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Was Guttenberg & Shakespeare verbindet

20. Februar 2011
von

Komisch, wirklich sehr komisch, liebe otr-Leser! Seit Jahrzehnten spießt Alfons die Plagiate in der Werbung auf, und immer wieder gab und gibt es Stimmen, die da sagen: „Na und? Warum soll nicht jemand eine alte Idee neu in die Werbewelt setzen?!“ Und sie begründen es: „Auch große Dichter haben Anleihen bei Kollegen gemacht, ohne das per Fußnote zu gestehen. Und große Maler haben sich von anderen Künstlern inspirieren lassen und dieses nicht auf der Rückseite ihrer Bilder vermerkt. Was also ist an den Plagiaten der Werbung zu tadeln?!“

Genauso ist es. So hat auch der Schauspieler William Shakespeare nicht eines seiner Dramen selber verfasst, sondern es gab zwei Ghostwriter: Earl of Rutland und Earl of Southampton. Und keinen Engländer stört das; die Briten sind weiterhin stolz auf  ihren William Shakespeare. Und viele große Maler ließen Bilder komplett von ihren Schülern pinseln, die sie dann nur noch mit eigenem Namen signiert haben.

Mag Karl-Theodor zu Guttenberg einen Ghostwriter für seine Doktorarbeit gehabt haben oder nicht – welcher Politiker schreibt seine Reden denn selber? Je höher die Damen und Herren aufsteigen, desto eifriger werden Ghostwriter bemüht, um die Reden zu schreiben, welche der wichtige Amtsinhaber dann vor dem Mikrophon der Nation vorliest als eigenen Wortbeitrag. Da machen Bundespräsident, Bundeskanzlerin und Minister kaum eine Ausnahme. Frage: Hat sich darüber schon mal jemand ernsthaft aufgeregt und gefordert, die Redner sollen zurücktreten, weil sie sich mit fremden Federn geschmückt haben? Im Gegenteil: Die Medien zitieren aus den Reden und loben die Worte, wohl wissend, dass Ghostwriter am Werke gewesen sind.

Auch im Show-Business ist das so: Da wird beispielsweise Harald Schmidt gelobt als der intelligente Moderator und Entertainer. Und was er vor der Kamera spricht, stammt genauso wie das, was er auf der Bühne sagt, von diversen Ghostwritern, bzw. Gag-Schreibern. Schmidt ist Schauspieler und spricht fremde Texte. Und Guttenberg ist Politiker und schreibt seine Texte selber, und zwar ab.

Warum also die Aufregung? Geht in eine Buchhandlung und schaut Euch die Bücher an, wo Politiker als Verfasser genannt werden. Welcher dieser Politiker hat „sein“ Buch allein geschrieben…? Genau das gilt auch für andere berühmte Leute, die Bücher veröffentlicht und hierfür einen Ghostwriter beschäftigt haben.

Da muss der Spießer den Verteidigungsminister mal verteidigen. Denn so, wie ein Schauspieler sich bei gefährlichen Aktionen vor der Kamera von einem Stuntman doubeln lässt, genauso erwartet doch niemand von unserem Verteidigungsminister, dass er selber an die vorderste Front geht, um dort mit der Waffe in der Hand zu kämpfen, oder? Warum, um alles in der Welt, sollte er die Feder bei seiner Dissertation eigenhändig geführt haben?!

Um Missverständnissen vorzubeugen: Spießer Alfons schreibt seine Texte komplett selbst. Und was er zitiert, setzt er in Gänsefüßchen. Denn merke: Plagiate sind Zitate ohne Gänsefüßchen!

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Kommentare zu “ Was Guttenberg & Shakespeare verbindet ”

  1. Feliks Dzerzhinsky am 20. Februar 2011 um 16:57 Uhr

    Sicherlich kam Shakespeare wegen seiner vielen anderweitigen Verpflichtungen nicht dazu, sich geeignete Ghostwriter auszusuchen und musste alles selbst machen. Zum Glück ist Dr. zu Guttenberg materiell wie geistig unabhängig, darum:
    Uneingeschränkte Solidarität mit Dr. zu Guttenberg!

    • Spießer Alfons am 21. Februar 2011 um 11:13 Uhr

      Erst lesen, bitte, und dann kommentieren! Shakespeare hat eben nicht alles selbst gemacht, sondern er gab nur seinen Namen her für zwei Ghostwriter.

      • René Artois am 21. Februar 2011 um 16:17 Uhr

        Das ist historisch keineswegs gesichert.

    • Spießer Alfons am 21. Februar 2011 um 17:37 Uhr

      Doch! Ich selber habe es historisch gesichert ;) , und zwar in meinem Buch “Zwei Handbreit unterm Nabel”, das ich ohne Ghostwriter verfasst habe. Hier ist die Geschichte “Mit Shakespeare in der Kneipe” nachzulesen: http://www.szene-ahrensburg.de.....neipe.html Versuche mal, meine Recherchen zu widerlegen!

  2. Daniel Daffke am 20. Februar 2011 um 17:18 Uhr

    Der Unterschied zu Dichtern, Werbern etc. ist: Die Promotionsordnung der Uni Bayreuth sieht eine ehrenwörtliche Erklärung des Doktoranden vor, dass er die Früchte seiner eigenen Arbeit vorlegt. Zu Guttenberg hat offensichtlich versucht zu betrügen – für vergleichbare Missetaten bei Diplomarbeiten wird ein Student exmatrikuliert. Zu Guttenberg hat seine persönliche Integrität aufs Spiel gesetzt – und verloren.

  3. Hupschraubär am 20. Februar 2011 um 18:50 Uhr

    Oh ja… ich habe auch bei meinem Abi beschissen … schäm … schäm! Am besten trete ich als Designer und Agenturinhaber zurück, entlasse meine Mitarbeiter und übergebe den Betrieb mit gesenktem Haupt an jemandem mit echtem und ganz ehrlichen Abi. Das ist eine tolle Lösung. Vor allem für meine Mitarbeiter, unsere Kunden und DIE OPPOSITION … äh … MITBEWERBER :-)

  4. Daniel Daffke am 20. Februar 2011 um 19:24 Uhr

    @ Hubschraubär:
    Verstehe, Sie stellen sich mit Ihrem Gutti auf eine Stufe.
    Aber es gibt einen Unterschied: Sie können die Öffentlichkeit nicht belogen haben.

    • Hupschraubär am 20. Februar 2011 um 23:14 Uhr

      Deine Argumentation zielt dann aber auf seine “Lüge” oder zumindest auf den Versuch, sich aus der ganzen Sache irgendwie raus zu reden. Da stimme ich Dir zu. DAS GEHT NATÜRLICH ALS MINISTER GAR NICHT! Besser wäre es wahrscheinlich gewesen, er hätte gesagt: “Ok, das Ding ist zusammengeflickt… wie bei vielen anderen auch… und jetzt holt mich die Vergangenheit eben ein.” Hin wie her, es könnte ihn am Ende den Job kosten. Das wäre dann wohl auch richtig. Für die Bundeswehr wäre das allerdings schmerzhaft.

      • Doc Holiday am 20. Februar 2011 um 23:42 Uhr

        Was soll das denn, “schmerzhaft für díe Bundeswehr” ? Es ist besser für alle Beteiligten, eine “wirklich” integere Person in diesen Job zu haben ?

      • Hupschraubär am 21. Februar 2011 um 22:36 Uhr

        @ Doc Holiday: …und wenn er jetzt noch seinen Dienstgrad, die Anzahl der Dienstjahre und seine ATN nennen kann, dann glaube ich ihm vielleicht sogar, dass er Ahnung hat von guten und schlechten Verteidigungsministern hat!

  5. Max Lamont am 21. Februar 2011 um 10:19 Uhr

    Herr Alfons, ich kann ihrer Argumentation folgen. Jedoch ist es nicht schwierig, Fußnoten zu erstellen und dies wäre wirklich kein Beinbruch gewesen. Mit Quellenangabe ist das Zitieren ja erwünscht und erlaubt.

    Deshalb hinkt der Vergleich mit der Werbung auch. Hier kann ich nicht eine Fußnote anbringen “gesehen im Jahrbuch Brasilien 1997″.

    • Spießer Alfons am 21. Februar 2011 um 10:33 Uhr

      Fußnoten in Anzeigen, da gebe ich Dir Recht, sind etwas heikel. Aber wenn die Agentur sich das Recht aus Brasilien kauft oder schenken lässt und winzig klein am Rande eindruckt: (c) Brasilia … dann wäre die Sache ehrlich. Aber wenn die Agentur das nicht macht, sondern das Plagiat auch noch einreicht bei Werbewettbewerben, dann ist das in meinen Augen echter Wirtschaftsbetrug. :)

      • Max Lamont am 21. Februar 2011 um 14:07 Uhr

        Wichtiger ist mir aber der Bezug auf den Artikel: Gerade bei einer wissenschaftlichen Arbeit, in der es nur darum geht, ein paar Quellen zusammenzutragen und in einen gemeinsamen Kontext zu überführen, kann man durchaus eine gewisse Eigenleistung erwarten, die lediglich darin besteht, gesammeltes Wissen mit eigenen Worten zu formulieren. Wenn es hier einen oder zwei kleine Versäumnisse gäbe, wäre es ärgerlich, in dem Ausmaß aber ist es beschämend.

  6. NilsAmm am 21. Februar 2011 um 11:33 Uhr

    Und wenn eine Agentur mit Plagiaten einen Preis(Dr.Titel) gewinnt (z.B Letzte Best 18/1) so wird von allen gefordert diesen zurück zu geben. –> http://off-the-record.de/2010/.....t-rotwein/

    Sprich, Dr.-Titel zurück geben. Und als Vorbild kann man dann auch gleich den Stuhl für einen kompetenten ehrlicheren räumen.
    Wer sich wie Guttenberg immer in die Öffentlichkeit drängt und mit Kerner nach Afghanistan fliegt muss eben auch die schlechten Seiten des “Vorbild seins” dulden…

    Übrigens: Wer auf gut 400 Seiten 1200 gekennzeichnete Zitate hat, hat wahrscheinlich eh nur “und” bzw. “andere sagen dazu” geschrieben. Viele Zeichen bleiben da ja nicht mehr übrig…und die dann mit Plagiaten zu füllen…auf Steuerkosten..

    Der Vergleich hinkt dann doch sehr, siehe auch Daniel Daffke

  7. cp-doc am 21. Februar 2011 um 11:57 Uhr

    Um in den Blog ein bisschen Bewegung zu bekommen, lehnt sich der Spießer weit raus. Betrug aus Staatsräson ist aber wohl doch ein bisschen sehr weit her geholt. In fester Überzeugung, dass dies nicht sein Ernst sein kann, hier dennoch der längst überfällige Spruch (tataaa):

    Bescheißen kann man ja, man darf sich bloß nicht erwischen lassen (tuff-taa, tuff-taa, tuff-taa)

    PS: @Spießer: der Witz ist doch nicht, dass Gutti einen Ghostwriter hatte, sondern dass der Ghostwiter abgeschrieben hat. Der Auftraggeber des Ghostwriters übernimmt die Verantwortung für das Werk, dass er nicht geschaffen hat. Das ist der Deal. Wenn das Werk von Shakespear Käse wäre, würde auch kein Hahn mehr nach ihm krähen. Das gleiche gilt für Schmidt und alle Politikerreden. Und vielleicht auch bald für Gutti.

  8. Jonas Poponas am 21. Februar 2011 um 12:10 Uhr

    Also bitte..

    Wer sich der Wissenschaft verschreibt soll selber sehen ob er glücklich wird wenn er einfach abschreibt. Der Künstler ist durchaus auch nur sich verantwortlich, da kommen Zitate wohl eher aus dem Gedanken eines nicht erreichbaren Vorbilds. Aber in einer gewissen Gesellschaftsschicht in der man solche Titel gern hat und auch mal gern behauptet man hätte berufliche Stationen in New York gehabt da muss man sich ja nicht verantwortlich fühlen. Es ist nur so, dass ein Politiker nicht nur sich selbst verantwortlich gegenüber ist.

  9. Andreas Wittke am 21. Februar 2011 um 12:49 Uhr

    Viele Künstler und Politiker und auch Schriftsteller haben Ghostwriter, aber hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Politiker “kaufen” Ihre Reden ein und vor allem verzichten die Verkäufer auf Ihre Rechte. Herr Guttenberg hat aber eine Doktorarbeit geschrieben und dort eine schriftliche Verpflichtung auf Eigenständigkeit abgegeben. Wie sollten denn akademische Titel (Doktor, Bachelor, Master, Ingenieur) vergeben werden, wenn Copy-Paste erlaubt ist. Kriegt dann jeder einen Titel, nur wenn er Geld hat sich einen Ghostwriter zu kaufen? Damit könnten wir auch gleich Uni-Titel auf Ebay verkaufen und Bildung nur noch der Oberschicht zugänglich machen. Kinder kopieren Ihre Hausaufgaben und alle schreiben ab, da es ja Ghostwriter gibt.

    Ich erwarte nicht, dass Herr Gutenberg zurücktritt, denn er macht nen guten Job, aber seinen Doktortitel darf er bei einer kopierten Arbeit nicht behalten. Inzwischen sollen laut Wikiplag 68% aller Seiten Plagiatsstellen haben. Wie sollte man das Studenten oder Schülern vermitteln?

    Grüße aus dem Norden
    Andreas

  10. René Artois am 21. Februar 2011 um 16:30 Uhr

    Die Sache ist doch ganz einfach: KaaaTee hat sich bewußt auch auf folgende Paragraphen der Bayreuther Promotionsordnung “eingelassen”:

    “§ 7
    Dissertation
    (1) Die Dissertation muss eine selbständige wissenschaftliche Leistung darstellen und zur Lösung wissenschaftlicher Fragen beitragen. Sie soll zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führen.
    […]
    (3) […] Die benutzte Literatur und sonstige Hilfsquellen sind vollständig anzugeben; wörtlich oder nahezu wörtlich dem Schrifttum entnommene Stellen sind kenntlich zu machen.

    § 8
    Antrag auf Zulassung zur Promotion
    […]
    Dem Antrag [auf Promotion] sind beizufügen:
    […]
    6. eine ehrenwörtliche Erklärung des Bewerbers darüber, dass er die Dissertation selbständig verfasst und keine anderen als die von ihm angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat; dass er die Dissertation nicht bereits einer anderen Hochschule zur Erlangung eines akademischen Grades eingereicht hat; dass er nicht bereits diese oder eine gleichartige Doktorprüfung an einer anderen Hochschule endgültig nicht bestanden hat.”

    Durch sein Verhalten hat er gegen diese Promotionsordnung verstoßen (von Urheberrechtsverletzungen mal ganz abgesehen).

    So ein Verhalten zu beschönigen oder gar durchgehen zu lassen wäre nicht nur ein Schlag ins Gesicht all jener, die ihre zwei Buchstaben und den Punkt auf redliche Weise erwordne haben, sondern fatal für den Wissenschaftsstandort Deutschland. Eine Dissertation ist schließlich kein Teilnahmezertifikat am Häkelkurs der Volkshochschule.

    Wußte Sie alle übrigens, daß es von Guttenberg im Frankenwald bis zum Nachbarstädtechen Kupferberg nur etwa 1,5 Kilometer Luftlinie sind?

  11. OlafKolbrueck am 21. Februar 2011 um 22:17 Uhr

    Lieber Spießer, ich widerspreche dir (es gibt ja auch keinen grund) selten und nicht gerne. Ich jedenfalls traue so einem Mensch nicht über den Weg, nicht als Minister und nicht als Ghost. Also empfehle ich dieses als Lektüre, weil es meine Zustimmung findet und ich kaum Worte finde, für das was gerade da in Deutschland passiert. http://www.thilo-baum.de/loung.....e-da-oben/
    Sagen wir es so, es macht mir sorgen.

    • Spießer Alfons am 21. Februar 2011 um 22:41 Uhr

      Uuups … auch Du, lieber Olaf, hast wirklich nicht die Ironie herausgelesen aus meinen Worten…? Ich wollte eigentlich sagen: Nicht nur Guttenberg hat abgeschrieben, sondern viele Leute (speziell Werber und Politiker) schmücken sich mit fremden Federn. Und ich wundere mich seit Urzeiten, warum das niemand bei dem hochgejubelten Harald Schmidt stört und auch nicht bei Leuten, die Bücher veröffentlichen, die von Ghostwritern verfasst sind. Es sollte eigentlich sarkastisch klingen, was ich geschrieben habe und keine Zustimmung sein für Plagiate, gegen die ich seit Jahrzehnten kämpfe!

      Ich habe doch gleich zu Beginn eine negative Beweisführung gebracht, indem ich die Worte meiner Gegner zitiert und diese dann im weiteren Verlauf ironisch bestätigt habe. Hätte ich oben drüber “Vorsicht, Satire!” schreiben sollen…?

      By the way: Ich glaube nicht, dass der Freiherr das ohne Schaden überlebt. Kabarettisten und Oppositionelle werden dem Hochstapler den “Dr. ade” (Achtung: Copyright by Spießer Alfons!) immer wieder vorhalten, auch wenn er irgendwann mal einen Ehrendoktor bekommen sollte…!

  12. Soziopath am 21. Februar 2011 um 23:40 Uhr

    Is ja lustig wie anhand schiefer Argumentation versucht wird den gesunden Menschenverstand zu betäuben. Der Typ lässt einen lausigen Ghostwriter seine Doktorarbeit schreiben, behauptet die Anschuldigungen wären abstrus weil er die Ausmaße seiner “eigenen” Doktorarbeit nicht kennt, und will es einfach nicht zugeben.

    Frau Käßmann is wohl momentan Benchmark was moralisches Verhalten angeht.
    Mir is es ziemlich wurscht ob er Konsequenzen aus seinem Verhalten zieht oder nicht. Aber Erfolg bemisst sich ja immer an dem was man dafür aufgegeben hat. (hab ich irgendwo mal gelesen)

  13. Hier lesen am 22. Februar 2011 um 11:24 Uhr

    Den Vergleich mit Frau Käßmann finde ich sehr gut. Diese Frau hatte den Mut zu ihrem Fehler zu stehen und auch die Intelligenz die Ausmaße dieses Fehlers vorauszusehen.
    Ein Verteidigungsminister der sich seinen Dr. Titel erschleicht, dies bestreitet und dann doch zugeben muss, ist in meinen Augen nicht mehr tragbar für unser Land.

  14. Meister inProper am 22. Februar 2011 um 13:41 Uhr

    Ich sollte Herrn Guttenberg mal waschen.
    Es ist ein Unding eine Doktorarbeit anzufertigen, die man
    nicht selbst verfasst hat. Gut. Quellen nennen, zitieren,
    aufschreiben und kenntlich machen ist ok. Im Prinzip kommt
    es so dazu, dass man so oder so die Arbeit von Anderen
    zusammenfasst, daraus einen Schluss zieht und dann eigene
    Ausfertigungen beginnt, die nochmal die andere Hälfte der
    Arbeit bilden (ca.)
    Ich habe “nur” ein Diplom und mir würden die rechts und links
    eine geben, wenn ich das abgeschrieben hätte. Und mich dann
    noch wegen Fälschung einkerkern – zumindest nach deutschem Recht.
    “Die Folgen eines Diplom-Betrugs wären in etwa Aberkennung des akademischen Grades, evtl. Verbot die Prüfungsleistung zu wiederholen und, je nach Schwere des Vergehens, eine Strafanzeige (Urheberrechtsverletzung etc.)” <<< Zitat. ;)
    Und das soll beim DR. nicht so sein? Aha.

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