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Hamburger Abendblatt: ein “Dankeschön zu fantastischen Konditionen”

10. Mai 2011
von

Spießer Alfons hat einen Brief bekommen, und zwar von Marek Pergande, dem Vertriebsleiter vom Hamburger Abendblatt. Bei dieser Zeitung ist Spießer Alfons schon länger Abonnent als Marek Pergande überhaupt zurückdenken kann. Und der Vertriebsleiter schreibt unter der Überschrift „Unser Dankeschön für Ihre Treue: 7 Übernachtungen in Ihrem Wunschhotel auf Rügen“ die Mitteilung, dass der langjährige Abonnent sieben Tage lang gratis auf der Insel übernachten darf, was für insgesamt vier Personen gilt – „und das zu fantastischen Konditionen“.

Der spießige Abonnent stutzte: Wieso „Konditionen“…? Und er las weiter: “Sie übernehmen lediglich die An- und Abreise sowie die Verpflegung/Halbpension. Wir schenken Ihnen volle 7 Übernachtungen.“ Und weiter heißt es im Text: „Mit diesem persönlichen Vorteilspreis sparen Sie je nach Saison ab € 120,– pro Reisenden pro Woche gegenüber einer Direktbuchung im Hotel.“

Im letzten Absatz des Schreibens heißt es dann: „Klingt gut? Dann reservieren Sie gleich Ihren Wunschreisetermin mit einer Anzahlung von € 50,– bis zum 29. 06. 2011 und sichern Sie sich Ihren Traumurlaub auf  Rügen. Erfahrungsgemäß sind diese speziellen Kontingente sehr schnell ausgebucht. Das Vorteilsangebot ist auch auf Freunde und Familie übertragbar.“

Ein Dankeschön mit Anzahlung…? Und der Reisende muss nicht mal selber Abonnent sein, sondern kann das Angebot auch an Freunde weitergeben…?

Herr Pergande, das macht den Spießer nachdenklich. Zu Ihrer Information: Im selben Jahr, als Ihre Eltern sich entschlossen hatten, Sie in die Welt zu setzen, da hat  Spießer Alfons sich dazu entschlossen, das Hamburger Abendblatt zu abonnieren. Und wenn er über die Jahrzehnte mitverfolgt hat, was Ihr Verlag für die Werbung neuer Leser an Prämien ausgegeben hat und welche Vorteile neue Leser gegenüber den alten haben, dann verzichtet der langjährige Abonnent auf ein Dankeschön mit Zuzahlung und Reisekosten aus eigener Tasche. Es wäre sinnvoller, Sie würden dem Spießer für vier Personen je 120 €, die er bei der Übernachtung sparen würde, überweisen und dazu auf einer Geschenkkarte vermerken: „Wir bedanken uns für Ihre langjährige Treue zum Hamburger Abendblatt mit einem Abendessen in einem Restaurant Ihrer Wahl.“ Und wenn der Spießer dann in Hamburg, auf Rügen  oder Bali essen möchte, so ist ihm klar, dass er die Anreise selber bezahlen muss.

Frage am Ausgang der Betrachtung: Wenn der spießige Abonnent nicht auf eigene Kosten nach Rügen reisen und dort essen will, dann geht er als treuer Abonnent total leer aus…?

 

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Kommentare zu “ Hamburger Abendblatt: ein “Dankeschön zu fantastischen Konditionen” ”

  1. Ralf Freywald am 10. Mai 2011 um 08:48 Uhr

    Da hilft nur eins – ABO kündigen und neu werben lassen, dann veröffentlichen und alle daran teilhaben lassen, die Verantwortlichen bekommen dann bis zu 50% Neukunden p.a. – wenn das kein Erfolg ist :)

  2. Tanja Handl am 10. Mai 2011 um 13:04 Uhr

    Wie großzügig… ;-) Ich kann mich Ralfs Vorschlag nur anschließen. Und auf das Danaergeschenk namens Rügenurlaub einfach verzichten. Da gab es echt schon bessere Marketingschmähs.

  3. Samira am 10. Mai 2011 um 14:03 Uhr

    Wenn die Verlage sich um ihre Alt-Abonnenten genauso kümmern würden wie sie sich um Neu-Abonnenten kümmern, dann hätten sie unterm Strich mehr Abonnenten.

  4. chris am 10. Mai 2011 um 15:00 Uhr

    Am besten das naheliegendste machen: rügen. ;-)

  5. Vroni am 10. Mai 2011 um 15:34 Uhr

    Ja Rügen ist toll. Einfach hin! Abo hin oder her. Könnt ich auch mal wieder hin. Hidddensee ist noch toller. (Aber leider nur in der weniger überlaufenen Nebensaison.)

  6. Wertbetexter am 10. Mai 2011 um 17:01 Uhr

    @ Chris: du hast es schon so schön auf den Punkt gebracht. Trotzdem mein Statement: So handelt man sich Rügen ein! Musste jetzt einfach sein ;)

  7. Neffets am 12. Mai 2011 um 10:35 Uhr

    Hallo Alfons Spießer,

    nun ich habe das ausprobiert und mal angerufen.

    Man hat freundlich mit mir gesprochen und mir dann den Preis genannt, den ich zuzahlen müsste. Da ich 2 Kinder habe und in den Ferien fahren muß, macht da sbei mir, und das habe ich imHotel gecheckt, die übrigens auch die Firma kennen, eine Ersparniss auf eine woche von 367 € für meine Familie aus.

    Nun ich habe das Angebot angenommen, meine 50 € gezahlt und die Buchungsunterkllagen auch schon erhalten, alles ganz normal.

    Also ich bedanke mich beim Verlag.

    Wenn man nicht reisen will, dann muss man das Angebot ja nicht annehmen, aber gleich wieder alles schlecht reden finde ich auch nicht toll.

    Sicher verdient da jeder Geld, aber im Reisebüro doch auch, oder nicht? Warum soll ich die TUI oder Neckermanndas Hotel und das Reisebüro fett machen, wnen ich das Geld auch dem Verlag , dem Reisebüro und dem Hotel geben kann und über 300 € spare, auf eine woche bei 4 Personen.

    Ich finde das Klasse.

    Neffets

    • Spießer Alfons am 12. Mai 2011 um 11:49 Uhr

      Wie viele Jahrzehnte haben Sie das Hamburger Abendblatt schon abonniert…? Und was bedeutet: “die auch die Firma kennen”…?

      Meine Kritik ist: Ich soll ein Dankeschön für langjährige Treue als Abonnent bekommen. Das bekomme ich aber nur, wenn ich auf eigene Kosten nach Rügen fahre und dort eine Woche lang für meine Mahlzeiten im Hotel selber bezahle. Lediglich die Übernachtung ist frei. Und 50 Euro soll ich auch noch vorab bezahlen. Und wenn ich das nicht tue? Dann bekomme ich auch nicht das Dankeschön für meine jahrzehntelange Treue zum Hamburger Abendblatt, sondern gehe leer aus.

      Ich mache es genauso wie Sie: Ich bedanke mich beim Verlag.

      • Neffets am 12. Mai 2011 um 11:56 Uhr

        Hallo Herr Spießer,

        nun ich bin noch nicht so alt, aber auf 14 Jahre Abo bringe ich es auch schon.

        Das Hotel kennt die Firma Reisetester.

        Ich verstehe Sie ja, wenn Sie nicht fahren, haben Sie kein Dankeschön, dennoch ist es für die Nutzer ein schönes Dankeschön. Also positiv.

        Daher finde ich es eben nicht so toll wenn alles immer sofort schlecht geredet wird. Ich bin ja eher ein positiver Mensch, daher sehe ich die Dinge zunächst positiv.

        Natürlich gibt es in der heutigen Zeit viel Abzocke etc.

        Das hier , für mich jedenfalls, gehört nicht dazu.

        Die 50 € werden ja auf den Reisepreis angerechent sind eine Art Anzahlung mehr nicht, man kann ja bis 2013 fahren, also genug Zeit einen Termin zu finden.

        Fahren Sie einfach mal nach Rügen. Warum nicht?

        Ist eine schöne Insel.

        Vielleicht hat der Verlag ja in Zukunft was ganz gratis als Dankeschön.

        Bis dahin

        Neffets

      • Spießer Alfons am 12. Mai 2011 um 12:03 Uhr

        Komisch, komisch, dass Sie das Angebot via die Firma Reisetester gebucht haben. Kennen Sie denn nicht “ihr-wunschurlaub.com”…?

  8. Neffets am 12. Mai 2011 um 15:02 Uhr

    Herr Spießer,

    man(n) kann es auch übetreiben.

    Was ist daran Komisch? Die Webseite lautet nun mal so?

    Ausser dem habe ich alles am Telefon gemacht.

    Die Reiseunterlagen bekam ich in der Tat von einer Firma Wunschurlaub. Beide waren mir vorher nicht bekannt.

    Audiatur et altera pars!

    • Spießer Alfons am 18. Mai 2011 um 11:22 Uhr

      Aha, die Firma Wunschurlaub ist Ihnen nicht bekannt. Na, dann ist ja alles klar.

  9. Nanni am 18. Mai 2011 um 11:14 Uhr

    Habt Ihr mal die Preise verglichen? Auf der Hotelseite kostet die Halbpension z.B. 18 €. Bei der Buchung über reisetester.de kostet die Halbpension für den gleichen Zeitraum 42 €. Begründung: Die 18 € werden nur dann berechnet, wenn man das Zimmer bucht und bezahlt. Bisher war ich davon ausgegangen, dass das Hamburger Abendblatt das Zimmer bezahlt. Scheint nicht so zu sein, sondern es scheint nur Kundenfang für reisetester/Wunschurlaub zu sein.
    Danke, danke an das Hamburger Abendblatt für das großzügige Geschenk.

    • Spießer Alfons am 18. Mai 2011 um 11:20 Uhr

      Und was genauso peinlich für das Hamburger Abendblatt ist: Herr Pergande hält es überhaupt nicht für nötig, Stellung zu nehmen!

  10. xx am 24. Mai 2011 um 12:30 Uhr

    „Mit diesem persönlichen Vorteilspreis sparen Sie je nach Saison ab € 120,– pro Reisenden pro Woche /…/“

    @Neffets hatte für 4 Personen 367 euro gespart.

    Sollte es nicht mindestens 120×4=480 sein?

    • Neffets am 26. Mai 2011 um 18:59 Uhr

      hatte ich auch gedacht, aber es sind 2 erwachsene und 2 Kinder,

      ist korrekt so. Kinderpreise sind eh immer abweichend

      für mich trotzdem ok

      • Spießer Alfons am 26. Mai 2011 um 19:13 Uhr

        Und die Firma Wunschurlaub kennen Sie immer noch nicht?

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