Bürger hält nicht nur Maultaschen feil
Was ist der oberste Grundsatz für die Gestaltung eines Werbeplakates, hier: 18/1? Ganz einfach: Du musst an einem Plakat mit dem Auto vorbeifahren und die Botschaft verstehen können. Aus diesem Grunde sollte der Gestalter seinen Entwurf auf eine Streichholzschachtel kleben, um zu erkennen, ob er das oberste Gebot für die Gestaltung seines Werkes erfüllt hat.
Und nun schaut auf das Plakat von Bürger! (Ja, es ist tatsächlich ein Plakat und nicht etwa eine Anzeige!) Wir sehen einen Jungen, der durch einen Grasgewinde guckt. Warum? In Versalien steht die Erklärung unter dem Bild: „NATÜRLICH NATÜRLICH UND GANZ SCHÖN SCHWÄBISCH.“ Aber zum Glück gilt das „NUR FÜR KURZE ZEIT!“, wie der Textdichter über dem Protagonisten vermerkt hat. Klar, nach kurzer Zeit ist das Gras in der Hand des Buben verwelkt.
Außerdem soll die Packung Schwäbische Maultaschen „JETZT MiT + 10% GRaTiS“ sein. Weshalb die sparsamen Schwaben in den Supermarkt eilen und sagen werden: „Bitte nur die 10 %, die gratis sind, den Rest können Sie behalten!“
Und was ist der Unterschied zwischen Maultaschen und Maulaffen? Gibt’s bei Bürger nicht, er hält auf seinem Plakat beides feil.
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Sei froh, dass hier noch keine Soundfiles gepostet werden. Der bürgerliche Maultaschen-Mogul hat sich sogar ein eigenes Studio im Keller eingerichtet, in welchem er seine vollmundigen Botschaften als Funkspot ganz und gar selber einspricht… um dann die Welt damit „radio-aktiv“ zu beglücken. Das Plakat dürfte dann dort während einer kurzen Produktionspause entstanden sein.