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…und was den Werber vom Transportarbeiter unterscheidet

29. Oktober 2010
von

Die Karikatur von Wigg Siegl (1911-1994) ist fast 50 Jahre alt. (Die Euro-Zeichen hat der Spießer über die DM gelegt.) Böse Zungen (wie die von Spießer Alfons) werden nun behaupten: Der Cartoon ist so aktuell wie eh und je. Genauso wie das berühmte Wort von Henry Ford (1863-1947), der nie erfahren hat, welcher Teil seines Werbegeldes aus dem Fenster geworfen wurde.

Was den Spießer nachdenklich macht, ist die Mail, die er in dieser Woche erhalten hat von Peter Kujawa, Dozent an der BAW, München. Er schreibt:

“Hallo lieber Spiesser, ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Auswahl an “Brechreiz-Anzeigen” in Horizont 40/2010 – Volltreffer.

Nun könnte man ja sagen, der “alte Sack” hat doch keine Ahnung von moderner Werbung. (Würde übrigens auch für mich gelten.) Aber ich habe eine ähnliche Aufgabe an meine Studierenden an der BAW (Bayerische Akademie für Werbung und Marketing) gestellt. Alle zwischen 20 und max. 30 Jahre alt. Und siehe da: Fünf Ihrer ausgewählten Motive kamen ebenfalls in die Shortlist “Krampf, Unsinn, Panne, Geldverschwendung”. Vivesco und Elefanten waren nicht dabei, weil die gar nicht zur Auswahl standen.

Weiter so!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mit freundlichem Gruß
Peter Kujawa,
Kujawa & Partner GmbH, Agentur für Kreation und Kommunikation, 82229 Seefeld”

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So weit, so gut. Was den Spießer aber seit Beginn seiner Kolumne beschäftigt, ist die Frage: Warum sehen die Absender der Werbung nicht das, was die die Augen der Empfänger sehen? Und: Warum kommen nicht mehr Werbung treibende Unternehmen auf die Idee, ihre Kampagnen, die sie als Nonplusultra von ihrer Agentur serviert bekommen, vor der Veröffentlichung noch einmal von einem geschulten Auge überprüfen zu lassen? Von wem? Einfach mal in die Gelben Seiten gucken! Oder die Studenten von der BAW fragen! Oder direkt an Spießer Alfons wenden! Nur einer Spezies sollte man aus dem Weg gehen, und zwar den Marktforschern!



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ivw