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Wikipedia: hilfreich, aber auch gefährlich

29. März 2011
von

Die aufschlussreichsten Erkenntnisse über eine Sache erwirbt man immer dann, wenn man eigene Erfahrungen zugrunde legen kann. Zum Beispiel mit Wikipedia. Dieses Online-Lexikon ist eine tolle Sache. Weil es nicht nur umfangreich ist, sondern auch aktueller als jedes gedruckte Lexikon sein kann. Spießer Alfons, der früher ein Fan von Brockhaus gewesen ist, hat in diese 24bändige Enzyklopädie bestimmt seit einem Jahr nicht mehr geblättert, während er die Bände früher fast täglich zur Hand genommen hat.

Stattdessen ist Wikipedia zu Alfonsens ständiger Auskunftei geworden. Obwohl – so wird allgemein erzählt – man vorsichtig sein sollte, weil nicht alles korrekt ist, was in Wikipedia zu lesen ist. Denn: Jeder kann dort reinschreiben, korrigieren und – leider auch manipulieren.

Den Fall, den der Spießer persönlich erlebt hat, schildert er Euch in geraffter Form: Im Rahmen eines Prozesses, den er zur Zeit vor dem OLG Hamburg führt, hat Alfons einen Verlag verklagt. Dieser Verlag hat mit Hilfe eines Autors reihenweise falsche Tatsachen behauptet und vor Gericht als “Beweise” vorgelegt. Zum Glück konnte Spießer Alfons diese Behauptungen anhand von echten Beweisen richtigstellen. So weit, so gut.

Jetzt findet Alfons bei einem Eintrag in Wikipedia eine Reihe dieser falschen Tatsachen wieder, die dort „über Nacht“ reinredigiert worden sind und den Eintrag völlig verfälscht haben, um die betreffende Person im unrechten Licht erscheinen zu lassen, wie man das schon vor Gericht versucht hat. Warum? Vielleicht, um den geänderten Beitrag als neuen „Beweis“ für die Richtigkeit des Unrichtigen vorzulegen…?

Weil nun aber jeder in Wikipedia richtigstellen darf, hat Alfons das getan. Doch oh Wunder: Kurz danach war wieder die alte Version online, die Korrekturen verschwunden! Ohne Diskussionsbeitrag, ohne Kommentar.

Frage an jemand, der sich bei Wikipedia auskennt: Wie kann man verhindern, dass Einträge dort von unbekannter Hand manipuliert werden und erreichen, dass Berichtigungen auch erscheinen, wenn man dafür die Quellen nennt? Vielleicht Jimmy Wales anrufen…?

 

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Kommentare zu “ Wikipedia: hilfreich, aber auch gefährlich ”

  1. Lindworm am 29. März 2011 um 13:54 Uhr

    Wende dich an einen Admin, erklär dein Problem. Ein Admin kann den Artikel oder Artikelteile gegen veränderung schützen.

  2. Juergen am 29. März 2011 um 15:22 Uhr

    Die Titanic zum Verhältnis zwischen Wikipedia und klassischen Printmedien.
    http://www.bombenkoffer.de/die.....issen-die/

  3. Sean Kollak am 29. März 2011 um 16:37 Uhr

    Es gibt einen langen und einen schnellen Weg.
    Wenn du ernsthaft Wikipedia editieren willst, musst du dir eine Reputation aufbauen und die Relevanzkriterien auswendig lernen. Das ist langwierig.

    Oder geh zu einer Enzyklopädie wie Twick.it, bei der niemand deine Einträge editieren darf: http://twick.it/blog/de/konzept/

    • Spießer Alfons am 29. März 2011 um 16:48 Uhr

      Ich will kein Wikipedia-Autor werden. Ich möchte nur, dass in einem bestimmten Beitrag alles wieder raus kommt, was falsch ist und von unbekannter Hand dort reingeschrieben wurde.

      • Peter am 30. März 2011 um 10:53 Uhr

        willkommen in der Hölle :-)

      • Juergen am 31. März 2011 um 08:33 Uhr

        Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.
        Peter hat recht.

  4. Art Ur am 31. März 2011 um 21:48 Uhr

    Wahrscheinlich glaubst du noch, dass Wikipedia ein demokratisches Projekt ist, dass allein der Wahrheit verpflichtet ist. Nun ja. Tatsächlich ist die Wikipedia fest in der Hand von sogenannten Administratoren, einer Gruppe von Sonderlingen, Nerds und Überzeugungstätern, die ihre eigene Agende verfolgen. Ja, jeder darf Mitschreiben, aber die Administratoren bestimmen, was stehen bleibt.

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