800 Kilometer Hoffnungsmarsch zu Jung von Matt
Wandern ist seine Sache eigentlich nicht, Social Media schon. Weil Marcus Brown als umtriebiger Werber dem digital eher trabenden Pferd bei Jung von Matt wohl zum Galopp verhelfen möchte, macht er sich jetzt also auf den Weg zu Peter Figge. Zu Fuß nach Hamburg. Von München aus. 800 Kilometer. Eine Bewerbung der anderen Art.
“I will walk for Peter Figge” ist der Titel der Aktion. Mit Marcus Brown machen sich gleich mehrere Personen auf den Weg. The Kaiser, Jack The Twitter, Sacrum, Charles Stab. Alter Egos und Kunstfiguren des Briten in Bayern mit denen das Enfant Terrible erheitert, provoziert und aufzeigt, welche Bandbreite künstlerischen Seins möglich ist. Jetzt also zu Fuß nach Hamburg. Wenn der Berg nicht zum Propheten oder so.
Die Reise von Marcus Brown, sein echter, bürgerlicher Name, könnte spannend werden. Schon jetzt macht er auf seine Tour, die wohl kommende Woche starten soll, via Blog aufmerksam. Twitter und eine Facebook-Page, die innerhalb eines Tages schon 120 virtuelle Begleiter hat, gibt es auch. Unterwegs hofft Brown auf Kontakte, Erlebnisse, Offline-Begegnungen, die sich aus dem Online-Netz ergeben. Und womöglich, man darf es wohl vermuten, dürften hier und da auch seine Alter Egos aus dem Rucksack schlüpfen. Die Reise durch die Republik wird er im Web dokumentieren und sicher darf sich auch Peter Figge in dieser Zeit über die eine oder andere digitale Postkarte freuen.
Späteres Bewerbungsgespräch nicht ausgeschlossen? Ob Marcus Brown noch Platz für einen schwarzen Anzug im Gepäck hat?
Interessant könnte es jedenfalls auch für Marken sein, dem Tausendsassa auf seinem Weg zu helfen. Er dürfte mehr als nur EIN paar Turnschuhe oder Wanderschuhe benötigen und für die Anbindung ins Web könnte manch ein Telekommunikationskonzern nun zeigen, wie er einen mobilen Kunden empowered. Und was macht eigentlich Jack Wolfskin für seine Online-Reputation?
Eine guter Weg, um sich auf der langen Strecke mit ins Gespräch zu bringen.
Ich werde ihn jedenfalls verfolgen. Und wenn ihr in Frankfurt seit, Marcus Brown, The Kaiser, Jack The Twitter, Sacrum, Charles Stab, ihr seid willkommen.
Ach ja, Marcus Brown ist übrigens echt. Ich habe schon mal in einer Kneipe mit ihm zusammengesessen und hat er hat sogar ein Xing-Profil. Ganz seriös. Mit Lebenslauf und so.
Und auch wenn er die Idee nicht alleine hat, Marcus fährt nicht per Anhalter. Deutschland ist aber auch nicht so groß wie die USA, wo sich zwei Studenten morgen auf den Weg zu Crispin Porter machen. Und Werber auf Tippeltour sind ohnehin grad en vogue.
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Wir kommen Olaf. Wir kommen.
Gute Reise Markus. Ich werde “euch” folgen
Vielen Dank Cristof.
Tja, wenn man sonst nichts zu tun hat. Und immer noch besser als Hartz IV.
das kannste aber laut sagen.
Glas Wein oder Bier, wenn du hier in Lachstadt bist.
Hallo Dierk, danke Dir. Sehr gerne.
Und ein paar Pfunde purzeln auch gleich noch. Bewegung ist sowieso super!
Hier ist immer ein Blick auf den Rhein bei Düsseldorf frei – wenn Du uns aus der Presse raushältst
Hallo Ralf, ich glaube nicht das ich Düsseldorf schaffe.
Ich auch nicht …
aber: mich auch nicht.
(boah eh, wie kryptisch)
I’ll read you!
Wieso macht man sowas wie http://thorsten-geht-zu-redbull.de noch mal? Wirklich kreativ ist die Idee doch nicht mehr. Besonders, wenn die Idee schon mal in der gleichen Branche aufgetaucht ist.
Hallo phe. Ich habe leider erst gestern von Thorsten erfahren und ja, es gibt gemeinsamkeiten, laufen und job; aber der weg, mit live shows, Sacrum, Jack The Twitter und die leute die ich hoffentlich begenenen werden, machen das ganze… ganz anders.
I hope that made sense.
Hm, ich brauche zu JvM zu Fuß circa eine Stunde. Ist dann vielleicht nicht so beeindruckend…
Ich wünsche einen guten Weg und bequeme Schuhe.
8oo Kilometer und ein paar Socken: Das nenn ich “Der “i-MiEV” in der Praxis”
Joa… manche Leute erfinden eben neu… und manche Leute finden alten Kram neu
Alte Leute sind lustig, was sowas angeht…
“Du bist wie Kolombus: Du hast etwas entdeckt, was schon tausende Leute vor dir kannten”
Ha ha. Komm du mal in mein Alter Bob.
Wer soll das sein? Witzig auch, dass egal, wie intensiv man recherchiert: Es kommt nur heiße Luft raus. Na, jetzt wenigstens ein 1A Fußmarsch im Portfolio!
Ich dachte immer alles was gute Werbung ausmacht ist “heiße Luft”?!
Das erklärt einiges.
Wie intensiv hast du denn “recherchiert”? Der Weltklassedialog zwischen Sacrum und W&K scheint dir ja z.B. schon entgangen zu sein.
Das war für dich “Weltklasse”, soso. Und hat er jetzt ne Job bei WK? No. Stattdessen: Die Pilgernummer zu JvM.
Tut mir leid, wenn man so ne Welle macht und auf GF-Ebene mit einer Agentur wie JvM kommunizieren möchte, sollte man in meinen Augen mehr vorzuweisen haben, als Schauspieler-Allüren und jedes Jahr ein anderer Job in irgendwelchen Druckstudios.
“Social Media Berater” sind sowas wie die “Webdesigner” der 2005er, oder?
…”dem digital eher trabenden Pferd bei Jung von Matt” – hehe, super Pressetext für ein Bewerbungsgespräch.
Und dann:
“Er dürfte mehr als nur EIN paar Turnschuhe oder Wanderschuhe benötigen und für die Anbindung ins Web könnte manch ein Telekommunikationskonzern nun zeigen, wie er einen mobilen Kunden empowered. Und was macht eigentlich Jack Wolfskin für seine Online-Reputation?”
Das kommt echt ein bisschen zu plump, Freunde. Ihr braucht echt nen Social-Media-Experten, liebe offtherecords.
Ach, moment ma, ich kenn da einen!
Nicht die Idee zählt, sondern immer nur die Umsetzung. Gibt nix originäres, alles ist inspiriert. Wer von sich behaupten tatsächlich kann er habe eine originäre Idee entwickelt, die sich von nix anderem ableiten lässt: Ich bin gespannt. Zeigen!
Have a nice walk with lots of stories and content, Marcus. Cheers!
Meine Güte so lasst den Marcus doch laufen. Diese leidigen “Plagiatsvorwürfe”, die sich derzeit so modisch verbreiten wie ein Virus, sind doch echt albern.
Wenn wir alle nur noch Dinge machen dürften, die vor uns noch niemand getan hat, dann würden wir rumsitzen und gar nichts tun.
Blogger dürften z.B. auch keine Artikel über Themen veröffentlichen, die man auf 1000 weiteren Blogs auch findet. Wir dürften keine Kommentare schreiben, die andere schon geschrieben haben. Autos dürften nur von Benz gebaut werden usw. usw.
Zugegeben stark vereinfacht ausgedrückt, aber scheinbar wird über dieses Thema eben auch stark vereinfacht nachgedacht.
Kreative sollen täglich gänzlich neue Ideen entwickeln. Den Kreativen will ich sehen, der das kann.
Abgesehen davon bedeutet “Nie dagewesen” noch lange nicht besser oder gut genug. Für vieles gibt es vielleicht auch einfach noch keine bessere Lösung. Das Rad hat auch noch niemand neu erfunden, und oft müssen Dinge erst 1000. mal wiederholt werden, bis sie “Neues” hervorbringen. Dieser Inovationswahn ist einer Entwicklung doch eher hinderlich, als sie zu fördern.
Ich sehe da in Folge nur 2 Möglichkeiten: Entweder überhaupt nichts tun, aus Angst ma könnte sich wiederholen, oder den Vorwurf des Plagiats erhalten, oder man macht einfach mal etwas, auch wenn andere es schon getan haben, und findet dabei vielleicht Inspirationen für neue Dinge. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
@Hanseat: Ja, das ist für mich weltklasse, wobei ich zugeben muss, dass ich eher das von ihm aufgebaute Universum der verschiedenen Characktere insgesamt meinte, die Nummer mit W&K stach da nur etwas heraus – nicht qualitativ, sondern was die Aufmerksamkeit angeht, das W&K-Blog lesen dann doch ein paar mehr Leute.
Ich finde dieses Spiel mit verschiedenen Persönlichkeiten großartig (und in Teilen tatsächlich: Weltklasse) und werde gut unterhalten. Dass so etwas im Netz gebraucht wird, sollte klar sein und wenn man das kann, darf man es doch wohl auch zeigen? Wenn das für dich “Schauspielerallüren” sind, von mir aus.