Das plakatierte Nichts
Die Wiesbadener Volksbank – genauer: Ihre Wiesbadener Volksbank – hat einen Plakatanschlag verübt. Und zwar auf ein junges Mädchen. Das Kind ist angeblich 150 Jahre alt und hat „Zukunft“. Oder es ist 10 Jahre alt und hat 150 Jahre Zukunft. Und die Wiesbadener Volksbank ist ihre. Demnach ist die junge Dame wohl eine Bankerin.
Da fragt sich der Spießer: Hat diese Bank soviel Kohle im Keller, dass man Geld für Plakate ausgibt, die so interessieren wie eine alte Hutschachtel im Hühnerstall? Das Plakat schaut aus, als hätte es der Herr Zweigstellenleiter höchst selbst entworfen nach dem Motiv, mit dem die Bank schon zu ihrem 100. Geburtstag Reklame gemacht hat. Und das Kind im Bilde ist vermutlich die Enkeln des Hypothekensachbearbeiters.
Herr Litfaß wird sich beim Anblick von oben fragen, warum er gelebt hat.
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Mh, das kommt mir so bekannt vor… in Hannover hatte die Volksbank Anfang des Jahres ein ähnliches Plakatmotiv – mit Hannover-Promis und dem Slogan “Ich bin 150 Jahre” (was nun wirklich kein richtiges Deutsch ist, entweder es fehlt das “alt”, oder das Wort “Jahre” muss weg…)
150 Jahre muss die kleine arbeiten, bis sie Rente kriegt – sofern sie nichts bei dieser Bank auf die Hohe Kante schafft. Da schwingt doch jede Menge mit!
Erinnert ein klein wenig an das Groblayout des WDR.
Ist doch gut zu wissen gegen welche Zukunft man sich sträubt.
Finde auch Außenplakate immer wieder schön, die es schaffen, ihr Logo (hier Wiesbadener Volksbank) so zu platzieren, dass parkende Autos es locker verdecken können.
So liest der Passant dann meist “150 Jahre”, sieht das Mädchen (das ich irgendwo schon für was Soziales gesehen habe, Stock?) und liest vielleicht grade noch “Zukunft”. Vom wem dieser Schmarrn stammt schon nicht mehr. Aber das kann hier auch sein Gutes haben.
Ich bin letzte Woche zum ersten Mal an einem Plakat dieser Serie vorbeigefahren und dachte nur: was will der Autor uns damit sagen? Gruselig. Das Logo auf den GROSSFLÄCHEN ist auch nur dann erkennbar, wenn man 3m davor steht.
Zur Theorie mit dem Herrn Zweigstellenleiter: kann nur so sein!
Ich freue mich wenn ich genutzte Plakatwände sehe. Bezug nehmend auf den Artikel wäre auch völlig in Ordnung, ja lobenswert und nämlich authentisch würde es sich bei dem Kind im Bilde um die Enkeln des Hypothekensachbearbeiters handeln. Hier in Aschaffenburg sind die Plakatwände immer häufiger mit der Werbung für den Anbieter versehen.
Meine Theorie:
Das ist die Tochter des Zweigstellenleiters.
Bei einem so stümperhaften Werk zieht der Spießer endlich selbst einmal in Betracht, daß der Kunde (die Bank)dafür verantwortlich zeichnet.
Klitsche.
50 jahre noch und dann macht sie dem “200 jahre mann” konkurrenz. hätte nicht gedacht, dass sowas heutzutage schon möglich ist.
hihi wie cool
. Auf diese Idee muss man auch erst einmal kommen