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Mit Bally-Schuhen auf dem Strich? Oder was…?

30. August 2010
von

In den Bildern von Anzeigen werden uns häufig Geschichten erzählt. Das sind kurze Episoden aus dem Leben, die der Werber als „Slices of Life“ bezeichnet.

Betrachten wir einmal die Anzeige von Bally, dem Schuhmacher aus Switzerland! Dort haben wir ein Stück aus dem Leben vor unseren Augen. Ohne Worte in einem Bild. Wir sehen die Beine eines Mannes, der vermutlich Bally-Schuhe trägt, die so glänzen, als kämen sie justament aus dem Laden. Und der Mann möchte unerkannt bleiben, weshalb er seinen Kopf nicht für Bally hingehalten hat.

Und dann lehnt dort ein junger Mann an einer Mauer und guckt interessiert. Seine Hände stecken in den Hosentaschen, und auch seine Schuhe glänzen ebenfalls wie ladenneu.

Spießers Werbefachfrage: Was will uns der Schweizer Schuhfabrikant mit dieser  seiner Darstellung erzählen…?

Wenn Ihr Alfons fragt, dann antwortet der Spießer unverblümt: Sieht typisch nach Stricher-Szene aus. Alles Weitere könnt Ihr Euch ja denken.

Sollte jemand aus der spießigen Lesergemeinde eine andere Deutung haben, so möge der oder die uns daran teilhaben lassen! Spießer Alfons bittet um Eure sachdienlichen Kommentare, was der Inserent sich wohl bei seiner Anzeige gedacht hat!


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Kommentare zu “ Mit Bally-Schuhen auf dem Strich? Oder was…? ”

  1. Miss K am 30. August 2010 um 08:29 Uhr

    Ich glaube was tatsächlich mit der Anzeige gezeigt werden soll könnte sein:
    Selbst so ein cooler Typ wie der hinten in der Ecke guckt neidisch auf die Schuhe, also müssen die schon extrem toll sein ;-)
    Aber das mit dem Strich klingt auch einleuchtend. Vielleicht steht der Kerl mit den Bally-Schuhen auch gerade vor einem Erschießungskommando der Mafia und der Typ in der Ecke will sich die Schuhe unter den Nagel reißen sobald der Andere umgelegt ist. :D

    Bleibt die Frage ob man als Macher einer solchen Anzeige derart viel Raum für Interpretation lassen will oder der Zielgruppe lieber ein klareres Bild der Marke/des Produkts liefern möchte. Hat beides Vor- und Nachteile!

  2. Dierk am 30. August 2010 um 08:34 Uhr

    Die Schweiz hat eine Stricherszene? Und Ahrensburg auch? Ich bin erschüttert.

    Hat der Spießer eigentlich Text aus der Anzeige entfernt, der uns irgendwas erläutern kann, sagen wir eine Headline wie ‘Wenn Sie den ganzen Tag die Mauer halten müssen’? Oder ‘Eckensteher brauchen gute Schuhe’? ‘Glänzender Auftritt’ war es bei dem Sujet wohl eher nicht …

  3. DB am 30. August 2010 um 10:05 Uhr

    Der Typ an der Holzwand wirft keinen Schatten. Bestimmt ein Photoshop-Vampir, der den Bally-Träger aussaugen will.

  4. brothelpianist am 30. August 2010 um 11:41 Uhr

    sagen interpretationen nicht immer mehr über den interpreten als über die sache? ;)
    nichts für ungut, tatsächlich legt dieses motiv so geshooted eine solche interpretation sehr “nah”…
    sagt der bordellpianist

  5. Marco am 31. August 2010 um 16:51 Uhr

    Wirkt echt voll Spooky.. entweder hat der Typ im Hintergrund ne 500 Watt Glühbirne gefuttert oder die Ausleuchtung ist einfach nur totaler Müll. Naja, auf jeden Fall ein Beispiel, wie Werbung nicht aussehen sollte :-) :-) :-)

  6. Thomas K. am 31. August 2010 um 20:51 Uhr

    hhmmmmh… ich weiß nicht! Aber woher weiss der Spießer wie es in der Stricherszene ausschaut?! :-P

    • Spießer Alfons am 31. August 2010 um 21:51 Uhr

      Diese Frage kommt spät, weil ich sie früher erwartet hatte. Meine Antwort: Woher wusste Karl May, wie es im Wilden Westen ausschaut…?

  7. ShinyShoes am 7. September 2010 um 17:25 Uhr

    Und woher weiß der Westen das er Wild ist?
    Spass beiseite:
    Sind doch schön die Schuhe. Hätte sich der Schattenlose nicht eingeklickt wäre alles top.
    Als Anzeige mit UV-Lack Veredelung könnte das sehr wertig aussehen und ein entsprechendes Markenimage vermitteln. Wahrscheinlich klassischer Fall von:
    Kunde – “Da ist mir noch nicht genug Leben drin, ein bisschen mehr Ballermann, aber nicht Ballermann!”
    ;-)

  8. fettiz am 17. September 2010 um 11:34 Uhr

    Wahrscheinlich ist es nur ein Zwergenstricher.

    Perspektivisch gesehen ist nämlich der Bally-Schuhträger immer noch mindestens dreimal so groß wie der Zwerg.

ivw