Was ist denn hier passiert…?
Die Seite könnte eine Anzeige sein. Allerdings steht das Wörtchen „Anzeige“ nicht im Kopf der Seite. Stattdessen steht am Fuße „FREE SOUL“. Was Englisch ist, “freie Seele” bedeutet und an Rudolf Steiner denken lässt. Gefunden hat der Spießer diese Seite übrigens in einer deutschen Zeitschrift.
Die Frage: Was soll hier verkauft werden? Die Frau als solche? Der Leser für dumm? Oder die Seele? Im letzteren Fall wäre es ein Inserat des Teufels. Die Darstellung lässt vielerlei Schlüsse zu. Zum Beispiel: Die Frau, das Luder, hat sich einen Typen von der Straße geangelt und erklärt ihm auf dem Teppich im Korridor, wonach es ihr gelüstet. Das wäre eine typisch maskuline Deutung. Eine Leserin würde vielleicht mutmaßen: Sie, die Dame, ist auf dem Teppich ausgerutscht, und der Herr tröstet sie nach diesem kleinen Unfall.
Oder hat jemand von Euch Soul-Sisters and -Brothers eine andere, sprich: bessere Idee…?
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Vielleicht schaut der Spießer für die Antwort einfach mal auf die in der Anzeige gestürzt gedruckte Internetadresse?
Ich finde die Anzeige ja auch nicht pralle. Mein Tipp: Hier hat sich eine Marke einfach nur im Bekanntheitsgrad überschätzt. Die Werbung wäre ohne den (zugegeben albernen) Markennamen überhaupt nicht weiter aufgefallen.
Du meinst, der Anzeigenleser muss eine Internet-Adresse aufsuchen, um eine Anzeige zu verstehen? Ich meine, dazu muss die Anzeige aber sehr viel spannender gemacht sein als die besagte!
Darf man fragen in welcher deutschen Zeitschrift der Spießer diese Anzeige gefunden hat? Das wäre in diesem Fall ausschlaggebend, denn: mir als an Mode interessierter Mensch sagt dieser Markenname etwas. Das Motiv ist nicht sonderlich toll, aber doch ein typisches Motiv für ein Modelabel. In einem Lifestyle- oder Modemagazin wäre diese Anzeige also gar nicht so fehl platziert…in anderen Zeitschriften wohl schon.
Ich glaube, da gehst Du zu sehr von Deinem Job aus. Immerhin bist Du so drauf hängen geblieben, daß sie Dir sogar einen Blogpost wert war; da kann man schon einmal zusätzlich noch ein paar Buchstaben und andere Zeichen in die Adresszeile des Browsers tippen.
Name “Free Soul” hin oder her – wir sind uns wohl einig, daß durchschnittliche Endkonsumenten diese langweilige Anzeige einfach und ohne (sich dabei irgendetwas) zu fragen überblättern.
Dazu muss ich Dir erklären, dass ich Zeitschriften anders lese als der gewöhnliche Leser. Während letzterer vorrangig die redaktionellen Seiten liest, lese ich zuerst die Anzeigen. Und wenn schon 89,7% aller Leser (geschätzt) nicht das Kleingedruckte in Anzeigen lesen … wie viel weniger werden dann an ihren PC eilen, um herauszufinden, warum Mann und Frau dort flachgelegt wurden?!
Das frage ich mich ja bei fast jeder mit Internetseite versehenen Anzeige. Und das diese hier ein nicht gerade gelungenes Exemplar ist, darin stimmen wir ja überein.
Natürlich haben wir aus beruflicher Perspektive da einen anderen Blick als der Ottonormalleser. Aber neben wir einmal ein konkretes Vergleichsbeispiel: Marlboros Bilderwelt ist so prägnant und gelernt, daß sie manchmal sogar auf ihr Logo verzichten (können). Was hat das (noch) mit Zigaretten zu tun?
Zitat von der Internetseit: “Der Kunde von FREESOUL ist (…) alterslos…” Okay, die Anzeige richtet sich also an Vampire oder den Highlander, somit muss mich die Marke eh nicht interessieren.
Das Foto stammt aus unsrer Agentur. Es wurde geschossen bei einem Produkttest der neuen Always. Wie es in die Anzeige von free soul gekommen ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen.
Das ist Werbung für Brusthaartupes….ist doch eindeutig, schaut euch den Typen an. Männer legen halt Wert auf die Optik.
Doch auch für Frauen wird was beworben. Handschuhe! Bei dem Stürz hätte sich die Frau ohne Handschuhe bestimmt die Hände verletzt. Dank der sehr funktionalen Handschuhe lacht sie nun aber noch. Frauen legen halt Wert auf Sicherheit.