HORIZONT.net HORIZONTjobs HORIZONTstats

Ist Hamburg ein Kuhdorf…?

22. Juni 2011
von

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) treibt eine Kuhherde durch die Hansestadt und wirbt dabei mit der Schlagzeile: „Übrigens: Eine pupsende Kuhherde verursacht mehr CO2 als ein HVV-Bus“ – siehe die Abbildung!

Dieser Vergleich hinkt nicht nur, sondern er geht auch auf keine Kuhhaut, weil damit die deutsche Kuh diskriminiert wird.

Spießige Frage: Aus wie vielen Kühen besteht nach Meinung des HVV „eine pupsende Kuhherde“? Und auf welchen Zeitraum sind die angeführten Pupse berechnet? Diese Frage betrifft auch den HVV-Bus: Wie lange kann er fahren, um den CO2-Ausstoß einer Kuhherde annähernd zu erreichen?

Und noch etwas: Wie viele HVV-Busse fahren durch Hamburg? Und wie viele Kuhherden grasen im Gebiet des HVV?

Zu all dem ein paar spießige Worte zur Diskriminierung eines Lebewesens: Jeder Mensch weiß, dass eine Kuh pupsen muss. Der CO2-Ausstoß einer Kuh ist also Natur, um nicht zu sagen: Bio. Kühe haben schon gepupst, als noch gar keine Busse gefahren sind. Und der CO2-Ausstoß von einem HVV-Bus? Der wird keineswegs von unschuldigen Lebewesen verursacht, sondern durch Ochsen Menschen, jawohl, Herr Schaffner!

Apropos Schaffner: Wurden bei dem Pupsvergleich Kühe/Bus auch die Pupse des Busfahrers berücksichtigt…? Und: Wie viel CO2 verursacht ein Bus gegenüber einer Straßenbahn, die es früher mal in  Hamburg gegeben hat…?

Außerdem: Die Darmentleerung einer Kuh ist ein Kuhfladen. Der ist pflanzlich und ein guter Naturdung im Gegensatz zur Scheiße, die ein Mensch absondert, wenn der nicht grad Veganer ist. Darüber hinaus liefert uns die Kuh wertvolle Milch und Produkte aus eben dieser Milch. Und was liefert uns der HVV-Bus? Der Spießer sagt es Euch: Altöl!

Letzte Frage: Wer von Euch Cowboys hat in letzter Zeit eine pupsende Kuhherde durch die Hamburger Innenstadt getrieben…? Mit der Beantwortung dieser Frage dürfte die Kuh wohl vom Eis sein. Da muss der Spießer nicht noch fragen, wie hoch der CO2-Ausstoß ist, der bei der Produktion eines kompletten Busses besteht. Und beim Transport des Treibstoffs, der für den Bus benötigt wird, entsteht ebenfalls CO2. Und … aber lassen wir das. Spießer Alfons fährt ohnehin nicht Bus, sondern Bahn.

 

Facebook und Co: Teilen und aufbewahren Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • TwitThis
  • LinkedIn
  • del.icio.us
  • email
  • MisterWong
  • Y!GG

Ähnliche Artikel

Tags: , , , ,

Kommentare zu “ Ist Hamburg ein Kuhdorf…? ”

  1. Der B aus H an der E am 22. Juni 2011 um 09:30 Uhr

    Ach komm, es gibt genug Rinder in der Innenstadt. Da herrscht nun echt kein Mangel.

    • Kid vom Kiez am 22. Juni 2011 um 12:27 Uhr

      muuuu!

      • Tanja Handl am 22. Juni 2011 um 13:57 Uhr

        :D

        Ich bleib definitiv bei der Kombi Winter Bus & Straßenbahn, Rest des Jahres Fahrrad. Daran kann mich auch diese Werbung nicht hindern.

  2. Bo am 22. Juni 2011 um 12:01 Uhr

    Sehr schön! So hab ich mir den Artikel vorgestellt :-) Ich setze ja persönlich auch – ganz umweltfreundlich – auch lieber auf die atombestromte Bahn!

  3. Karsten am 22. Juni 2011 um 13:58 Uhr

    Der Vergleich hingt so oder so. Bei den Flatulenzen der Kuh geht es doch vielmehr um Methan als um Kohlenstoffdioxid. Das atmet besagter Wiederkäuer nur aus – wie der Mensch ja auch. Sollte man sich also auch fragen, mit wie vielen Menschen ein solcher Bus konkuriert?

    • Der B aus H an der E am 23. Juni 2011 um 09:50 Uhr

      Gott, nur das nicht, am Ende kommt noch wer darauf, dass der grünste Konsum der ist, auf den man ganz verzichtet ;)

    • Jana am 4. Juli 2011 um 11:48 Uhr

      Ja, aber wenn man nicht mal weiß, wie man “hinken” schreibt, sollte man sich die Kommentare vielleicht knicken….

      Oder einfach mal auf die Homepage gehen und schauen, was berechnet wurde…

      Und würde der Spießer sich mal die Zeit nehmen, Dinge richtig zu recherchieren, würde sich die ein oder andere Frage wohl auch erübrigen und er hätte mehr Zeit sich auf Wichtiges zu stürzen – sollte es das in seinem “Job” überhaupt geben.

      • Spießer Alfons am 4. Juli 2011 um 13:27 Uhr

        Jana, hinter “erübrigen” gehört ein Komma und hinter “Zeit” genauso. Sonst kannst Du Dir Deinen Kommentar knicken. :) Und Du meinst wirklich, dass wir HVV-Kunden “recherchieren” müssen, wenn wir die Werbung richtig verstehen wollen…?

      • Andeas Hofer am 4. Juli 2011 um 17:13 Uhr

        Habt ihr denn mal recherchiert? Stimmt das oder ist es ein Werbegag? Oder wurden die Zahlen so gedreht, dass es stimmt?

        Wie steht der HVV eigentlich ökomäßig so da, beispielsweise im Vergleich zu anderen Verkehrsbetrieben der deutschen Großstädte?

  4. Robert am 23. Juni 2011 um 14:44 Uhr

    Also ich finde diese Werbung total übertrieben. Ich lebe in Hamburg und es ist einfach nur lustig anzusehen. Im Sommer nutze ich sowieso nur das Rad, da kann es mir egal sein, wieviel der Bus ausstößt. ;)

ivw