Lesetipps zum Wochenende
Oliver Ohmann (geb 1969), Journalist, Studium der Deutschen Literatur und der Alten Geschichte, arbeitet als Redakteur und Chfreporter der Berliner Tageszeitung „B.Z.“. Autor mehrerer Bücher zur Sport- und Berliner Geschichte.
So steht es geschrieben im Einband von Ohmanns neustem Werk, das in dieser Woche erschienen ist: „Heinz Rühmann und Die Feuerzangenbowle“, Untertitel: „Die Geschichte eines Filmklassikers“. Autor Oliver Ohmann hat sich auf die Spurensuche hinter die Kulissen des Kultfilmes begeben, hat sogar noch lebende Darsteller aufgespürt und erzählt die Geschichte der Dreharbeiten, berichtet über Schauspieler und die Entstehung von Roman und Drehbuch zur berühmtesten deutschen Filmkomödie aller Zeiten.
Allein das Buch zum Film „Die Feuerzangenbowle“ ist schon eine spannende Story für sich. Bekannt als Autor wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Heinrich Spoerl (1887-1955). Weniger bekannt ist, dass der Leipziger Schriftsteller Hans Reimann (1889-1969) den man zu jener Zeit in einem Atemzug mit Tucholsky und Polgar genannt hat, der hauptsächliche Urheber des Romans gewesen ist. Und wie die beiden Autoren in brauner Nazidiktatur erhebliche Mühe hatten, ihr Werk zu veröffentlichen und warum der Name Hans Reimann nicht auf dem Titel des Buches steht, obwohl dieser an den Tantiemen zur Hälfte beteiligt gewesen ist – all das ist dem Buch von Ohmann zu entnehmen, der in liebevoller journalistischer Recherche ein Kapitel Filmgeschichte und Zeitgeist zu Buche gebracht hat.
Oliver Ohmann: „Heinz Rühmann und ‚Die Feuerzangenbowle’ Die Geschichte eines Filmklassikers“ (Lehmstedt-Verlag, 408 Seiten, ISBN978-3-937146-98-0, Preis: 24,90 Euro)
Apropos Hans Reimann: Der sächsische Schriftsteller, Humorist, Grafiker, Kabarettist, Herausgeber, Dramaturg, Schauspieler, Satiriker und Literaturkritiker (Thomas Mann: „Die Deutschen haben nie einen so lustigen (und heimlich strengen) Deutschlehrer gehabt!“) hat bereits vor der „Feuerzangenbowle“ ein Büchlein über seine Schulzeit geschrieben. Dieses „Paukerbuch“ war eine satirische Abrechnung mit den Lehrern, unter denen er damals gelitten hat, und die er seinerseits mit Streichen auf Trab gebracht hat
Dieses Werk ist soeben neu erschienen unter dem Titel: Hans Reimann: „Von Paukern und Lausbuben“ (Lehmstedt-Verlag, ISBN978-3-942473-02-6, Preis: 9,90 Euro). Als literarischer Nachlassverwalter von Hans Reimann empfehle ich dieses Büchlein ganz besonders.
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Danke für den Tipp!
Habe gerade mal den verlinkten Beitrag “… Pfeiffer mit drei äff” gelesen. Dazu hat Heinrich heine (sic!) eigentlich schon selbst alles gesagt:
Ich will mich zum deutschen Professor begeben.
Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
Und er macht ein verständlich System daraus:
Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen
Stopft er die Lücken des Weltenbaus.
Danke für die tollen Lesetipps.
Das Buch „Heinz Rühmann und Die Feuerzangenbowle“ gefällt mir persönlich am Besten.
Danke für den Lesetip, aber meins ist das nicht so unbedingt;-).