Fiat sprüht es an die Wand
Woran merkt man, dass ein Phänomen wie Social Networks so richtig in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist? Wenn man damit in einem Volumenmarkt Werbung machen kann. Fiat schnappt sich also für einen Spot ein Kernelement des Networking und zeigt dazu zwei anarchische Stehpinkler.
Das versteht die Zielgruppe für den Fiat 500. Immerhin peilt der Wagen ja auf eine lifestyle-bewusste Zielgruppe, die irgendwo zwischen 18 und 35 Jahren liegen dürfte. Eine Altersgruppe, die wahrscheinlich durchgehend in einem Netzwerk ist – oder zumindest jemanden kennt, der dazugehört.
Netzwerker oder Verweigerer – beide Gruppen dürften den Spot sympathisch finden. Die einen, weil sie das Networking eh suspekt finden und sich von der Symbolik des Spots bestätigt fühlen. Die Networknutzer könnten den Spot mögen, weil er eine tiefere Wahrheit widerspiegelt, die jeder in seiner Timeline schon mal erlebt hat.
Die Botschaft versteht jedenfalls jeder: Disconnect. Auf ins Offline-Leben (und Fiat fahren). Und gemeint sein kann nur Facebook, denn die Kampagne ist eine Kooperation mit Diesel und eine Verlängerung deren Facepark-Kampagne – samt limitierten Fiat-Sondermodell.
Im Youtube-Kanal von Fiat gibt es noch mehr zu Thema.












Schöne Idee.
Mir fällt allerdings auf, dass mir die FIAT-Schriftart noch nie aufgefallen ist.
Diese erinnert nämlich an VOLVO und macht den 500 somit zum C30.
sehr italienisch
– und wirklich eine nette Idee. Allerdings denke ich, dass der Spot tatsächlich für Italien konzipiert wurde, wo die Facebook-Manie bereits bizarre Züge annimmt und der Witz wirklich von jedem verstanden wird.