Spießer Alfons: Feige Helden!
Gestern war Spießer Alfons unterwegs, hat im Dortunder U – tolle Location übrigens! – über den „Sinn und Unsinn von Werbung“ gesprochen. Und darum kommt er erst heute dazu, den Sinn und Unsinn der „Wir sind Helden“-Kampagne zu kommentieren.
Man kann zu BILD stehen, wie man will. Genauso wie zu CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Wenn Die Linke beispielsweise bei Spießer Alfons anfragen würde, ob er nicht seinen Kopf in der Werbung dieser Partei hinhalten möchte, dann würde Alfons die Anfrage unbeantwortet in den Papierkorb werfen und nicht – berauscht von der eigenen Wichtigkeit – in seinem persönlichen Blog darüber berichten, was er von der Partei der Linken hält.
BILD bzw. die Werbeagentur Jung v. Matt hat bei der Gesangsgruppe „Wir sind Helden“ angefragt, ob diese als Protagonisten in der BILD-Werbung auftreten würden. Dafür hätte BILD im Namen jedes Prominenten 10.000 Euro gespendet an einen von diesem zu bestimmenden guten Zweck. Ergäbe bei vier „Helden“ = 40.000 Euro für einen guten Zweck.
Die „Helden“ hätten das Angebot kommentarlos ablehnen können. Aber wie man hört, brauchten die „Helden“ gerade PR für ihr neues Album. Also haben sie eine Kampagne im Internet losgetreten, wohl wissend, dass sie damit ihre Fans erreichen werden. Und das ist auch vortrefflich gelungen.
Spießer Alfons meint: Wenn die „Helden“ wirklich Helden wären, dann hätten sie eine Zusage gegeben und wären in der BILD-Kampagne aufgetreten. Hier hätten sie ihre Kritik gegen BILD ablassen können. Und die 40.000 Euro hätten denen geholfen, die dringend Geld benötigen.
Das, was die „Helden“ dagegen getan haben, ist in den Augen des Spießers nackte Feigheit. Oder Hinterlist, was noch schlimmer ist. Hoffentlich ist das Quartett nun wenigstens so heldenhaft mutig, aus eigener Tasche 40.000 Euro für einen guten Zweck zu spenden!
Twittern












So ein Quark. Man muß nicht über das verlogene, angeblich “ironische” Stöckchen springen, das Diekmann einem hinhält. Das Signal ist doch “Wir kriegen sie alle” und das ist einfach fatal. Man sollte sich mit BILD einfach gar nicht einlassen, weder im Ernst noch gebrochen oder satirisch, wenn man sich das nur irgendwie leisten kann.
Richtig, “Oma Schmitz”, wir machen das so, dass wir uns auch mit unseren politischen Gegnern nicht mehr einlassen. Weder im Ernst noch gebrochen (*kotz*) oder satirisch.
PS: Entschuldige, dass ich meinen Namen nicht nenne, aber ich habe einfach Schiss, morgen in der “Bild” zu stehen!
Tja Opa, “morgen in der BILD” zu stehen soll sich keiner wünschen. Dein Mißverständnis ist, dass man sich mit BILD in eine politische (?) Auseinandersetzung einlassen könnte, ohne Schaden zu erleiden, weil man schlauer sei als die. Das kannst Du ja mal versuchen. Eher macht Mario Barth gute Witze.
BILD setzt die Agenda, BILD bestimmt den Ton, BILD erkärt sich am Ende öffentlich zum Sieger und selbst wenn BILD vorderhand mal den Kürzeren zieht, steht sie wieder mal vorne in der Zitatenliste der anderen Medien. Das einzig beruhigend ist die verläßlch sinkende Auflage. Noch zehn Jahre, dann hat sich das erledigt.
Irrtum, meine Liebe! Du musst Print & BILD.de addieren! Außerdem: Es ist nicht die Höhe der verkauften Exemplare, sondern die Zahl der Leser, die dahinter steckt.
Was den Helden in den letzten Tagen im Internet gelungen ist (ein beeindruckender viraler Hype), halte ich persönlich nicht für eine geplante Kampagne, die dem neuen Album Aufmerksamkeit verschaffen sollte.
Grundsätzlich ist es zunächst einmal unmöglich, die Viralität eines PR- oder Werbebeitrags vorweg zu planen. Auch wenn einem selbsternannte SEO-Social-Media-Götter etwas anderes erzählen! Man muß schon Glück haben, daß so etwas passiert.
Und daß die Helden ihre Antwort an JvM auf ihrem Blog veröffentlicht haben, spricht auch noch nicht für kritikwürdige Aufmerksamkeitsprostitution. Ich muß hier einschieben, daß ich die Musik der Helden eigentlich nicht mag, aber den bislang recht authentischen Stil der Band-Mitglieder im Umgang mit den Medien durchaus schätze. Insofern passt die öffentliche Antwort auch zum Duktus der Helden – kein Blatt vor den Mund nehmen.
Und dann das Argument “sie hätten ja 40 TEUR für einen guten Zweck lockergemacht durch die Teilnahme!”…
Sorry, aber das ist ein genauso kleines Feigenblatt wie das von Günter Jauch, als er vor Jahren im Namen von Krombacher zum Saufen für den Regenwald aufforderte!
Was die Helden aus welchem Anlaß auch immer Spenden und ob sie das überhaupt öffentlich kundtun wollen, ist alleine deren Sache. Manchmal ist die gute Tat im Stillen die bessere.
Insgesamt fand ich die Helden-Antwort eine angemessene öffentliche Verlautbarung deren Kritik an der durchaus kritikwürdigen BILD-Zeitung. Und den Hype danach… das passiert halt manchmal im Internet, wenn ein Blumenkübel umfällt.
Schwamm drüber!
P.S.: Bei Jung von Matt haben mit Sicherheit die Sektkorken geknallt! Alle beteiligten Parteien haben enorme Aufmerksamkeit bekommen. Alle sind happy und moralisch stehen danach immer noch alle in der gleichen Ecke wie vorher.
Ich bin ja von jeher der Ansicht, dass es im deutschen Blätterwald keine Publikation gibt, die intellektuell mehr von seinen Lesern abverlangt als eben die BILD. Manche spielen Sudoku, andere lesen BILD. Wieder andere sind keiner dieser Herausforderungen gewachsen.
Die Helden der Bild bzw des Axel-Springer Verlags können ja auch so 40.000 Euro spenden. Dafür brauchen sie doch wirklich keine Prominenten.
Zuerst dachte ich, die Zeile „…glaube, es hackt.” ist das Einzige, das aus der Helden Feder kam. Alles andere haben sie schreiben lassen. Wer weiß, vielleicht haben sie dieses Statement, das – so sehe ich es – in ähnlicher Polemik geschrieben ist, als stünde es in dem Käsblatt, das sie anprangern, ja doch selbst verfaßt.
Da Moral und Reklame auf verscheidenen Ufern wohnen, dürfte bei allem Wellenschlag, den der ganze Zirkus im Netz verursacht hat, allen genüge getan.
Der Band, die Aufmerksamkeit hat wie vermutlich lange nicht mehr.
Vielleicht hilft es, dadurch ein paar Scheiben mehr zu verkaufen.
Die Blöd, über die man nun ´mal spricht. Vermutlich auch mehr, als hätten die selbsternannten Helden bei der Kasper-Kampagne mitgemacht.
Und daß positiv über Blöd berichtet wird, glaubt sie nicht ´mal selbst. Also prallt Kritik an ihr ab. Weder werden neue Leserschichten dazukommen, noch werden die, die sie lesen, intensiver über das Blatt nachdenken.
Bleibt alles beim Alten.
JvM dürfte – da Social Media nicht zu ihren Stärken gehört – das Ganze nicht geplant haben. Ansonsten wäre es ein Coup.
Allerdings läßt sich ein solches Flügelschlagen und Gegacker auch nicht planen. Bestenfalls kann man drauf hoffen, daß es funktioniert.
Es hätte auch alles im Nebel verwabern können und außer 438 “Gefällt mir” auf der Helden-FB-Seite wäre nichts geblieben.
Somit dürften alle Seiten zufrieden sein, die Helden sind bei ihrer Fangemeinde nöch größere geworden. Konnten vielleicht eine Stange PR zusätzlich für sich verbuchen.
Blöd war in aller Munde. Wie auch immer. Der Name war präsent. Gebührenfrei.
Und JvM kann sich auf die Schulter klopfen. Denn wenn sie ganz fest dran glauben – und das tun sie sicher – war das Ganze vorhergesehen und beabsichtigt…
Wenn es tatsächlich so wäre, dass die Aktion für BILD einzahlt, dann zahlt auch die Guttenberg-Kampagne für den Verteidiungsminister ein.
Die Röte des Erstaunens würde weder beim Ersten noch beim Zweiten meine Wangen überfluten…
Hat sie ja auch – kurzfristig – in den Umfragen.
@Frank Ja, aber der Zahltag ist immer am Ende!
Ich dachte, das Thema “Spenden und Bild” hätten wir längst durch, siehe Franz Josef … Da kommt doch nichts. Außerdem: BILD lässt so viel Dampf ab, da kann man ruhig mal dagegen anstinken. What the heck ?
“Wenn die „Helden“ wirklich Helden wären, dann hätten sie eine Zusage gegeben und wären in der BILD-Kampagne aufgetreten. Hier hätten sie ihre Kritik gegen BILD ablassen können. Und die 40.000 Euro hätten denen geholfen, die dringend Geld benötigen.”
Lieber Spießer: Ich glaube, es hackt.
Hast du den Brief von “Wir sind Helden” eigentlich mal gelesen?
Dein Beitrag ist einfach nur sa-gen-haft dämlich.
Kriegst du eigentlich noch eine Rente vom Springer-Verlag?
Gelesen habe ich Deine E-Mail-Adresse: Sa-gen-haft aufschlussreich.
@Stauner: full ack
@Spießer: du hast es echt nicht gelesen, oder?
Die Helden haben Haltung gezeigt. Respekt. Dafür werden Sie jetzt dumm von der Seite angefeindet. Bezeichnend. Ihre öffentliche Reaktion? Eine kampagne. Ihre Ablehnung? Feige.
Mann Spießer. Du veröffentlichst hier ständig antworten auf Emails an Dich. Und hast du dich nicht schon immer zurecht darüber aufgeregt, wenn menschen mit der keule “wohltätigkeit” zum handeln, also kaufen gedrängt werden soll (vgl. Dieser mobiltarif mit 1ct /minute spende).
Lies den text noch mal.
Unsachlich, kindisch und wahrhaftig dämlich!
@Stauner: Daumen hoch!
Ich habe mir mal die Texte von “Wir sind Helden” angeschaut. Und ich frage mich: Wieso hat Jung v. Matt gerade diese Leute angesprochen? Was die von sich geben, das ist Lyrik, die gedankenschwer sein soll, in Wahrheit aber weniger Substanz enthält als ein mittelmäßiger Kommentar von Franz-Joseph W.
Ich hatte mich sowieso zuletzt gefragt, welche Blogs ich mal aus meiner Blogroll rauswerfe. Danke für das Erleichtern
Und tschüss!
Heißt das denn nun “es hackt” oder heißt es “es hakt”
Mir ist das noch nicht klar, phonetisch hätte ich es immer als “es hakt” gedeutet.
Was hier dieser Musikkapelle unterstellt wird, entspringt entweder Bosheit oder Dummheit. Oder “Spießer Alfons” wollte einfach nur auffallen? Zeilen füllen?
Gemerkt? = Das, was “Spießer Alfons” der Kapelle unterstellt, kann man mit gleicher Argumentation auch dem “Spießer Anton” hier unterstellen, denn auch er reagiert auf etwas, und auch negativ.
Nur, hier beim “Spießer” bemerkt man die Bosheit oder Dummheit – bei dem Brief der Kapelle dagegen merkt man: er entspringt heiligem Zorn. Und das ist gut so. Und sehr notwendig. Denn die Blödzweitung und jede Reklameagentur sind von Übel.
100% Zustimmung! Wer die “Kapelle im Dorf” lassen sollte, ist der selbstgerechte Herr Spießer.
Ich habe bis gestern Abend noch nie vom Spießer und würde ich jemand brauchen, der mir was über Werbung sagt, ich wüßte wessen Meinung nicht zählt.
Ansonsten: Das ‘geniale’ an der Kampagne ist ja, das, wer da nicht für Bild wirbt, gleich des Egoismus und der Feigheit überführt werden kann – weil er die Möglichkeit, für einen so genannten guten Zweck zu spenden, nicht nutzt. Man muß sich dabei klar machen, daß die Zielgruppe dieser Kampagnen der Spießer ist, Der Neue Spießer. D.h. die Multiplikatoren, Filmschauspieler, Politiker, Leute die sich für Meinungsmacher halten, alle diejenigen, die es sich nicht leisten können, politisch nicht korrekt zu sein, also nicht zu spenden. Es geht nicht um den Mann von der Strasse, sondern um die, die sich für wichtig halten. Die angeln sich JvM und Bild, indem sie sie an ihrem Narzissmus zu fassen kriegen. (Das gute dabei ist, daß man sieht, wer alles tatsächlich nicht viel mehr ist als ein kleiner spießiger Narziss, der jede Möglichkeit nutzt, sein Bild irgendwo in die Öffentlichkeit zu drücken – und sei es bei Bild.)
Was letztlich aber dabei passiert ist, daß von Bild immer weiter und immer mehr eine verlogene Doppelmoral für mehr Leistung, mehr Effizienz, mehr Anpassung fördert . Die verlogene Doppelmoral des Spießers. Ob ich lüge oder nicht das ist scheißegal, es geht nur um den Schein, d.h. um den Erfolg. Es reicht ‘schön’ auszusehen. Das sieht man doch wunderbar an Guttenberg: Seit Barschel hat wohl kaum einer so dreist in die Kameras gelogen. Aber für Bild passt es ins Bild. Die neue Herrlichkeit. Mehr braucht ‘s nicht. Und für den Spießer ist es gut so.
Gibt man hier in der Suchfunktion “Bild-Zeitung” und “Spießer Alfons” ein, so wird erkennbar: Ich habe die Zeitung häufiger aufgespießt als alles andere. Was ich in meinem Kommentar sagen will:
Wenn ich prominent wäre, die BILD-Zeitung käme und wollte mich zu einem öffentlichen Statement über sie bewegen, dann würde ich ein solches abgeben, so, wie ich immer meine Statements über BILD abgegeben habe. Und BILD muss es dann selber verbreiten. Das wäre in meinen Augen die Höchststrafe. Allein in diesem Blog über eine diesbezügliche Anfrage zu berichten und über das Blatt herzuziehen, um mich selber zu profilieren, wäre mir zu dürftig. Und mit diebischer Freude würde ich die 10.000 Euro für arme Babys in Afrika spenden, wozu Franz-Josef Wagner trotz öffentlicher Ankündigung und meiner mehrfachen Aufforderung nicht bereit ist.
Und Du, Jeeves, solltest die Kapelle im Dorf lasssen.
Das schöne an deiner Bemerkung über “die 10.000 Euro für arme Babys in Afrika” ist, daß es nochmals illustriert, was ich gerade geschrieben habe. Bei der Bild-Kampagne geht es darum, die abzufischen, die glauben, ohne jegliche Eigeninitiative, ohne jegliches Nachdenken, etwas verändern zu können. Die “arme Babys in Afrika” sind dabei nur austauschbares Versatzstück. Die armen Babys in Afrika gibt es garnicht. Außer für die, die sie sich täglich in den Nachrichten ansehen, wenn es die armen Babys mal wieder schaffen von Bild nach oben gespült zu werden. Die armen Babys über die du hier sprichst, sind genauso das Produkt einer Kampagne, wie Althaus, Guttenberg, Barschel. Du sitzt diesem zynischen Schmarn genauso auf wie Schwarzer etc.
Den Menschen die hungern und denen es richtig Scheiße geht, hilft man nicht indem man eine Louis-Vitton-Tasche kauft, wie das z.B. Bono und Kollegen suggerieren. Diese Kampagne funktioniert ja genauso….
Mensch Spießer, mit wem red’ ich hier? Mit einem der ‘ne fette Bratwurst kaut, während er wohlfeil über “arme Babys in Afrika” sinniert. Genug davon.
Guck mal: DER SPIEGEL lügt genauso wie BILD und spült die armen Babys in Afrika nach oben: http://www.spiegel.de/panorama.....80,00.html
Bisschen viel Meinung und jirgends ein Argument, lieber Spießer Alfons. Der Nachweis der “Feigheit” ist jedenfalls an den Haaren herbeigezogen und dann noch übers Knie gebrochen.
Was bemerkenswert an der durchaus mutigen Entscheidung der Helden ist, der Werbeaktion nicht nur dankend abzusagen, sondern sie auch frontal anzugreifen, ist eben die Begründung. Da werden der Kampagnenmeachanismus und die die Kampagneziele jedenfalls mit mehr Verstand auseinander genommen als von Ihnen.
Die Bild würde ja nicht werben, wenn sie nicht ein massives Problem hätte. Und außer der kontinuierlich sinkenden Auflage ist es eben das chronische Akzeptanzproblem bei den “Eliten” und Multiplikatoren aller Art. Wchtigster Vorbehalt: Bild ist reaktionär, manipulativ und macht Menschen nach Gutdünken fertig oder zu “super-beliebten” Promis.
Also hat JvM eine ziemlich hinterlistige Kampagne gefunden, die auf das brach liegende Potenzial jenseits der klassichen Unterschicht-Zielgruppen zielt und wo sich “Bild” mit Kritik an “Bild” schmückt, um den Anschein zu wecken, die Redaktion wäre doch eher neutral und überhaupt nicht manipulativ. In diese Richtung ist ja auch seit Jahren Diekmann unterwegs – siehe seine Scharmützel mit der TAZ, die ja auch der gleichen strategischen Linie liegen. Genau das haben die “Helden” erstaunlich klar durchschaut.
Und die bsage öffentlich zu machen, ist ziemlich mutig, denn im größten deutschen Zeitungskonzern stehen die “Helden” jetzt wo? Auf der Abschussliste. Negativ-Berichterstattung, wenn überhaupt.
Dass diese Geschichte gerade jetzt massiv weiterverlinkt und hochgespült wird, ist natürlich – wissen Sie ja selbst – nur dem Umstand zu verdanken, dass der Fall BILD/Guttenberg gerade so virulent ist. “Spiegel” springt da gerade auch noch drauf …
Wie auch immer, Alfons, warum nur äußern Sie eine Meinung, die Sie schön finden, wenn Sie so gar kein belastbares Argument haben?
Mich würde mal interessieren, wer eigentlich die richtige Meinung vertritt: Frau Holofernes oder Herr Dieckmann. Wo kann man sich objektiv darüber informieren?
Am besten BILD lesen und BILDblog und dann auf das eigene Urteilsvermögen vertrauen!
Ein Kommentar, der so beginnt:
“Man kann zu BILD stehen, wie man will.”
kann wohl nur zu dem Quatsch führen, der im weiteren ausgeführt wird. Besonders lustig ist das Argument, die Helden müssten jetzt 40.000 Euro aus eigener Tasche zahlen.
Alfons, ein Vorschlag: Ich ficke Sie in den Arsch und spende dafür 10.000 Euro für einen guten Zweck. Was? Sie wollen nicht von mir in den Arsch gefickt werden? Dann müssen SIE zahlen! Ansonsten ist das nackte Feigheit. Oder Hinterlist.
Sorry, aber mit Ihrer Argumentation kann ich nicht warm werden. Sie sehen wirklich keinen Unterschied zwischen “geschlechtlicher Perversität” und “BILD-Lesern mal die Meinung sagen in einer Anzeige von BILD”…?
Nutznießer der internetten Kampagne sind die “Helden”, die auf sich und ihre Tonträger aufmerksam machen. Damit werden sie bestimmt so viele CDs und Downloads mehr verkaufen, dass so eine kleine Spende doch “drin” sein muss. Quasi als sichtbares Dankeschön für uns alle, oder? Ich habe das nur als “Hoffnung” gebracht. Genauso, wie ich immer noch hoffe, dass BILD-Kolumnist Wagner endlich zahlt.
Es heisst ja “Bild dir eine Meinung”. Es geht nicht um Argumente. Die Meinung reicht. So argumentiert auch der Spießer – mit Meinung, ohne Argument: Die Behauptung (Meinung) ist, die Absage der “Helden” an Bild sei eine Werbekampagne; eine Begründung (Argument) wird nicht gegeben. Es reicht die Meinung. Ob die richtig oder falsch ist, ist scheißegal.
Das ist genau die Taktik von Bild. “Bild dir eine Meinung” heisst, Hauptsache Meinung! Wahr oder falsch ist egal! Deshalb auch Guttenberg: Guttenberg ist gut. Das ist die Meinung. Ob er lügt und betrügt ist egal. Bild findet ihn (mit Gründen, die aber – natürlich! – im Hintergrund bleiben) wichtig und protegiert ihn. Das Argument der Bild wird nicht gedruckt. Das gehört nicht in die Nachrichten. Die Absicht von Bild… ja darüber zu sprechen wäre angebracht. Aber bitte nicht hier. Hier ist der Spießer so weit dressiert, daß er denjenigen, die sich der perfiden Taktik von Bild nicht anpassen, genau das unterstellt, was Bild – tatsächlich! – tut: Lügen, intrigieren, manipulieren.
Alfons, schlaf weiter.
P.S. Zu deiner Meldung von 12:16 Uhr. Du bist anscheinend ziemlich neu im Internet. Ein x-beliebiger Link ist auch nicht so ohne weiteres ein Argument.
Ich gebe Dir einen persönlichen Link, da Du anscheinend neu bist hier in Deutschland:
http://www.artikel5.de/
Das bedeutet: Es ist erlaubt, eine eigene Meinung zu haben und sie zu verbreiten. Ob diese Meinung richtig oder falsch ist, entscheidet nicht Hans-Peter Otto, für den “Meinungsaustausch” bedeutet: Der Spießer kommt mit seiner Meinung und geht mit der Meinung von Herrn Otto, weil dieser der Meinung ist, ein besseres Argument für seine Meinung zu haben.
Man spricht in Deutschland übrigens von “meinungsbildenden Tageszeitungen” wie Süddeutsche, FAZ und Die Zeit. BILD gehört meiner unmaßgeblichen Meinung nach nicht dazu. Nach Deinem Kommentar komme ich zur Meinung: Du liest BILD nicht, weißt aber genau, was drin steht. Und der Spießer ist so von BILD “dressiert”, dass er zu den eifrigsten Kritikern des Blattes gehört. Aber ich kritisiere nicht pauschal mit Argumenten des Nicht-Lesern, sondern Inhalte, nachdem ich sie gelesen habe.
Im übrigen: Kein Blatt in Deutschland wird von mehr Akademikern gelesen als BILD. Alles dressierte Spießer…?
Schade, so zerfleddert eine eigentlich sinnvolle Diskussion über die Grenzen zwischen Werbung und Realität. Augmented, sozusagen.
Alfons hat Recht: Wenn die Band sich öffentlich wehrt,auch nur im eigenen Blog, tut sie das nicht ohne Grund. Sie stellt sich heldenhaft gegen den Dämon Bild, und stellt sich damit bewusst als Helden dar. Die Band nutzt die Aufmerksamkeit des großen Feindes.
Eines will ich aber doch wissen: Was, lieber Alfons, ist an Arschficken “geschlechtliche Perversität”?
Es hat durchaus etwas humoreskes an sich, wenn der Spiesser zunächst süffisant einleitet, er hätte ja Anfragen nicht genehmer Institutionen unbeantwortet in den Papierkorb geworfen. Jedoch offensichtlich berauscht (von der eigenen vermeintlichen Wichtigkeit oder doch nur Sonntägliche Langeweile?) liess der Spiesser es sich nicht nehmen, auch noch etwas Senf zu dem Thema herauszupressen, von wegen die brauchen ja PR etc. blabla. Dann noch der Hinweis, man habe ja schon viel öfter als andere an der BILD herumgemäkelt. Hört Hört! Die verblassende Kirsche auf der ranzigen Sahne ist jedoch die Ansage “Allein in diesem Blog über eine diesbezügliche Anfrage zu berichten und über das Blatt herzuziehen, um mich selber zu profilieren, wäre mir zu dürftig.” Bei allem Respekt, ich sehe in dem Artikel nicht mehr als das. Eher noch weniger.
Aber soviel “humoreskes” solltest Du trotzdem groß schreiben.
Er kennt den Artikle 5 und kann auch schön rechtschreiben. Das war ‘s dann auch
Meine Meinung aus Stuttgart: Wir Schwaben sagen “das” Artikle und nicht “den” Artikle.
heißt es nicht “Bild – dir DEINE Meinung”
eine – deine … da gibt’s n unterschied… und IHRE meinung hätten die helden auch in der kampagne FÜR Bild kundtun können.
ich seh’s so wie der spießer, ihr seid alle borniert^
Ich will mal einen indirekten Vergleich anbieten: Herr Ahmadinedschad aus dem Iran lässt bei Herrn Westerwelle anfragen, ob dieser im Iranischen Fernsehen zum Volk sprechen und seine Meinung über den Staat und dessen Atomprogramm äußern wolle. Bei Zusage würden auch zwei politische Gefangene auf freien Fuß gesetzt. Westerwelle will nicht und schreibt in seinem Blog: “Ich glaube, es hackt…” etc. pp.
Frage: In welchem der beiden Möglichkeiten hätte Herr Westerwelle mehr in der Sache bewirkt?
Sehr schönes Gleichnis. Bin auf Antworten gespannt!
Das als “sehr schönes Gleichnis” zu bezeichnen, zeigt, dass der Spießer es einfach nicht versteht…
So ein Unfug den Helden jetzt vorzuwerfen, dass sie die Möglichkeit Geld zu spenden hätten nutzen müssen…
Nachdem der Sonntag hier zu Ende geht, geht’s am Montag weiter im SPIEGEL. Dort dreht es sich um Brandstiftung.
Nachtrag 1: Guckst Du hier: http://www.turi2.de/2011/02/28.....-10715000/
Nachtrag 2: Und hier ist die BILD-Anzeige: http://blogs.taz.de/hausblog/2.....es-absage/
Ja, ja der Spießer … – weiß alles (besser) und ist unfähig, auch mal was zuzugeben. Erinnert mich irgendwie an einen anderen selbsternannten Doyen seines Fachs, den alternden Wolfram Siebeck. Na ja, wie sagte Hegel einmal: “Eigensinn ist die Parodie des Charakters” … – moin, moin allerseits.
Wunderbar, ich schätze Wolfram Siebeck, den Sie ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit madig machen. Aber: Zu welchem Thema soll Ihr Kommentar etwas Sachdienliches aussagen…?
Chapeau, lieber Spießer
Es gibt wenigstens noch einen, der nicht in die kollektiven Lobpreisungen, was das für eine tolle Aktion der “Helden” war, mit einstimmt…
Letztendlich sind die “Helden” jetzt genau dort, wo sie ja angeblich nicht hin wollten… die dümmste Zeitung der Welt freut sich und bei JvM kommt sicher nach der 5 Pulle Puffbrause die Erkenntnis, dass sie das ja so geplant haben
Alles klar, “Peter” aka “Spießer”. Hatte mich schon gewundert, dass es so lange dauert, bis du dir unter deinem Pseudonym begeistert selbst zustimmst …
Bullshit. Außerdem: Im Blog gibt es ein halbes Dutzend “Peter”. Und der besagte gibt seine E-Mail-Adresse ehrlich an und kommt nicht wie “stauner@springer.com”, die feige Socke.
Und um es klarzustellen: Für mich ist BILD keineswegs “die dümmste Zeitung der Welt”. Und bei JvM trinkt man bestimmt keine “Puffbrause”.
Auch der gute Zweck heiligt nicht die Mittel, Spießer.
genau so ist es!
Woher weißt Du so genau, dass es genau so ist? Weil es ein B aus H an der E geschrieben hat? Ich kann Dir das Gegenteil schreiben.
Aber mal im Ernst: Es gibt drei Lager. Im einen Lager wird BILD vorbehaltlos gelesen. Im anderen wird BILD gehasst. Und im dritten Lager wird BILD kritisch gelesen. Ich gehöre selber zum dritten Lager und habe eine Hassliebe zu dem Blatt, für das ich selber gearbeitet habe. Aber deshalb halte ich die Menschen in den anderen beiden Lagern nicht für bekloppt. Und meine eigene Meinung will ich niemandem aufzwingen. Aber meine Meinung äußern, das möchte ich schon.
Schade, so zerfleddert eine eigentlich sinnvolle Diskussion über die Grenzen zwischen Werbung und Realität. Augmented, sozusagen.
Alfons hat Recht: Wenn die Band sich öffentlich wehrt,auch nur im eigenen Blog, tut sie das nicht ohne Grund. Sie stellt sich heldenhaft gegen den Dämon Bild, und stellt sich damit bewusst als Helden dar. Die Band nutzt die Aufmerksamkeit des großen Feindes.
Zum Kommentar von gestern: Eines will ich aber doch wissen: Was, lieber Alfons, ist an Arschficken “geschlechtliche Perversität”?
Bei Wikipedia steht: “Perversion, (lat. perversio „Verdrehung“, „Umkehrung“) bezeichnet eine den vorherrschenden Moralvorstellungen, häufig im Bereich des Trieb- und Sexualverhaltens, entgegenwirkende Eigenschaft.”
ach so
Eigentlich wollte ich gar nichts sagen.. aber da mein Ego einfach ein bisschen Publicity braucht, sag ich mal:
Was fürn doofer Blogartikel.
Ich weiss, ist feige.
Mutiger wär: Mit Spießer Alfons ne Affäre anfangen und ihm dann sagen, wie schlecht er das macht. Glaub ich. Und dann Bilder von seine Stinkesocken veröffentlichen. Ach Mensch. Ich war schon immer so so so..klein.
Darum heißt es ja auch: Nichts reimt sich auf Uschi. Und wenn Alfons eine Affäre anfangen sollte, dann bestimmt nicht mit so einer Uschi, die solche Stinkeworte schreibt. Dann schon lieber mit Regina …
Voll lustig.
Find’ ich auch.
@Justus B., möchte dir anbieten, Achmadinedings vs. den Spaßguido mit Erpressung zu vergleichnissen, während hier im Falle BLÖD vs. XYZ “nur” über eine Art versuchter moralischer Nötigung verhandelt wird.
Der Unterschied ist: aus Letzterer kommst du mit Mut, Geschick und ein wenig Glück unbeschadet wieder raus, wie im grandiosen Falle der Judith Halloffames