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Für Spießer Alfons das härteste Werbeargument: Testsieger!

10. Januar 2013
von

Spießer Alfons weiß nicht, wie Ihr das empfindet, liebe otr-Leser, aber wenn er, der Spießer, eine Anzeige für ein Produkt sieht, das bei der Stiftung Warentest am besten benotet wurde, dann guckt Alfons gar nicht erst nach schlechteren Produkten, sondern er guckt nur noch, wo er das beste Produkt auch noch günstig einkaufen kann. Wobei der Einzelhandel vor der Haustür das “Erstverkaufsrecht” hat bei einem Produkt wie Waschmaschine. (Gerade hat Alfons einen Kücheneinbauherd für seine Büroküche (Bosch) beim Händler vor Ort gekauft, weil er als Kunde dann auch den Kundendienst vor der Haustür hat.)

Schaut Euch die Anzeige von Bosch an! Einfacher und überzeugender kann man Werbung doch gar nicht machen! (Da benötigt man nicht mal eine Werbeagentur!) Eine vergleichbare Anzeige gab es vor einiger Zeit von Gillette – siehe die Abbildung! Seither guckt der Spießer gar nicht mehr nach Wilkenson und anderen Produkten, denn warum soll er für sein gutes Geld nicht das Beste erwerben?!

Alfons weiß natürlich nicht, wie Ihr das empfindet, ob Euch das beste Testergebnis ausreicht, oder ob Ihr auch noch nach Design und Image einkauft. Oder vielleicht nur nach billig, weil Geiz halt immer noch geil ist…?

 

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Kommentare zu “ Für Spießer Alfons das härteste Werbeargument: Testsieger! ”

  1. NetzBlogR am 10. Januar 2013 um 18:25 Uhr

    Viel schlimmer finde ich: Man muss sich bei einigen Testsiegern in der freien Werbewildbahn mal anschauen, wann diese getestet wurden. Da gibt’s teilweise welche, die 2008 Testsieger waren und es immer noch sind – weil die Produktgruppe seitdem nicht mehr getestet wurde.

    Der Testsieger dürfte da selten noch das beste Produkt am Markt sein.

    Ich fordere daher schon länger, dass man höchstens ein Jahr mit dem Testsieg werben dürfen sollte.

    • Spießer Alfons am 10. Januar 2013 um 18:32 Uhr

      Ich pflichte Dir voll bei – gute Anregung!

  2. Stefan am 11. Januar 2013 um 08:03 Uhr

    Das produkt wird aber nicht schlechter nur weil es älter ist. Ich finde es als Maßstab nachwies vor sinnvoll, zumal die Jahreszahl dabei steht und ich vergleichen kann.

    • Spießer Alfons am 11. Januar 2013 um 08:57 Uhr

      Es ist richtig, dass das Produkt nicht schlechter wird. Aber andere Produkte werden möglicherweise besser.

  3. ramses101 am 11. Januar 2013 um 10:02 Uhr

    Also mal abgesehen davon, dass ich kein Produkt kaufe, das mir mit der einfallslosesten Line aller Zeiten “Testen Sie den Testsieger” kommt, finde ich Testsiegel etwas schwierig: Die Noten sind immer Durchschnittsnoten, die sich aus vielen verschiedenen Einzelnoten zusammensetzen.

    Da kann ein Rasierer (ist nicht der Fall, aber hypothetisch) zum Beispiel in 9 Kategorien ein “Sehr gut” bekommen – nur in der Rasiereigenschaft gibt es ein “gut”. Und bei einem anderen ist es umgekehrt. Wer gewinnt? Der Rasierer, der schlechter rasiert. Weil die Verpackung sich besser öffnen ließ, weil er sich besser aufbewahren lässt, was auch immer.

    Dann finden Tests logischwerweise immer unter irgendwelchen Bedingungen statt, die bei mir zu Hause mit Sicherheit nicht herrschen. Und es kommen noch mehr Komponenten dazu wie, im Falle des Rasierers, Gel oder Schaum, vor dem Duschen oder danach (weichere Stoppel), um nur die banalsten zu nennen.

    Damit will ich die Tests nicht schlechtreden – im Zweifel macht man damit nichts falsch. Aber wer bei mir im Bad der Beste ist, das muss ich schon selbst rausfinden.

  4. Toni am 14. Januar 2013 um 12:46 Uhr

    Nun ja, ich schätze die Stiftung Warentest. Aber seit ich neulich feststellte, dass bei einem BluRay-Player-Test Die Kategorie “Bild und Ton” 20 % der Wertung ausmachte ( ja: nur zwanzig! Bei einem Gerät, wo es ungefähr für den Verbraucher zu 90 % auf Bild und Ton ankommt), bin ich da sehr vorsichtig, einfach nur das Gesamturteil zu Rate zu ziehen.

  5. Toni am 14. Januar 2013 um 12:46 Uhr

    Äh, hier ist der zuständige Link dazu:
    http://www.test.de/Blu-ray-Pla.....2-4457808/

  6. Jonas am 17. Januar 2013 um 11:51 Uhr

    Das Bosch-Plakat hat was, in der Tat. Da stimmt alles. Und dann noch der Name. Bosch. Das klingt nach was handfestem, brauchbarem, haltbarem. “Testsieger kommen von Bosch”. Simpel, einfach, unaufgeregt, überzeugend.

    Finde das Plakat im Übrigen einiges attraktiver als die Gillette-Werbung. Da fehlt der Fokus. Die Produkte, zu sehr im Hintergrund.

    Immer wieder spannend solche Analysen. Danke.

  7. Rasierer am 31. Januar 2013 um 12:46 Uhr

    die halbwärtszeit der stiftung warentest ist tatsächlich eher mau. gerade in einer zeit der schnellen kommunikation über das internet fallen die meisten produkte eh aus der reihe, wenn sie ihren nutzen verfehlen. kundenrezensionen finden sich zu fast allem. doch was sollt ich der meinung der breiten masse trauen? so weit kommt’s noch.
    im endeffekt sollte man gerade in einer zeit der beliebigkeit standfeste größen finden. und das geht nur durch eigenes interesse an den dingen, die einen umgeben.

  8. Ralf E. am 13. Februar 2013 um 12:52 Uhr

    Naja ich guck da schon etwas drauf! Aber wie schon hier erwähnt oft sind die Ergebnisse mehrere Jahre alt und oft wird für den Test eine top Produktion hin gelegt und sobald und im nachhinein wieder billiger Produziert! Soweit ich weiß wissen die Firmen wann der Test ansteht und können sich drauf vorbereiten!

ivw