Amazon manipuliert!
Spießer Alfons hatte Amazon schon mal gelobt, und zwar deshalb, weil der Online-Laden bei den Buchkommentaren der Leser auch solche Meinungen veröffentlicht, die negativ sind. So weit, so gut.
Nun hat Spießer Alfons kürzlich bei Amazon ein Buch bestellt und erhalten: “Lesen unter Hitler” von Christian Adam im Verlag Galiani Berlin – siehe die Abbildung! Den Spießer hatte in diesem Werk insbesondere ein Kapitel interessiert. Und als er eben dieses Kapitel gelesen hatte, stellte er fest: Der Autor hat in wesentlichen Punkten an der Wahrheit vorbei geschrieben, weil er nicht recherchiert hat. (Dafür hätte bereits Google genügt.) Daraufhin hat der Spießer einen Kommentar zu diesem Buch geschrieben und dabei natürlich auf die Fehler im Detail hingewiesen.
Das ist jetzt rund zwei Wochen her; der Kommentar ist von Amazon bis heute nicht freigeschaltet worden. Nach wie vor stehen dort bis heute 5 Rezensionen, die allesamt positiv – sprich: verkaufsfördernd – sind. Und das ist eine Manipulation, die in den Augen des Spießers unlauter ist, zumal jeder weiß, dass man sich positive Kommentare bei Freunden auch “bestellen” kann, was Alfons dem Autor aber nicht unterstellen will.
Wenn zu Büchern also nur positive Kommentare veröffentlicht werden, dann ist das Ganze für den potentiellen Buchkäufer so hilfreich wie ein Hühnerauge an seinem eigenen Zeh: Er kann gern darauf verzichten.
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Das wird an Formalien gescheitert sein. Hattest du irgendwelche Links in der Rezension? Oder den Preis? Hab ich jedenfalls noch nie erlebt, dass Amazon Rezis wegen Kritik nicht freischaltet.
Ich habe den Text nicht gespeichert. Ich glaube aber, dass ich tatsächlich einen Link auf eine Quelle gesetzt habe, wo der Autor die Informationen bekommen hätte.
Aber zur Ergänzung: Bei zwei anderen Büchern habe ich am selben Tage einen Kommentar geschrieben mit dem Hinweis, dass es sich bei diesen Ausgaben um ausländische Raubdrucke von geschützten deutschen Werken handelt. Auch diese Kommentare wurden von Amazon nicht veröffentlicht; und die Raubdrucke sind weiterhin im Angebot – Stand: heute.
Das mit den Raubdruck-Kommentaren kann ich nicht beurteilen. Aber Rezensionen mit Links werden automatisch rausgefiltert – es sei denn, man verlinkt auf Amazon-Produktseiten …
Ich danke Dir für diesen sachdienlichen Hinweis – gut zu wissen! Doch wie gesagt: Meine anderen Kommentare hatten aber garantiert keinen Link oder sonst etwas Verbotenes.
Da wird es eine magische Grenze geben.
Negativ Kommentare wie “das hat mir nicht so gut gefallen”, “war komisch geschrieben” oder “das stimmt nicht ganz” werden durch gehen.
Wenn ich deinen Blog richtig gelesn habe, hat der Autor elemntar das Thema falsch dargestellt. Also damit in diesem Kapitel richtigen Müll produziert.
Damit ist das ganze Buch unglaubwürdig. Das macht sich in den Kommentaren dann sicher nicht gut.
Aber du hast ja gute Keywords benutz. Wer also googlet wird diesen Eintrag hier finden und kann sich dann entscheiden ob er das Buch kauft oder nicht.
Da gibt es keine magischen Grenzen. Nur Rezensionsrichtlinien. Ich hab auch schon Rezis verfasst, die ganz klar sagen: Don’t buy.
Das ist wie mit dem “Lexikon der Werbesprüche”. Hab ich als Hardcover gekauft, so vor 13 Jahren etwa.
Ich hab einen Fehler gefunden, gemeldet.
Dann kam die Taschenbuchausgabe. Der Fehler war noch drin.
Zum Fehler: Sag ich nicht. Der oder Die Erste, dessen Mail mit dem Fehler mich erreicht, bekommt eine Flasche Henkell Trocken. Aber da hilft nicht mal eine Volltextsuche…
Ach Mist, die Antwort läßt sich googlen…