Neun Mythen über Social Media
Wer Social Media nicht mag, der findet immer wieder Gründe gegen das Mitmach-Web. Doch ständige Penetration macht Argumente nicht stimmiger. Ein paar der gröbsten Mythen in den Köpfen von Social-Media-Nutzern und ihren Verwegerern und Verneinern.
Mythos 1: Social Media bringt keine Sales
Stimmt nicht: Burger King verschenkt via Facebook Coupons und generiert fetten Mehrumsatz. Rabattschnipsel auf Handzetteln funktionieren auch nicht anders. Pampers verkaufte schon 2010 tausende Windeln via Facebook. „Dialog erzeugt Sales“, sagte ein Telekom-Manager auf dem Social Media Summit. Behauptet wird die Verkaufschwäche trotzdem weiter vor allem von jenen, die bislang die Handzettel mitverteilt haben. Fragen Sie mal einen Kerzenmacher, was er von Glühbirnen hält.
Mythos 2: Social Media ist billig zu haben
Falsch gedacht. Die Deutsche Bahn schult ihre Mitarbeiter für den Twitter-Kanal monatelang. Setzt dort sieben Mitarbeiter ein. Tendenz steigend. Dialog im Web kann kein Praktikant nebenbei machen. Es sei denn er ist ein Naturtalent in Sachen Empathie für Kunden und Marke. Unternehmen, die nachhaltig im Mitmach-Web agieren, investieren mindestens zehn Prozent des Online-Etats für Social Media.
Mythos 3: Kein Mensch will mit einer Marke im Internet quatschen
Stimmt ein wenig. Gefragt sind vor allem Rabatte, Schnäppchen, Benefits. Das sagen Studien. Sie zeigen aber auch: Informationen mit Mehrwert, exklusive Inhalte, Unterhaltung sind durchaus auch gefragt. Es geht nicht darum, herumzuschwafeln. Es geht darum, ansprechbar zu sein und dann zu interagieren. Es kommt auf die Mischung an. Und: Hat schon jemand auf Print- oder TV-Werbung verzichtet, weil kein Mensch die Werbung sehen will? Nein? Es ist ihr Job, den Menschen ein attraktives Angebot zu machen.
Mythos 4:Den ROI von Social Media kann man gar nicht messen
Stimmt nicht. Es gibt eine Fülle hochprofessioneller Monitoring-Tools, die klare Leistungskennzahlen liefern. Die kosten Geld (Siehe Mythos 2). Und es ist komplizierter als der Blick auf Quote und Auflage. Und mit zusätzlicher Hilfe lassen sich auch Dinge wie Brand Awareness und Kaufabsicht ermitteln. Aber die Weltformel zum Vergleich klassischer Werbereichweiten mit einem Tausender-Gesprächspreis gibt es natürlich nicht. Wie auch: In den Social Media ROI soll ja gleich alles rein: von den Kosten der Fangenerierung, seinem Wert, über die E-Commerce-Folgen, Servicekosten, SEO, undundund. Vor allem aber: In einem Kosmos individueller Lösungen hilft keine eierlegende Wollmilchsau, sondern nur die individuelle Messlatte. Das zu erkennen ist vor allem ein psychologisches Problem der Marketer, das sich klassische Vermarkter zunutze machen.
Mythos 5: Die Marke muss bei Facebook dabei sein
Quatsch. Die Marke muss dort sein, wo die Zielgruppe ist. Wenn die Kids überwiegend bei SchülerVZ sind, nutzt ein Facebook-Auftritt gar nichts. Wenn die Kunden in Massen vor allem in Foren unterwegs sind, sollte das Unternehmen dort Präsenz zeigen. Die guten alten Themenforen sind zwar vielleicht nicht hip, aber bieten zuweilen die größere Reichweite.
Mythos 6: Je mehr Follower und Fans desto erfolgreicher
Jein. Das stimmt schon für Print und TV-Werbung so nicht und gilt im Web ebenso wenig. Es kommt nicht auf viele Fans an, sondern auf die richtigen. Merke: Nicht richtig viele, sondern viele richtige.
Mythos 7: Facebook und Social Media sind nur was für junge Zielgruppen
Unsinn. Wer das behauptet kennt nur Statistiken aus der Zeit von, sagen wir, der Akustikkoppler. Das Nutzerbild in den Netzwerken ist inzwischen viel heterogener. Und selbst wenn es so wäre. Markenpräfenzen bilden sich in jungen Jahren aus.
Mythos 8: Ich muss einen Social-Media-Experten engagieren
Lassen Sie das. Engagieren Sie einen Kommunikationsexperten, einen Marketingexperten, eine Werbeagentur, eine PR-Agentur. Je nach Schwerpunkt. Sie buchen ja auch nicht jeweils eigens einen Experten für Radio, TV, Flyer etc. Social Media ist ein integrierter Teil ihrer Kommunikation und kein Kanal, den man nebenbei dazu bucht.
Mythos 9: Der CEO muss bei Facebook sein und twittern
Wen er mag und Zeit hat, gerne. Aber es gibt keinen Zwang. Ein Dirigent muss auch nicht mitsingen. Der CEO muss eher das Unternehmen auf die Kultur ausrichten und Mitarbeiter für den Dialog begeistern.
Mehr vom Autor auch bei Twitter unter http://twitter.com/OlafKolbrueck und bei Google+
Twittern












Volle Zustimmung. Aber wie wäre es mal mit dem ein oder anderen Link zu Studien, die deine Aussagen belegen?
Gruß Sean
Auf die Schnelle:
Das Zitat des Telekom-Managers steht am Donnerstag bei uns im Blatt.
Die Zahlen zu Burger King fielen ebenfalls auf dem Social Media Summit (Quelle: Interone, Christian Clawien)
Hier zahlen zu den Wünschen der Nutzer bei facebook: http://www.saysaysay.de/warum-.....-facebook/
Pampers Transaktion bei Facebook: http://socialcommercetoday.com.....tionshour/
Super. Vielen Dank dafür.
vielen Dank für das Aufdröseln der Mythen. Du hast allerdings Mythos 10 vergessen: Social Media ist nur ein kurzlebiger Trend.
Stimmt. Aber das meiste dazu und noch viel mehr steht schon in diesem schönen langen Text von Kathrin Passig: http://www.eurozine.com/articl.....ig-de.html.
Im übrigen wird sich Social Media dann endgültig durchgesetzt haben, wenn Facebook mit WWF-Sticker-Tauschbörsen überflutet wird. Also ungefähr genau jetzt.
Meinst du bei Mythos 5 nicht eher ‘weniger Streuverlust’ bzw. ‘qualifizierte Zielgruppe’? Eine größere Reichweite halte ich bei Themenforen für ein Gerücht.
Nicos zehnter Mythos scheint mir entscheidend, immerhin ist ‘Social Media’ nichts weiter als soziale Interaktion, Kommunikation, das Treffen der nicht unmittelbaren Nachbarn auf dem Marktplatz zum Schwätzchen. Mit anderen Mitteln selbstverständlich – und der Marktplatz ist jetzt weltweit und nicht um einen Brunnen angesiedelt.
Ja, das wäre genauer. Zum 10. Mythos: Stimmt. Obwohl jene, die meinen, es ginge wieder weg, sehr, sehr still geworden sind. Manche auch, um nachzudenken.
Stimme dem Artikel auch absolut zu und der 10. Mythos wäre denkbar.
) argumentiert wird. Wo man wieder bei dem Kerzenmacher und den Glühbirnen wäre
Interessant finde ich aber auch Mythos 8, da genau umgekehrt von vielen Social Media Experten (gefährliches Wort momentan
Mythos 1 und 8 zeigen, wie sich die Argumente im Ziel widersprechen: “Fragen Sie mal einen Kerzenmacher, was er von Glühbirnen hält.” – das trifft nicht auf den Kommunikationsprofi zu? Überhaupt sind es doch diese Profis, die den Trend erst herauf beschwören und dann wieder zu Tode reden (Mythos 10). Diese Art der Kommunikation wenig mit Social aber viel mit Media zu tun.
Klingt wie die positivere Form des Blogartikels “Feuern Sie ihren Social Media Berater”.
Auf Facebook muss jeder Unternehmer sein…. der auf Facebook Apps verkaufen will. Für alle anderen ist Facebook optional.
Ich halte Social Media für ein Tool… ein geniales, wiksames und gutes Tool. Nicht mehr – und nicht weniger. Aber wer vor Social Media kein funktionierendes Geschäftsmodell hatte, wird jetzt dadurch auch keins bekommen (Von Megasuperdiplomen für den Exorbitantexperten mal abgesehen).
Liebe Grüße
Stephan
Ich möchte Mythos 7 und 8 in Teilen widersprechen:
Mythos 7: Dass Ältere keine neuen Marken mehr ausprobieren, und nicht mehr wechselwillig sind, was ihre Verwendung betrifft, sollte inzwischen wirklich genügend widerlegt sein. Wir wissen doch alle, dass das mit der werberelevanten Zielgruppe bis 49 Jahre eine Erfindung ist.
Richtig ist natürlich, dass der durchschnittliche Facebooknutzer inzwischen schon weit über 30 Jahre alt ist, und SM daher definitiv nicht mehr nur für junge Zielgruppen interessant ist.
Mythos 8: “Sie buchen ja auch nicht jeweils eigens einen Experten für Radio, TV, Flyer etc.” Äh, doch, das tun alle Unternehmen. Dafür gibt es Mediaagenturen, die jeweils Experten für TV-Planung, Radio-Planung etc. haben. Und halt inzwischen meisten auch für Social Media.
Insofern ist es schon richtig, dass man keinen SM-Experten direkt im Unternehmen haben muss, was Du wahrscheinlich auch meintest. Dann war der Begriff des “Buchens” wahrscheinlich nur leicht missverständlich.
Interessanter Beitrag.
Zu Mythos 6 hätte ich noch eine Anmerkung. Studien zeigen, dass nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Facebook Fans auf einer Fanpage wirklich aktiv mitmacht. Demzufolge braucht es eine bestimmte Anzahl (auch an richtiger) Fans um überhaupt ein Grundrauschen erzeugen zu können.
Zudem gibt es eine “kritische” Grösse, denn man weiss auch das das Engagement bei Seiten mit ganz vielen Fans automatisch abnimmt.
Auch Postzeiten und das Thema, das man “vertritt”, haben auf die Fanaktivität Einfluss.
Grüsse
Robi
Stimme allen 9 bzw. 10 Mythen zu. Aus der internen Unternehmenssicht sind das ebenfalls unsere Erfahrungen, die wir die letzten Jahre gesammelt haben. Bei Mythos 8 möchte ich jedoch ergänzen, dass ein Social Media Experte / Specialist wie auch immer;-) schon Sinn macht, um das wichtige Thema intern voranzutreiben, Trends zu identifizieren und die Kultur vorzuleben, damit der integrierte Ansatz, der meiner Meinung nach unheimlich wichtig ist, auch funktioniert und social media nicht ein Bereich oder schlimmer noch ein Kanal ist, sondern tatsächlich eine Unternehmens-Haltung. Beste Grüße, Nadine
Sehe ich auch so: Der Social Media Manager sollte im Idealfall als Externer die Mitarbeiter des Unternehmens so vorbereiten, dass er dann nicht mehr benötigt wird.
Das kann natürlich jemand sein, der Quereinsteiger ist und gute Referenzen hat – manche Unternehmen legen aber dezidiert Wert auf ein “Zertifikat”. (So ist das halt in Deuschland, du brauchst immer ein Papier wo draufsteht was du kannst…)
Ad Astra
Nö, sehe ich anders. Externe hole ich im Normalfall für eine Projektphase, zur Einführung, Beratung etc. in den Konzern. Social ist kein Projektchen, das ich durchziehe und dann läuft’s von alleine. Anforderungen, die dauerhaft im Unternehmen verankert werden, massenhaft Schnittstellen bedienen und auch noch stetigen Veränderungen unterliegen, führt man in die Organisation ein.
“Social Media Experten” kann ich mir so gar nicht vorstellen. Welche Ausbildung haben die? Ein Buch gelesen und ein Jahr Twitter Erfahrung? Der größte Schwachsinn.
Auf der anderen Seite brauchen Fanseiten aber auch genug Fans, um Wiedererkennungswert zu haben. So würde ich nicht bei einer großen Marke Fan werden, die gerade 500 Fans hat, weil ich denken würde, es ist eine Nachmache.
LG
Hallo Maren, es gibt Studiengänge an der Social Media Akademie in Mannheim. Ich selbst belege gerade meinen 2ten Studiengang zum Social Media Manager. Inklusive Basis-Studium dauert es ca. 12 Monate bis zum Abschluß. Die Lehrgänge sind Zertifiziert und die bekanntesten Köpfe sind dort als Dozenten tätig wie Klaus Eck, Markus Roder, Mirko Lange, Matias Roskos usw. sicherlich Namen die Dir auch etwas sagen. Denn ich gebe Dir absolut recht, ein Buch lesen und etwas Tweeten macht noch keinen Experten aus. Aber leider fühlen sich viele dazu berufen, die genau nicht mehr gemacht haben, sich Social Media Berater zu nenne und beraten Unternehmen mit gefährlichem Halbwissen. Daher auch gleich noch ein Statement zu Mythos 8 LG
@Maren mittlerweile gibt es tatsächlich Studiengänge zum Social Media Manager. Aber meiner Meinung nach braucht es keine besonderen Ausbildung dazu. Er muss nur Spaß am digitalen Leben und an Kommunikation haben. Wie man das Kind dann nennt ist völlig egal. Trotzdem sollte es innerhalb einer Unternehmung einen Verantwortlichen geben, der das Thema strategisch ent- / weiterentwickelt und weiß wie diese Welt funktioniert, weil er eben genau dort zu Hause ist.
“Ein Dirigent muss auch nicht mitsingen.” Jein. Im Barock war es üblich, dass er den Generalbass spielt und von dort aus die Einsätze gibt und in der Renaissance hat in der Tat einer der Sänger den Puls geschlagen. Hauptamtliche Dirigenten wurden erst in der Klassik nötig, als die Ensembles größer wurden.
Wer Kluscheißerei sät, wird Klugscheißerei ernten
Aber trotzdem interessant. Werde künftig twitternden CEOs sagen, dass sie doch etwas barock seien.
Ein zehnter Mythos ist wohl, daß man einen besonders guten Eindruck hinterlassen muß: http://www.frischpresse.de/201.....-facebook/
Was das Buchen des Social-Meda-Beraters/Coaches/Fachmann betrifft würde ich das für jetzt noch einschränken wollen. Momentan gibts gute – Betonung GUTE – Fachkräfte nicht per se in den Agenturen, der PR-Abteilung oder sonst im Unternehmen. Wer ohne Beratung in die Social-Media-Welt reingehen will sollte es von vornherein besser lassen. Ich denke, in Zukunft wird Social Media mit der PR verschmelzen, noch sind wir aber nicht so weit.
Es hat ja auch seine Gründe, wenn Agenturen, gerade auch klassische, derzeit wie wild unterwegs sind um sich Social-Media-Knowhow als auch Manpower einzukaufen.
Die mystischen Erklärungen gelten für tief; die Wahrheit ist,
daß sie noch nicht einmal oberflächlich sind.
- Friedrich Wilhelm Nietzsche
Danke Olaf für die Klärung der Mythen,
)auf E-Bay für die Kommunikation ca. 100 Fans gekauft und ohne Konzept geht es los. Was ist denn mit Zielsetzung, Planung, Budget, Konzept, Themen, Inhalte, Formate, Manpower, Social Media Guidelines, Kritikmanagement, Kommunikationskultur im Unternehmen usw? Ich selbst Arbeite bei Qype.com und täglich kann ich nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen, wenn ich mit KMU`s telefoniere und höre, das ein angeblicher Social Media Berater für 80 € die Stunde im Social Web alles macht. Ich habe mit solchen “Beratern” die tollsten Erlebnisse gehabt, erst vor ein paar Tagen sagte eine solche SM Bratwurst zu mir, er hätte gerade keine Zeit, er betreibt für die Hotelgruppe gerade Crowdsourcing auf Facebook. Hä? Meiner Meinung nach haben leider viele Agenturen keinen Plan und es muss in Zukunft verstärkt Qualifizierte Social Media Berater geben. Leider gibt es auch unter den Lehranstalten das ein oder andere Schwarze Schaf wie z.b. den Social Media Elite Club, dass gegenteil dazu ist die Social Media Akademie in Mannheim die vorbildlich Ausbildet und die Teilnehmer Zertifiziert.
aber bei Mythos 8 muss ich widersprechen. Social Media Marketing funktioniert nicht nach Schema F des klassischen Marketings. Die Eckpfeiler des Marketings, Produkt, Preis, Markenkommunikation und Vertrieb lassen sich nicht einfach so auf Social Media Marketing übertragen. Und genau damit haben viele Agenturen ihre Probleme, man versucht Konzeptlos die Anfrage des evtl. Neu- oder Stammkunden nach so einem Social Media Dingens zu befriedigen. Wir wissen, die Grundlage im Social Media ist die Kommunikation. Was raten leider leider sehr viele Agenturen den Unternehmern? Lieber Unternehmer, sie müssen sich auf Facebook platzieren bevor es zu spät ist. Zu spät? Liebe “Marketingagenturen”, zu spät wofür? Schnell wird für den Unternehmer für 85 € eine fb Fanpage gebastelt (ich weiß es gibt keine Fanpage mehr, aber ich nenne es immer noch so
LG Uwe
Bei der Social Media Akademie stimme ich dir natürlich zu. Ich referiere da auch.
Und leider geht es auch durchaus durchaus in Agenturen so zu wie von Dir beschrieben. Und natürlich geht es in Punkt 8 auch ein wenig um die “sogenannten” und darum Social Media nicht isoliert betrachten zu können. Und zumindest was die Eckpfeiler des Marketings angeht, möchte ich dir insofern widersprechen, dass die Gesetze des CRM, wenn sie denn mal wieder jemand beherzigen würde, durch Social Media nicht von gestern sind. Im Gegenteil.
Sehr schöne Zusammenfassung, gerade für mich als SocialMedia-Neuling… Danke !
Danke (wieder einmal) für diese mundgerechte “Aufklärung” ;o}
Die Kommentare zeigen, meinem Eindruck nach, aber eben eine der Hauptmythen recht deutlich… Social Media Irgendwas ist ein Beruf den man lernen kann?!?
Aktuell scheint jede Berufsgruppe die in irgendeiner Weise mit Kommunikation im weitesten Sinne zu tun hat, für sich den Anspruch zu erheben, sie sei die Branche die Social Media am besten integrieren könnte. Wenn aber doch in einem Unternehmen ohne Social Media Tüdelütt schon keiner mit den Kunden, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern “social” umgegangen ist, dann nützt doch auch das Wissen darum, wie man eine Facebook Seite einrichtet und einen Twitter Account füttert nichts.
Die Kompetenzen aneignen, wie man den Dialog auf Augenhöhe zukünftig auch über die Social Medias führen kann, ist also eine Ergänzung zum Vorhandenen und kein Beruf für den man dann auch noch ein Studium braucht…
Mythos 5 könnte auch heißen: “Social Media sind Facebook und Twitter” – wobei in diesem Mythos oftmals viel Wahrheit steckt.
Übrigens: Ich arbeite gerade daran, Social Media und Versicherungen zu entmythisieren. Wer an meiner Umfrage mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen:
https://www.surveymonkey.com/s/TWKRI
Gerne auch weitersagen!
Hallo Olaf,
vielen Dank Ihnen als “Myth Buster” für Social Media. Ich kann nur unterstreichen, vor allem die Tatsache, dass Social Media per se kein Selbstzweck ist.
Ich betreibe als Hobby ein Blog über IT-Ansätze im Luftverkehr und dort speziell Flughäfen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir erlauben, dass ich diese Mythenliste in meinem Blog zitiere … sowie um die Besonderheiten der Branche ergänze.
Zwei Mythen fehlen mir explizit, erstens, dass Social Media nur zum Senden gut ist oder das Unternehmen Social Media nicht den Mitarbeitern oder Geschäftspartner überlassen dürfen.
Wer bietet sich als Marken- oder Unternehmensbotschafter an? Das können Mitarbeiter oder auch Zulieferer/Dienstleister sein? Inwieweit werden Social-Media-affine Mitarbeitern eingebunden?
Viele Grüße,
Sven.
Hallo,
ich stimme Nico ebenfalls zu, dass es auch einen Mythos gibt, Social Media sei nur ein Trend oder Hype. Diese Annahme ist tatsächlich noch verbreiteter als man denkt.
Außerdem kommt aus meiner Sicht (innerhalb eines Konzerns) auch noch folgender Mythos dazu: „Social Media kann die Agentur machen.“ Das wird auch gerne angenommen. Nach dem Motto „Facebook wird dann von der Agentur betreut.“ Dabei braucht man für einen Dialog auf jeden Fall interne Ressourcen – oft aus mehreren Abteilungen. Das wird gerne unterschätzt. Selbst wenn man vorbildlich in Marketing oder PR Ressourcen für eine Social Media Aktivität aufstellt, heißt das noch lange nicht, dass eine Organisation Social Media lauffähig ist. Es müssen auch interne Schnittstellenressourcen in Social Media verträglicher Geschwindigkeit verfügbar sein (z.B. Produktmanagement, Rechtsabteilung, Qualitätssicherung etc.)Das spielt auch in Mythos 2 ein: „Social Media ist billig zu haben“. Zu Mythos 8 muss ich sagen, dass ich schon einen gehobenen Wert auf Social Media Expertise lege. Leider gibt es viele Agenturen, die jetzt auf den Trend aufgsprungen sind und mit gefährlichem Halbwissen undurchdachte Social Media Aktivitäten umsetzen.
Hallo Olaf, herzlichen Dank für diese sehr erquickliche Zusammenfassung. Kannst Du zu Mythos 4 ganz bestimmte Tools empfehlen und mir auch sagen wie Du Brand Awareness und Kaufabsicht messen würdest? ROI-Messbarkeit versprechen ja heutzutage viele Experten (da sind sie wieder), aber mir ist noch kein überzeugendes Tool über den Weg gelaufen. Ich lasse mich da aber sehr gerne von Dir belehren.
Danke und liebe Grüße, Edelgart
Das geht nicht mit nem schnellen Tool aus dem Web. Genaues wissen da so manche Dienstleister aus dem Digitalen und dem Mafo-Umfeld. Ich möchte hier aber keine Einzelfirmen nennen.
Zuerst einmal, danke für den Text.
Spannend, dass bei Punkt 8 doch widersprochen wird. Viel spannender finde ich jedoch, wer sich alles als Social Media Experte ausgibt.
Sehr schöner Beitrag….. interessante Gedankengänge…
LG
Presse-Service Karin Sebelin
Sehr interessanter Beitrag. Ich habe mich schon mal gefragt welchen Nutzen Social Media wirklich hat. Schön, dass ich jetzt dazu ein paar Antworten gefunden habe. Ich denke, dass es ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren ist, um bei Social Media erfolgreich zu werden. Es ist bestimmt nicht einfach einen solchen Auftritt wirklich profefssionell aufzubauen. Aber wenn es erst einmal geschafft ist, hat man eine gute Plattform um mit den Kunden zu kommunizieren.
Der Mythios 9 ist auch sehr interessant. Ich denke, dass Posts von dem Führungspersonen nicht schaden können. Aber ich denke auch, dass die Mitarbeiter mit dieser Aufgabe betreut werden sollten, da die Mitarbeiter maßgeblich zur Reputation eines Unternehmens beitragen.