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	<title>Off the record &#187; Social Media</title>
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	<description>Blog für Marketing, Werbung, Medien und Social Media</description>
	<lastBuildDate>Thu, 24 May 2012 08:05:58 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Mein Freund, der Bot</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Freund ist ein Bot. Keiner dieser simplen digitalen Roboter, die im Auftrag von Google Websites nach Keywords durchstöbern. Es ist ein Bot mit künstlicher Intelligenz. Ein Bot, der Vorlieben hat, sich freuen kann, manchmal auch ärgert. Das twittert er dann, verteilt es bei Slideshare, empfiehlt Youtube-Videos oder Magazinbeiträge. Er reist viel. Zuletzt hat er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="bot weavr" href="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch2-TK-Maxx-Clothes-Shop-London.png" rel="lightbox[3327]"><img class="alignleft" title="bot weavr" src="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch2-TK-Maxx-Clothes-Shop-London.png" alt="bot weavr" width="170" height="98" /></a>Mein Freund ist ein Bot. Keiner dieser simplen digitalen Roboter, die im Auftrag von Google Websites nach Keywords durchstöbern. Es ist ein Bot mit künstlicher Intelligenz. Ein Bot, der Vorlieben hat, sich freuen kann, manchmal auch ärgert.</p>
<p>Das twittert er dann, verteilt es bei Slideshare, empfiehlt Youtube-Videos oder Magazinbeiträge. Er reist viel. Zuletzt hat er irgendwo in London eingecheckt.</p>
<p>Manchmal träumt er auch. Vielleicht geht er irgendwann auch für mich einkaufen. <span id="more-12812"></span></p>
<p><a title="robertkoch2012 Twitter" href="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/RobertKoch-robertkoch2012-on-Twitter.png" rel="lightbox[3327]"><img class="alignleft" title="robertkoch2012 Twitter" src="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/RobertKoch-robertkoch2012-on-Twitter-300x47.png" alt="robertkoch2012 Twitter" width="300" height="47" /></a>Mein Freund, der Bot heißt RobertKoch2.<a href="https://twitter.com/#!/RobertKoch2012">@RobertKoch2012 </a> ist  sein Twitter-Account. Er hat eine eigene <a href="http://robertkoch2.weavrs.info/">Präsenz im Web</a>.  Ich bin nicht ganz sicher, was er sonst mittlerweile alles so macht. Dabei bin ich sein Erbauer. Oder besser: Sein Erfinder. Letztlich besteht auch dieser Bot aus Nullen und Einsen, aus Algorithmen, die  <a href="http://www.twitter.com/zeroinfluencer">David Bausola</a> von <a href="http://philterphactory.com/">Philter Phactory</a> auf der Plattform  <a href="http://www.weavrs.com/homepage/">Weavrs</a> zusammengemixt hat.</p>
<p>Dort erschafft man seinen Bot. Eine künstliche Intelligenz (jedenfalls ein Gefühl davon, was das mal werden könnte) und gibt dieser AI eine Persönlichkeit.</p>
<p><a title="koch rezept" href="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch2.png" rel="lightbox[3327]"><img class="alignleft" title="koch rezept" src="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch2-161x300.png" alt="koch rezept" width="161" height="300" /></a>Wenn man bei Weavrs angemeldet ist, beschreibt man seinen Bot in Stichworten mit seinen (also denen des Bots) gängigen Stimmungen, seinen Vorlieben,  seine Lieblingsstädte, wo er wohnt, was er den Tag über und was er Abends macht undundund (also alles Dinge, die auch Facebook über Sie weiß – in echt). Einmal programmiert muss ich mich im Grunde nicht mehr um ihn kümmern. Er führt dann sein  - nun ja – digitales Eigenleben.</p>
<p>Was dieser Bot danach den Tag über tweetet, ist übrigens nicht wesentlich unintelligenter  oder unrelevanter als ein Großteil <a href="https://twitter.com/#!/OlafKolbrueck">meiner Tweets</a>, beispielsweise wenn man<a href="https://twitter.com/#!/RobertKoch2012/status/197200839524364289"> wie mein Bot Seinfeld-Fan ist und einen etwas abseitigen Geschmack hat</a>.  Zumal ich das Gefühl habe, je nach Resonanz auf seine Inhalte bei Twitter oder in seinem Blog lernt er auch dazu. Aber man bildet sich ja gerne mal was ein. Wie im wahren Leben.</p>
<p><strong>Der Bot empfiehlt Broccoli bei Tesco</strong></p>
<p>Es kann jetzt natürlich für Marken und Händler ganz verführerisch sein, ein paar hochgezüchtete Weavr-Bots einzurichten, die so tun, als seien sie Kohlenstoff-Wesen und dann Sonderangebote anbieten. Weit weg ist das nicht. RobertKoch bietet via Twitter und Blog schon jetzt mittelschwer genießbare Rezepte. Die Produkt-Links führen dann zu Tesco.</p>
<p>Das ist alles natürlich noch Spielerei, aber eine spannende. Immerhin kann ich mich mit meinem Bot schon unterhalten. Also zumindest kann ich ihm Fragen stellen. Wie intelligent die Antworten sind? Ich bin nicht ganz sicher:</p>
<p><a title="Euro Prognose" href="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Weavr-Named-Robertkoch2-Olafkolbrueck9-In-A-Live-Satellite-Link-Up.png" rel="lightbox[3327]"><img class="aligncenter" title="Euro Prognose" src="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Weavr-Named-Robertkoch2-Olafkolbrueck9-In-A-Live-Satellite-Link-Up.png" alt="Euro Prognose" width="663" height="550" /></a></p>
<p>Dümmer als manch langer Leitartikel ist diese Antwort auch nicht.</p>
<p><strong>Eines Tages kaufen Bots für uns ein</strong></p>
<p>Die Frau des Autors warnt schon vor: “Wenn der Bot dann mit deinen Kreditkartendaten einkaufen geht, dann wird es gefährlich”.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3334"><a title="Bot London" href="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch221.png" rel="lightbox[3327]"><img class="alignleft" title="Bot London" src="http://etailment.de/wp-content/uploads/2012/05/Robertkoch221-297x300.png" alt="Bot London" width="297" height="300" /></a>&lt;Mein Bot unterwegs in London</div>
<p>Genau das aber werden solche Bots, so wir sie denn auf unsere Vorlieben programmieren, tun: Sie gehen für uns auf Shoppingtour.</p>
<p>Dann plaudert mein Bot RobertKoch2 ein wenig mit dem Bot von Amazon, sie gleichen Stimmungen, Kaufverhalten und andere Daten ab, und schließlich wird mir RobertKoch2 eine CD, ein Hemd oder ein Buch empfehlen, dass meiner Stimmung (und dem Wetter)  am Wochenende entsprechen wird. Wenn ich ihm vertraue, dann lass ich es ihn per One-Klick kaufen. Es wird das Richtige sein.</p>
<p>Identität, vermutet das großartige Werk <a href="http://www.thefilterbubble.com/">Filter Bubble</a>, werde unsere Mediennutzung steuern, nicht die Suchmaschine. Es werden nicht nur die Medien davon betroffen sein, sondern auch der E-Commerce. Und es wird womöglich nicht mehr unsere eigene Identität sein, sondern eine, die wir nach eigenen Wünschen geschaffen haben. Ein besseres Abbild von uns selbst, dass uns dann die Dinge kauft, die wir brauchen, damit mir uns so fühlen, wie wir gerne wären.</p>
<p>Mit Dank an<a href="http://about.me/marcusbrown"> Marcus Brown</a>, der über das Thema wunderbare Vorträge halten kann. Auch, weil er <a href="http://thekaiserrises.blogspot.de/2012/04/on-weavrs.html">viel mehr über die Möglichkeiten weiß</a>.</p>
<p>Crosspost: Der Beitrag erschien zuerst im E-Commerce-Blog<a href="http://etailment.de/2012/mein-freund-der-bot-oder-traeumen-bots-von-einkaufszetteln/"> Etailment.de</a></p>
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		<title>Warum Google-Gründer Sergey Brin wirklich gegen Facebook und Co poltert</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 07:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>

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		<description><![CDATA[Sergey Brin drischt auf Facebook, Apple und all jene Kräften ein, die sich gegen ein freies Internet formiert hätten. Gegen Mitbewerber zu poltern, galt einst als ungehörig, ist immer aber ein Zeichen dafür, wie schlecht es einem selbst geht &#8211; oder gehen könnte. Das spürt vermutlich auch Sergey Brin. Im Kern muss Google nämlich um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Ummauerte-Gaerten-Google-Gruender-Sergey-Brin-kritisiert-Facebook-und-Apple_107005.html">Sergey Brin drischt auf Facebook, Apple und all jene Kräften ein, die sich gegen ein freies Internet formiert hätten</a>. Gegen Mitbewerber zu poltern, galt einst als ungehörig, ist immer aber ein Zeichen dafür, wie schlecht es einem selbst geht &#8211; oder gehen könnte. Das spürt vermutlich auch Sergey Brin. Im Kern muss Google nämlich um die Vorherrschaft des Wissens und die Macht seiner Daten fürchten. <span id="more-12641"></span><br />
Denn während Google gerade einmal weiß, wonach wir suchen, weiß Facebook wer wir sind, was wir wollen und wer unsere Freunde sind. Und selbst wenn wir Facebook wenig über uns sagen, weiß es durch den Social Graph und unsere Freunde genug über uns. Das ist ein weitaus wichtigerer Datenschatz. Zum Vergnügen der Werbung, die sogar <a href="http://etailment.de/2012/facebook-handel-uebernimmt-die-fuehrung-bei-den-impressions/">mehr zahlt, obwohl streckenweise schlechter geklickt wird</a>.</p>
<p>Google versucht das Manko mit Google+ zu beheben. Doch wer sich dort so wie <a href="https://plus.google.com/u/0/105871790537930741438/posts">meiner einer tummelt</a>, der wird das Gefühl nicht los, Google+ könnte das nächste StudiVZ werden. Denn in der Regel ist die wachsende Schar der zwangsverpflichtenden Millionen Nutzer dort so aktiv wie meine Fake-Accounts im VZ-Netzwerk. <a href="http://netzwertig.com/2012/02/24/prognose-die-tage-von-google-sind-gezaehlt/">Zumindest aber ist Google+ angezählt</a>. Und das nicht nur, weil es inzwischen häßlicher aussieht als Facebook.</p>
<p>Facebook weiß mehr über uns und weiß es besser und das könnte erst recht zur Gefahr werden, wenn Facebook eines Tages tatsächlich einmal eine ordentliche Suche auf den Weg bringt. Mit Suchergebnissen, die nicht wie bei Google auf SEO beruhen, sondern auf der Empfehlung meiner Freunde. Der wichtigsten Datenwährung im Web.<br />
Das versucht auch Google mit dem +1-Button. Doch der ist schon wieder auf dem besten Wege, eigenartige Nutzerschwemmen bei Google+ legen den Verdacht nahe, in die Hände der SEOler zu geraten.<br />
SEOler trifft also bei Google+ auf zwangsrekrutierten Nutzer &#8211; mit solchen Kräften lässt sich kein Datenschatz heben, mit dem man bei Werbungtreibenden gute Laune verbreiten könnte. Das verhagelt auch Sergey Brin die Stimmung. </p>
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		<title>Google+ &#8211; TV-Werbung als Akt der Verzweiflung</title>
		<link>http://off-the-record.de/2012/03/29/google-tv-werbung-als-akt-der-verzweiflung/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 11:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein kleines Rätsel vorneweg: Was haben die Lokalisten und Wer-kennt-wen gemeinsam? Es sind Social Networks, die Nutzerzahlen bewegen sich auf einen Bereich zu, der One-to-One-Kommunikation ohne weitere Tools ermöglicht. Das war einfach. Aber da gibt es noch etwas: Lokalisten sowie Wer-kennt-wen haben es mal mit TV-Werbung versucht. Auch StudiVZ war mal auf dem besten Wege [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein kleines Rätsel vorneweg: Was haben die Lokalisten und Wer-kennt-wen gemeinsam? Es sind Social Networks, die Nutzerzahlen bewegen sich auf einen Bereich zu, der One-to-One-Kommunikation ohne weitere Tools ermöglicht.</p>
<p>Das war einfach.</p>
<p>Aber da gibt es noch etwas: <a href="http://www.lokalisten.de/gruppe/LokalistenTVSpot">Lokalisten</a> sowie<a href="http://www.wer-kennt-wen.de/static/tv-spot/"> Wer-kennt-wen</a> haben es mal mit TV-Werbung versucht.</p>
<p>Auch StudiVZ war mal auf dem besten Wege Richtung Bewegtbild-Werbung, vergeigte das dann aber.</p>
<p><a href="http://etailment.de/2012/wrapp-kommt-nach-deutschland-interview-mit-ceo-hjalmar-winbladh/"> &#8221;TV-Werbung für ein soziales, virales Konzept wäre ein Akt der Verzweiflung</a>.&#8221; sagt Hjalmar Winbladh, CEO und Mitbegründer des Social Gifting-Dienstes Wrapp. Das ist an dieser Stelle etwas aus dem Zusammenhang gerissen, stimmt aber.</p>
<p>Google+ glaubt dennoch n die Macht des bewegten Bildes, wirbt im TV (Ist netto grad eh günstig) und bewegt sich damit nun, sie ahnen worauf ich hinaus will, auf Augenhöhe mit WKW und den Lokalisten.</p>
<p>Doch TV-Spots für ein soziales Netz sind kreativer Ausdruck der Hoffnungslosigkeit. Erst recht, wenn sie Features promoten als ginge es bei einem Netzwerk um Speicherchips. Das mag für Handys  funktionieren (tut es nicht), nicht aber wenn es um Beziehungsgeflechte geht. Da hilft auch kein Mediadruck.</p>
<p>Denn dann müssten Lokalisten und Wer-kennt-wen mehr Chancen haben, könnten doch die beteilgten Sender einen Clip in jede nur erdenkliche Werbelücke pressen und Holtzbrinck würde vermutlich so lange Eigenanzeigen für StudiVZ in seinen Printtiteln schalten, bis rote Druckerfarbe in Europa knapp wird.  Sie tun es nicht und sie wissen warum. Reichweite ist eben kein Wert an sich.</p>
<p>Google+ aber wächst (Hockeystick, Baby). Nicht wegen der TV-Werbung, sondern eher aufgrund <a href="http://www.stern.de/digital/online/kein-google-konto-ohne-google-1777100.html">anderer Verzweiflungsstaten</a>. Da fragt man dann auch nicht mehr nach dem Sinn von Medien-Anabolika. Nur: Die Massen toben sich trotzdem nicht dort aus. Die durchschnittliche V<a href="http://www.emarketer.com/Article.aspx?id=1008932&amp;R=1008932">erweildauer im Netzwerk ist rückläufig</a>. 3,3 Minuten nur noch im Januar in den USA. Trotz TV-Werbung.  Was dachten denn Sie?</p>
<p>Bei Facebook dagegen liegt die durchschnittliche <a href="http://www.futurebiz.de/artikel/facebook-vs-vz-netzwerke-verweildauer-im-vergleich/">Verweildauer </a>bei gefühlt 1,23 Tagen. Aber deren Nutzer hocken ja auch nicht vor der Glotze .</p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/2Woxgb4edkU?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/2Woxgb4edkU?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Soviel Zeit muss sein: Der Autor bei <a href="https://plus.google.com/105871790537930741438/posts">Google+</a></p>
<h2  class="related_post_title">Ähnliche Artikel</h2><ul class="related_post"><li><a href="http://off-the-record.de/2008/10/24/google-stiftet-verlagen-und-communities-die-letzte-opferkerze/" title="Google stiftet Verlagen und Communities die letzte Opferkerze">Google stiftet Verlagen und Communities die letzte Opferkerze</a></li><li><a href="http://off-the-record.de/2010/02/10/8-gruende-warum-google-buzz-keine-killer-loesung-ist/" title="8 Gründe, warum Google Buzz keine Killer-Lösung ist">8 Gründe, warum Google Buzz keine Killer-Lösung ist</a></li><li><a href="http://off-the-record.de/2009/10/29/wer-braucht-google-wenn-er-social-media-hat/" title="Wer braucht Google, wenn er Social Media hat?">Wer braucht Google, wenn er Social Media hat?</a></li><li><a href="http://off-the-record.de/2008/10/23/fans-und-fakes-die-parteien-vor-dem-wahlkampf-und-die-obama-mania/" title="Fans und Fakes: Die Parteien vor dem Wahlkampf und die Obama-Mania">Fans und Fakes: Die Parteien vor dem Wahlkampf und die Obama-Mania</a></li><li><a href="http://off-the-record.de/2012/04/17/warum-google-gruender-sergey-brin-wirklich-gegen-facebook-und-co-poltert/" title="Warum Google-Gründer Sergey Brin wirklich gegen Facebook und Co poltert">Warum Google-Gründer Sergey Brin wirklich gegen Facebook und Co poltert</a></li></ul>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Urheberrecht und Leistungsschutzrecht: Eine Art Pamphlet</title>
		<link>http://off-the-record.de/2012/03/20/urheberrecht-und-leistungsschutzrecht-eine-art-pamphlet/</link>
		<comments>http://off-the-record.de/2012/03/20/urheberrecht-und-leistungsschutzrecht-eine-art-pamphlet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 09:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer geistiges Eigentum und das Urheberrecht vollends den digitalen Möglichkeiten unterwerfen will, und dabei schnell so wirkt, als wedele er mit einer Mao-Bibel herum, der argumentiert in der Regel entlang folgender 5 Linien: Den Fortschritt in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf. Sollen Sie (Die Urheber) doch Kuchen essen. Ein Massenphänomen muss zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer geistiges Eigentum und das Urheberrecht vollends den digitalen Möglichkeiten unterwerfen will, und dabei schnell so wirkt, als wedele er mit einer Mao-Bibel herum, der argumentiert in der Regel entlang folgender 5 Linien:</p>
<ul>
<li>Den Fortschritt in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf.</li>
<li>Sollen Sie (Die Urheber) doch Kuchen essen.</li>
<li>Ein Massenphänomen muss zu einer Änderung der Rechtslage führen.</li>
<li>Das bisherige Modell steht unserer Bequemlichkeit im Weg.</li>
<li>Es wird keine Dinglichkeit entwendet.</li>
<li>Eigentum behindert das freie Netz</li>
</ul>
<p>Sicherlich gehört die Kultur des Gebens und Nehmens zur Kernidentität des Netzes. Sie ist aber immer schon Teil jeder Gesellschaft. In der Kohlenstoffwelt beruht dies auf Tausch und Freiwilligkeit, im digitalen Bereich auf gutem Willen, manchmal.</p>
<p>Diese Kultur muss es aber dem Einzelnen und Unternehmen auch weiterhin ermöglichen, mit Inhalten Einnahmen zu erzielen. Dabei ist es zunächst einmal völlig gleichgültig, ob sich hinter dem Tausch der Kulturgüter ein Massenphänomen verbirgt, oder wie sich die Mehrheit verteilen. Niemand käme auch auf die Idee, die Todesstrafe einzuführen, nur weil eine Mehrheit das womöglich befürworten würde. Auch die Autoindustrie wurde nicht verstaatlicht, obwohl Mobilität doch der Gesellschaft als Ganzes nutzt.</p>
<p>Die Kernfrage, die sich die Gesellschaft jedesmal aufs Neue stellen muss, ist wie und ob sie dem Urheber/Eigentümer die Entscheidungsgewalt über die weitere Verwendung seines Werkes überlassen will.</p>
<p>Stellt sie die Rechte des Individuums über die Interessen der Masse, dann muss sie ihm diese Gewalt überlassen. Will sie stattdessen eine wie auch immer geartete Verkollektivierung des geistigen Eigentums, dann redet man einer neuen Gesellschaft das Wort, die in weiten Teilen mit unserem Grundgesetz nur schwerlich in Einklang zu bringen ist und &#8211; mit Blick auf die Leistung von Unternehmen, die entsprechende Inhalte herstellen und verteilen, auch nichts mehr mit einer freien Marktwirtschaft gemeint hat. Willkommen in der Kolchose Internet.</p>
<p>Es geht dabei mitnichten nur um die Kultur, mit der Geld zu verdienen manch einer schon als Frevel begreifen mag. Es geht, die rasante Entwicklung der 3D-Drucker zeigt das, künftig auch um ganz andere Wirtschaftsbereiche, wenn man sich die Barbie-Puppe per Datei zu Hause selbst ausdrucken kann.</p>
<p>Nun ist der fast schon klassenkämpferische Streit darüber, wer an Texten und Bildern im Internet Geld verdient oder verdienen darf, zwar in Teilen auch ein nur Vehikel zu Etablierung einer neuen digitalen Bohème, die gegen die Wächter in den „Kultur“-Palästen anrennt, und sich in philologischen Haarspaltereien (Raubkopie) verstrickt,  doch Fakt ist, dass das die Rechte der Urheber und der Leistungserbringer an den Inhalten im Web angesichts des technischen Wandels so nicht mehr zu bewahren sind.</p>
<p>Nur: Genauso wenig wie es ein Grundrecht auf Brot gibt, gibt es ein Grundrecht sich aller Inhalte im Web kostenfrei zu bedienen, nur weil man es kann. Ebenso wenig kann man daraus ein Grundrecht konstruieren, nur weil Rechtsverletzungen schwer bis gar nicht zu kontrollieren oder zu ahnden sind.</p>
<p>Und genau deshalb macht ein verbessertes Urheberrecht, eine weiter modernisierte Rolle der Verwertungsgesellschaften und ein Leistungsschutzrecht (Internetgebühr) durchaus Sinn.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Gehen wir dafür einen Schritt zurück.<br />
Kernaufgabe jeder Regierung ist der Schutz ihrer Bürger und ihres Eigentums, um ein gemeinsames Wirtschaften zu ermöglichen. (Also in der Theorie des Gesellschaftsvertrags. So richtig klappt das ja nie)</p>
<p>Im Internet aber bewegen wir uns auf einen Naturzustand 2.0 zu &#8211; oder sind mittendrin, in dem das Recht des digital Clevereren gilt. (Nerds bewegen sich kostenloser durchs Web als T-Online-Startseiten-Nutzer)</p>
<p>Will der „Staat“ aber weiterhin seiner Aufgabe erfüllen, und nicht das Internet gleich ganz verbietet, (was so ein Totschlagsargument der digitalen Kulturrevolutionäre gegen alles ist), dann muss er seinem Bürger zumindest eine Entschädigung dafür leisten, dass er das Eigentum im Web nur noch bedingt bis gar nicht schützen kann. Sonst wäre es ein anderer Staat. Einer mit „Gänsefüßchen“.</p>
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		<title>Facebook und die digitalen Sandmännchen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2012 07:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich ist die Einführung von Tierprofilen für Hund und Katz bei Wer-Kennt-Wen ein letzter Versuch, sich zum Ende hin wenigstens noch einmal lächerlich zu machen und damit ein paar Tage länger durchzuhalten als StudiVZ. Das  Netzwerk hat ja nur noch 14 Tage vor sich &#8211; also so mehr oder weniger wissenschaftlich gesagt. Durchhalten ist  dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahrscheinlich ist die Einführung von Tierprofilen für Hund und Katz bei Wer-Kennt-Wen ein letzter Versuch, sich zum Ende hin wenigstens noch einmal lächerlich zu machen und damit ein paar Tage länger durchzuhalten als StudiVZ. Das  Netzwerk hat ja <a href="http://wannstirbtstudivz.com/">nur noch 14 Tage vor sich</a> &#8211; also so mehr oder weniger wissenschaftlich gesagt.</p>
<p>Durchhalten ist  dieser Tage ja ohnehin das ganz große Thema. Bei den Nutzern auch. Der <a href="http://off-the-record.de/2010/01/28/macht-social-media-muede/">Social-Müdia</a> ist man ja gerade noch irgendwie entgangen und hat sich in die Dauer-Depression des Süchtigen gerrettet (Ohne Droge ist man nicht sozial kompatibel), nun muss man noch dem Stream Herr werden, der sich wie unangemachte Bettwäsche immer mehr über einem zusammentürmt. Und weil das grad mal zu viel wird, macht auch das wieder müde. Und Brians Solis nennt das dann auch so: <a href="http://www.briansolis.com/2012/02/brands-face-stream-fatigue-as-consumers-look-beyond-gimmicks-in-social-networks/">Stream Fatigue</a>. Das klingt hübscher, macht die Glücksnüsse aber nicht weniger lästig.<span id="more-12044"></span></p>
<p>Wie wird man wieder wach? Ganz viel Kaffee oder man reibt sich den Schlaf aus den Augen.</p>
<p>Natürlich, und das wäre so etwa die Kaffee-Lösung, gibt es da die wunderhübsche Idee der Kreise bei Google+, die Listen bei Facebook, doch ohne einen sozial gerade noch verträglichen Ordnungswahn bleibt die Listenbildung meist auf drei Kreise beschränkt (Familie, Freunde, Kennichnicht) oder führt zu abstrus ausdifferenzierten Listenstrukturen (Blonde SEOler mit lustigen Namen; Leute, die Sascha Lobo NICHT kennen, etc&#8230;), die nach einer ausgeklügelten To-Do-App verlangen, die angibt, wann man welche Liste abruft.</p>
<p>Also, Sie kennen das wahrscheinlich, wird ausgemistet, ausgeblendet, ausgefreundschaftet. Das ist die Schlafdreck-Variante. Weg mit den digitalen Sandmänchen. Angefangen bei jenen, die ständig Essensfotos posten, bis hin zu jenen die dauernd irgendetwas bei Pintertest pinnen oder sie daran erinnern, dass gerade eine Folge von DSDS läuft.</p>
<p>Sie liegen damit im Trend: Eine Studie von Pew bestätigt gerade, dass die Nutzer nicht Freunde auf Vierstelligkeit-komm-raus sammeln wollen. Es wird mehr selektiert als bislang und stärker ausgemistet. &#8220;More users are untagging themselves from photos, deleting comments and unfriending others. Women and younger users tend to prune more than others: 67% of women with social network site profiles have deleted users compared with 58% of men&#8221;, schreibt dazu <a href="http://m.readwriteweb.com/archives/study_facebook_unfriending_is_on_the_rise.php">ReadwriteWeb</a>.</p>
<p>Für Facebook ist das sogar mehr als prima. Schließlich geht es bei der Aussteuerung der Werbung nicht um <a href="http://gigaom.com/cloud/its-not-the-big-data-its-the-right-data/">Datenmassen, sondern um massig gute Daten</a>. Wenn alle Nutzer differenzierte Listen anlegen würden, dann erzeugte das für Facebook auf Basis des AAL-Prinzips eine qualifzierte  Aussage über die Verbindung. Macht aber nicht jeder.</p>
<p>Wenn wir aber nun anfangen, alle virtuellen Kuschel-Klicks und Nettiquette-Freundschaften auszumisten, dann zeigt das deutlicher als bislang die starken und die schwachen Verbindungen zwischen den Nutzern auf. Die Starken, das ist in der digitalen sozialen Evolution nicht anders, werden überleben. Diese starken Verbindungen sind für die Werbung und das Empfehlungsmarketing aber ungleich mehr wert als der Datenschrott der &#8220;weak ties&#8221;.  Erst recht, wenn Facebook mit seiner Werbung eine <a href="http://www.fastcompany.com/1818952/facebooks-new-ad-units-reveal-a-future-that-is-social-by-default">&#8220;neue Stufe von Social Ads&#8221;</a> erklimmt. Oder wollen Sie Werbung auf Basis von Currywurst-Pommes-Fotos postenden Unbekannten sehen? Ein Frühjahrputz im Freundeskreis kann also auch für Facebook nützlich sein.Ein wenig Schwund im Social Graph fällt auch nicht weiter ins Gewicht. Andernorts ist ja eh nur Katzenjammer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://etailment.de/">Mehr vom Autor bei etailment.de </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Buy on, my dear: Wie Johnny Haeusler per App-Preis einen Bestseller landet</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Autor in spe (Amazon-Link) hat mich der Erfolg von Johnny Haeusler geradezu elektrisiert. Schwuppdiwupp schafft es der Spreeblicker vor Weihnachten mit dem eBook „I live by the River“  (Amazon-Link) an die Spitze der Top-E-Book-Charts bei Amazon und steht im Kindle-Shop immer noch in den Top 10 bei den Kurzgeschichten. Knapp 3000 eBooks hat Haeusler inzwischen verkauft und zeigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://off-the-record.de/2012/01/12/buy-on-my-dear-wie-johnny-haeusler-per-app-preis-einen-bestseller-landet/river/" rel="attachment wp-att-11593"><img class="alignleft size-full wp-image-11593" title="river" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2012/01/river.png" alt="" width="118" height="166" /></a>Als <a href="http://www.amazon.de/Keine-feine-Gesellschaft-Olaf-Kolbr%C3%BCck/dp/394282924X">Autor in spe </a><em>(Amazon-Link)</em> hat mich der Erfolg von Johnny Haeusler geradezu elektrisiert. Schwuppdiwupp schafft es der <a href="http://www.spreeblick.com/">Spreeblicker </a>vor Weihnachten mit dem eBook „<a href="http://www.amazon.de/live-river-15-Geschichten-ebook/dp/B006MGTO5S/ref=sr_1_1?s=books&amp;ie=UTF8&amp;qid=1326296142&amp;sr=1-1">I live by the River“ </a> <em>(Amazon-Link)</em> an die Spitze der Top-E-Book-Charts bei Amazon und steht im Kindle-Shop immer noch in den Top 10 bei den Kurzgeschichten.</p>
<p>Knapp 3000 eBooks hat Haeusler inzwischen verkauft und zeigt den von eBooks gelangweilten Verlagen, wie man digitale Leser erreicht. Ausgerechnet mit Kurzgeschichten. Noch so eine ungeliebte Gattung der Verlage. Noch dazu Geschichten, die  im Grunde alle schon einmal bei Spreeblick veröffentlicht wurde. Jetzt aber eben gesammelt. Es geht also &#8211; mit guten Inhalten, ja klar, und einem Kampfpreis. 99 Cent.  Ein klassischer App-Preis. Von Apple lernen, vom App-Geschäft lernen, das könnten auch die Verlage.<a href="http://off-the-record.de/2012/01/12/buy-on-my-dear-wie-johnny-haeusler-per-app-preis-einen-bestseller-landet/johnny2/" rel="attachment wp-att-11594"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-11594" title="johnny2" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2012/01/johnny2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><em> „Ich schätze, der eBook-Markt braucht einen Anschub, ganz genau wie es bei den Apps am Anfang war, Leute müssen erstmal das Terrain testen, müssen herausfinden, wie sich diese neue Form anfühlt. Ich glaube, der App-Markt hat hier gezeigt, wie es gehen kann“</em>, sagt Haeusler im Interview bei <a href="http://etailment.de/2012/johnny-haeusler-im-interview-der-app-markt-zeigt-den-ebooks-wie-es-gehen-kann/">Etailment.de </a>.</p>
<p>Auch ein wichtiges Learning: Social Media wirkt. Er habe, so Haeusler, „zum ersten Mal seit zehn Jahren&#8221; seine Kanäle &#8220;relativ brutal für solches Marketing genutzt“.  Also Spreeblick, Twitter – and so on. Haeusler:  „Jedes Mal, wenn ich den Link getwittert hatte, wurden in den Minuten danach wieder ein paar Bücher verkauft.“ Gestört hat das nicht.</p>
<p>Das ganze Interview mit Johnny Haeusler, was er am Buch verdient, warum es nicht kopiergeschützt ist und ob es das Buch auch gedruckt geben wird, im neuen E-Commere-Blog <a href="http://etailment.de/2012/johnny-haeusler-im-interview-der-app-markt-zeigt-den-ebooks-wie-es-gehen-kann/">Etailment.de</a>.</p>
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		<title>Renaissance der Blog-Kultur ante?</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 05:05:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Web-Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Hm. Überlegung. Google+ (oder auch Facebook) nichts mehr &#8220;schenken&#8221;, keine Texte, keine Bilder, keine kurzen Gedanken, keine Kommentare kommentieren, keine einfachen Weiterleitungen. Stattdessen alles wieder in den Blog packen, Lange Texte, Videos, Schnipsel, kurze Ideenfetzen, viel &#8220;via&#8221; nutzen, und Google+ und Facebook dann nur noch als Link-Hub, als Ameisenwagen nutzen. Was meint ihr? Mehr vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hm. Überlegung. Google+ (oder auch Facebook) nichts mehr &#8220;schenken&#8221;, keine Texte, keine Bilder, keine kurzen Gedanken, keine Kommentare kommentieren, keine einfachen Weiterleitungen. Stattdessen alles wieder in den Blog packen, Lange Texte, Videos, Schnipsel, kurze Ideenfetzen, viel &#8220;via&#8221; nutzen, und Google+ und Facebook dann nur noch als Link-Hub, als Ameisenwagen nutzen. Was meint ihr?</p>
<p>Mehr vom Autor auch bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/#!/OlafKolbrueck">http://twitter.com/OlafKolbrueck</a> und bei <a href="https://plus.google.com/105871790537930741438/posts">Google+</a></p>
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		<title>Goodbye Facebook</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 12:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts ist gefährlicher in der Welt als Größe. (Voltaire, Candide) Vielleicht liegt es nur an dem Comedian, der zu Beginn der Entwicklerkonferenz von Facebook eine Show abzog und mit Mark Zuckerberg witzelte. Der Tag, als Zuckerberg all die Neuerungen vorstellte, die einen unumkehrbaren Schritt in die Post-Privacy-Ära darstellen könnten, es war eine Momentaufnahme von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Nichts ist gefährlicher in der Welt als Größe. (Voltaire, Candide)</em></p>
<p>Vielleicht liegt es nur an dem Comedian, der zu Beginn der Entwicklerkonferenz von Facebook eine Show abzog und mit Mark Zuckerberg witzelte. Der Tag, als Zuckerberg all die Neuerungen vorstellte, die einen unumkehrbaren Schritt in die Post-Privacy-Ära darstellen könnten, es war eine Momentaufnahme von einem Fürstenhof, ein Echo aus der Zeit, als sich absolutistische Herrscher als Ventil einen Hofnarren hielten.</p>
<p>Es geht ja auch um Macht. Strukturelle Macht und absolute Macht. Facebook will ja nicht nur, dass wir in unserer Timeline das ganze Leben aufzeichnen und unser Leben in einer digitalen Matrix verewigen. Da ist auch die Option, die Inhalte anderer Plattformen per Apps in Netzwerk einzuspeisen, damit wir uns einklinken können, in die Vorlieben unserer Freunde und Bekannten. Noch mehr automatisierter Austausch. Wer eine App wie die der Washington Post nutzt, zeigt seinen Freunden auch gleich was er gelesen hat. Der Washington Post Social Reader benötigt übrigens „Your description, Your likes, Friends&#8217; interests Friends&#8217; likes”.</p>
<p>&#8220;Frictionless&#8221;-Sharing nennt Zuckerberg das. Es mag sein, dass man dazu zustimmen muss. Irgendwo, irgendwie in diesem <a href="http://www.nytimes.com/interactive/2010/05/12/business/facebook-privacy.html?ref=personaltech">Einstellungs-Nirvana</a>. Ich will mich aber nicht durchs Netz bewegen, und dabei ständig darüber nachdenken müssen, welche meine Freunde, und vielleicht auch noch ganz andere Leute, sehen, ob ich mal wieder bei Bunte.de war.</p>
<p>Natürlich steht man schnell in der fortschrittsfeindlichen Ecke, wenn man den Voyeurismus, den Facebook da bedient, nicht gutheißt, wenn man sich nicht stalken lassen will. Wir werden eben transparenter, heißt es , als sei das schon ein Selbstzweck und der Weg in die Post-Privacy-Gesellschaft nicht mehr aufzuhalten. Und dann wird gerne Jeff Jarvis ins Feld geführt, der seine Erkrankung öffentlich ausbreitete, so als stecke eine Zwangsläufigkeit dahinter, das morgen vielleicht schon jeder Selbstmord von den Netzwerken dokumentiert werden müsse und in der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,787927,00.html">Timeline</a> dann als finales Monument hinterlegt ist.</p>
<p>Die Gesellschaft entwickle sich dahin, heißt es, als ginge es dabei nur um die Frage der Rocklänge. Was sich zumindest in soweit ähnelt, als es im Kern bei beiden Aspekten allein um wirtschaftliche Interessen geht.<br />
Denn der Daten-Behemoth, den wir da füttern, ist nicht mehr ein Konglomerat von Individuen, sondern eines <a href="http://cluetrainpr.de/index.php/facebook-ii-the-empirie-strikes-back/">von unfassbar wertvollen und mächtigen Daten</a>.</p>
<p>Natürlich bleibt Facebook ein Service. Meine Silberlinge sind meine Daten. Ein paar Groschen wären nicht das Problem. Es ist die Masse und die Verknüpfung der Daten, die mir ein Stück meiner Selbstbestimmtheit über meine Transparenz nimmt. Eine Selbstbestimmtheit, die man durch Kontrolle wiedererlangen könnte. Selbst das macht Facebook umständlich, wenn es erst <a href="http://lumma.de/2011/09/26/mit-deiner-hilfe-wird-facebook-wird-das-neue-aol/">mit viel Papierkram eine Facebook-Daten-CD </a>herausrückt.</p>
<p>Aber das ist noch nicht einmal der Kern des Problems. Ebenso wenig, ob und was nun<a href="http://nikcub.appspot.com/logging-out-of-facebook-is-not-enough"> per Cookie aufgezeichnet </a>wird, oder auch nicht, solange ich nicht <a href="http://scripting.com/stories/2011/09/24/facebookIsScaringMe.html">bei Facebook ausgeloggt bin</a>. Ich kann das nicht sachkundig nachvollziehen. Ich spüre aber, dass mir meine Kontrolle über meinen OpenGraph-Datenstrom zunehmend entgleist. Transparenz ist eine Einbahnstraße. Ich bin gegenüber Facebook transparent, umgekehrt gibt es nur ein milchiges Glas. Mit jeder Neuerung und mit jeder <a href="http://drei-buchstaben-agb.de/facebook-agb-im-wandel/">Änderung der AG</a>B wird das Bild trüber. So schnell und doch zugleich so scheibchenweise, dass wir es gar nicht merken, wie unser Datenschatten immer länger wird.</p>
<p>Die Entscheidung gegen Facebook ist denn auch nicht streng rational. Sie ist emotional. Ein Bauchgefühl. Der grundlegende Wert eines jedes Netzwerks basiert auf Vertrauen. Ich habe kein Vertrauen mehr.<br />
Deshalb werde ich meine Aktivitäten bei Facbeook auf Null herunterfahren. Nicht mehr „liken“, nicht mehr teilen, nicht mehr kommentieren, keine Kontakte knüpfen.  Mein Profil werde ich vorerst nicht löschen. Dagegen sprechen allein schon eine Reihe beruflicher Gründe. Aber ich werde Facebook aus dem Weg gehen. Ich hätte das, <a href="http://carta.info/27631/die-macht-ist-stark-in-ihnen-ein-persoenlicher-romantischer-essay/">so wie Martin Oetting</a>, vielleicht schon viel früher tun sollen.</p>
<p>Vielleicht komme ich irgendwann zurück, weil der „Point of no Return“ schon längst überschritten ist und das Leben nur unter der Sonne Zuckerbergs noch organisierbar ist. Bis dahin bin ich bei <a href="https://plus.google.com/105871790537930741438/posts">Google+</a>, auch wenn das vielleicht nur die Wahl zwischen Scylla und Charybdis ist.</p>
<p style="text-align: right;"><em><br />
</em></p>
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		<title>Das wahre Leben &#8211; oder die Hornbach-Romanze bei Facebook</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 10:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Web-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Hornbach]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hätte so schön sein können. &#8220;Bild&#8221;, &#8220;RTL&#8221;, &#8220;SpOn&#8221;, &#8220;Jauch&#8221; &#8211; jeder wäre darauf eingestiegen auf diese Baumarkt-Romanze, die sich da bei Facebook auf der Fanpage von Hornbach abzeichnete. &#8220;wer ist das mädchen das in trier öfters hinter der info steht mit dem piercing im gesicht und sie hat lange braun dunkel braune haare denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://off-the-record.de/2011/09/16/das-wahre-leben-oder-die-hornbach-romanze-bei-facebook/romanze1/" rel="attachment wp-att-10554"><img class="size-medium wp-image-10554 alignleft" title="Yippee?" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/romanze1-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a>Es hätte so schön sein können. &#8220;Bild&#8221;, &#8220;RTL&#8221;, &#8220;SpOn&#8221;, &#8220;Jauch&#8221; &#8211; jeder wäre darauf eingestiegen auf diese Baumarkt-Romanze, die sich da bei Facebook auf der <a href="http://www.facebook.com/hornbach.de">Fanpage von Hornbach</a> abzeichnete.</p>
<p><em>&#8220;wer ist das mädchen das in trier öfters hinter der info steht mit dem piercing im gesicht und sie hat lange braun dunkel braune haare denn sie gefallt mir gut und ich würde sie mal gerne zum essen einladen&#8221;,</em> fragt da ein Nutzer auf der Fanpage.</p>
<p>Und man denkt sich &#8220;Hach&#8221;, wofür das digitale CRM alles gut sein kann. Für das Dating. Man hat die &#8220;Ärzte&#8221; im Ohr &#8220;Sie ist das Mädchen von Kasse Vier&#8221; und hofft ein bisschen mit, das Mädchen möge auch bei<a href="http://off-the-record.de/2011/09/16/das-wahre-leben-oder-die-hornbach-romanze-bei-facebook/romanze-2/" rel="attachment wp-att-10564"><img class="alignright size-medium wp-image-10564" title="Yeah?" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/romanze2-230x300.jpg" alt="" width="230" height="300" /></a></p>
<p>Facebook sein.</p>
<p>Es bleibt ja auch nicht ungehört, dieses <a href="https://www.facebook.com/hornbach.de/posts/10150443389033018">Verlangen auf der Pinnwand</a>.</p>
<p>Hornbach antwortet souverän und dialoggeschult auf die Herzblatt-taugliche Frage: <em>&#8220;Hingehen, ansprechen, fragen. Ganz einfach.&#8221;</em></p>
<p>Und dann geht die Geschichte weiter.</p>
<p>Eine endlos wirkende Kommentarschlange später meldet sich auch das Mädchen zu Wort.</p>
<p>Es vibriert in der Timeline und auf der Fanpage. Wird es digitale rote Rosen regnen?</p>
<p>Wer ist das Mädchen? Was sagt sie?<br />
Dann, seufz, bricht so nach und nach das wahre Leben herein.<br />
Vielleicht besser so. Ein Happy End?</p>
<p>Da würde jeder eh nur sagen, gut eingefädelte PR, um bei &#8220;Bild&#8221;, &#8220;RTL&#8221;, &#8220;SpOn&#8221;, &#8220;Jauch&#8221; und so zu landen.</p>
<p>Im Hornbach in Trier wird es in den nächsten Tagen trotzdem voller werden.</p>
<p>Mehr vom Autor auch bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/#!/OlafKolbrueck">http://twitter.com/OlafKolbrueck</a> und bei <a href="https://plus.google.com/105871790537930741438/posts">Google+</a></p>
<p>Now playing:</p>
<p><iframe title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/embed/AKA9nAkLv2M" frameborder="0" allowFullScreen="true"> </iframe></p>
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		<title>Social Media: Das Netz der Enttäuschten</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 06:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Kolbrück</dc:creator>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Amen]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>

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		<description><![CDATA[Es vergeht kein Tag ohne irgendeine neue Studie mit ein paar Jubelzahlen zu Social Media. Das ist ein bisschen merkwürdig. Zum einen sieht man vergleichweise deutlich weniger Studien beispielsweise zur Werbeartikelbranche, die immerhin gut 3 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt, zum anderen reden Manager über Social-Media-Erfolge immer wie Eltern, deren Kind schon aufs Töpfchen gehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_10497" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://off-the-record.de/2011/09/15/social-media-das-netz-der-enttaeuschten/amen/" rel="attachment wp-att-10497"><img class="size-medium wp-image-10497" title="Amen" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/Amen-300x182.jpg" alt="Das neueste Spielzeug: Amen" width="300" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">Das neueste Spielzeug: Amen</p></div>
<p>Es vergeht kein Tag ohne irgendeine neue Studie mit ein paar Jubelzahlen zu Social Media. Das ist ein bisschen merkwürdig. Zum einen sieht man vergleichweise deutlich weniger Studien beispielsweise zur Werbeartikelbranche, die immerhin gut 3 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt, zum anderen reden Manager über Social-Media-Erfolge immer wie Eltern, deren Kind schon aufs Töpfchen gehen kann. Also jedenfalls fast. Und auch in einigen der vielfach so seltsam gleichlautenden Jubel-Studien findet sich so manches „fast“.<br />
Ich bin ein großer Fan von Social Media. Ich mag es aber auch, Dinge einmal einzudampfen und einen Trend als advocatus diaboli zu hinterfragen. Dazu dieser Text.</p>
<p>Die Digital Natives spürten es schließlich schon Anfang 2010. Das Schlagwort „<a href="http://off-the-record.de/2010/01/28/macht-social-media-muede/">Social Müdia</a>“ machte die Runde. Die dauernde Vernetzung, die Informationsflut, das Management der digitalen Identität warf immer mehr Fragen nach dem Nutzen auf. Die aufschimmernde Debatte wirkte umso eigenartiger, als der Mainstream sich gerade erst massiv Richtung Mitmach-Web bewegte und sich Unternehmen zunehmend in den sozialen Netzwerken platzierten, um dort das Gespräch mit den Kunden zu suchen.</p>
<h3>Don&#8217;t believe the Hype</h3>
<div id="attachment_10504" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://off-the-record.de/?attachment_id=10504" rel="attachment<br />
wp-att-10504"><img class="size-medium wp-image-10504  " title="best amen" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/best-amen-300x236.jpg" alt="Bei Amen kann man in einer Maske Dinge, Plätze, Leute bewerten und Freunde adden. Sonst im Kern nix." width="300" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Bei Amen kann man in einer Maske Dinge, Plätze, Leute bewerten und Freunde adden. Sonst so ziemlich nix.</p></div>
<p>Geredet wird über das Erschöpfungs-Syndrom inzwischen seltener. Es ist beinahe Status quo. Als das <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1766814">US-Marktforschungsinstitut Gartner</a> Anfang 2011 Konsumenten zu ihrem Social-Media-Verhalten befragte, gab jeder Vierte an, sein liebstes soziales Netzwerk inzwischen seltener aufzurufen als kurz nach dem Beitritt. 31 Prozent der sogenannten „Aspirer“, junge, mobile und markenbewusste Konsumenten, erklärten, dass sie von Netzwerken mittlerweile gelangweilt seien. Social Media also im „Tal der Enttäuschungen“, jener Phase der Ernüchterung im jährlich publizierten „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus">Hype Cycle</a>“ von Gartner, die auf den „Gipfel der übertriebenen Erwartungen“ folgt?</p>
<p>Es scheint da nicht so recht ins Bild zu passen, dass sich beispielsweise die Nutzerzahlen bei Facebook seit dem ersten Gähnen der Early Adopter verzigfacht haben. Über 20 Millionen Nutzer sind es heute in Deutschland. Das spricht für das Potenzial, das sich Unternehmen bietet. Vordergründig. Denn in etablierten Märkten wie den USA, Großbritannien und Kanada beobachtet der<a href="http://www.pr-inside.com/globalwebindex-identifies-key-trends-in-r2764847.htm"> Global WebIndex von Raymedia teilweise zweistellig sinkende Werte</a> bei der aktiven Teilnahme. Auch hier ist es ausgerechnet wieder die gut ausgebildete Generation der ab 20-Jährigen, die ursprünglichen Nutzer der Plattform, die ihre Aktivitäten einschränken.</p>
<h3>Were only in it for the money</h3>
<p>Alles eine Frage der Motivation? Als Burger King vor wenigen Monaten seine deutsche Fanpage bei Facebook startete, lobte die Fastfood-Kette für die ersten <a href="http://off-the-record.de/2011/06/29/burger-king-und-facebook-106prozentiger-erfolg/">50.000 Fans einen Whopper-Gutschein</a> aus. Kaum 24 Stunden später war das Ziel erreicht. Und: Die Coupons wurden später allesamt eingelöst, bescherten dem Unternehmen Zusatzumsatz.<br />
Doch mit dem einstigen Postulat des „Cluetrain Manifest“, das schon Ende der 90er Jahre die Glaubenswelt für Social Media formulierte, hat das wenig zu tun. „Märkte sind Gespräche“ lautete damals die oberste Maxime. Von Coupons war nicht die Rede.</p>
<p>Doch glaubt man der weltweiten IBM-Studie „<a href="http://www-935.ibm.com/services/us/gbs/thoughtleadership/ibv-social-crm-whitepaper.html">From Social Media to Social CRM“</a>, dann hat gerade Burger King alles richtig gemacht. Nur 23 Prozent der Nutzer wollen mit Marken im Social Web interagieren. Sie sind stattdessen überwiegend an Rabatten und Aktionen interessiert. Damit aber verliert Social Media seine Besonderheit und wirkt eher wie der digitale Arm für Loyalty-Programme. Eine Untersuchung von <a href="http://adage.com/article/digital/brands-facebook-a-loyalty-program/229561/">DDB Worldwide zusammen mit Opinionway Research </a>stützt den Eindruck. 84 Prozent der Markenfans bei Facebook sind ohnehin Stammkunden des Unternehmens.<br />
Ironischerweise hat das Social Network nach einer Testphase in den USA „Facebook Deals“ gerade wieder beerdigt. Deals war eine Art Klon der Gutschein-Plattform Groupon, die Nutzern täglich lokale Gutscheine offeriert. Auch das Vorbild schwächelt. Der Börsengang wurde gerade vertagt.</p>
<h3>Bye and Bye</h3>
<div id="attachment_10500" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://off-the-record.de/2011/09/15/social-media-das-netz-der-enttaeuschten/amen2/" rel="attachment wp-att-10500"><img class="size-medium wp-image-10500" title="amen2" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/amen2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Das ist alles noch sehr beta ...</p></div>
<p>Ein weiteres Problem: Selbst Marken mit Zehntausenden von Fans stellen oft genug fest, dass die Interaktionsrate enttäuschend ist, weil sich etliche Nutzer bei Facebook zwar zum Fan einer Marke erklärt haben, deren Inhalte dann aber mit einem Klick auf ihrer Pinnwand für immer verbergen. So stellten die Agenturen <a href="http://zucker.newsroom.eu/2011/07/21/trendreport-2011-tv-marken-auf-facebook/">Pilot und Zucker </a>im Juli fest, dass die Fanzahlen der Top-TV-Werbespender in Deutschland zwar deutlich ansteigen, die Interaktionsrate jedoch seit 2010 von 4,3 Prozent auf nur noch 1,5 Prozent abgesackt ist.</p>
<p>Facebook hatte die Möglichkeit der Fan-Passivität deshalb zumindest zeitweilig auch etwas verkompliziert. Nutzer konnten nur noch einzelne Beiträge ignorieren oder mussten einer Marke gleich komplett die Freundschaft kündigen. Die Option, Fan zu sein, aber nichts von einer Marke lesen zu wollen, entfiel. So wurden Karteileichen ausgesiebt und die Interaktionsrate verbessert – um den Preis hoher Fanzahlen.</p>
<p>Auch für das vielbeschworene Empfehlungsmarketing und entsprechende Kaufentscheidungen spielen Netzwerke im Vergleich zu den Plattformen 1.0 des Mitmach-Web noch eine verschwindend geringe Rolle. Laut der <a href="http://www.w3b.org/e-commerce/meinung-anderer-beeinflusst-kaufentscheidung-online.html">W3B-Studie von Fittkau &amp; Maaß Consulting</a> nutzt zwar jeder Vierte Testberichte und Produktbewertungen von anderen Verbrauchern, aber weniger als 2 Prozent der Konsumenten suchen im Vorfeld ihres letzten Online-Einkaufs Social Networks oder Weblogs auf. Und dies, obwohl laut<a href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/BITKOM-Fast-jeder-unter-30-ist-in-einem-Netzwerk_102274.html"> Branchenverband Bitkom</a> 76 Prozent aller Internetnutzer Mitglied in mindestens einer Online-Community sind – bei den unter 30-Jährigen sind es gar 96 Prozent. Soziale Medien wirken da plötzlich so gar nicht mehr wie eine zwangsläufige Alternative zu klassischen Medien, die ihrerseits mit sinkenden Reichweiten kämpfen.</p>
<h3>Golden Years</h3>
<div id="attachment_10501" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://off-the-record.de/2011/09/15/social-media-das-netz-der-enttaeuschten/amen3/" rel="attachment wp-att-10501"><img class="size-medium wp-image-10501" title="amen3" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/amen3-300x125.jpg" alt="" width="300" height="125" /></a><p class="wp-caption-text">und trotz des Hype, einem Rieseninvestment und Ashton Kutcher noch ziemlich überflüssig.</p></div>
<p>Womöglich ist der Erfolg mit sozialen Medien aber auch eine Frage der Professionalisierung und der Nutzungstiefe seitens der Unternehmen. „<a href="http://www.mckinseyquarterly.com/The_rise_of_the_networked_enterprise_Web_20_finds_its_payday_2716">Web 2.0 findet seinen Zahltag</a>“, betitelte die Unternehmensberatung McKinsey im Januar eine Umfrage unter Unternehmen. Die große Mehrheit der Manager bestätigte den wirtschaftlichen Vorteil von Social Media – vom schnelleren Zugang zu Informationen und sinkenden Kommunikationskosten bis hin zum effektiveren Marketing. Je mehr Vernetzung – auch innerhalb des Unternehmens, desto höher der Nutzen, so der Tenor. Etwa ein Fünftel verbindet den internen und externen Einsatz sozialer Medien sogar mit steigenden Umsätzen und Marktanteilen.</p>
<p>Diese Marken haben vermutlich bereits aus den Frustrationen im Hype-Tal gelernt. Denn auch das lehrt der „Hype-Cycle“ von Gartner: Eine realistische Einschätzung der Optionen und mehr Verständnis für die praktische Umsetzung führen schließlich über den Pfad der Erleuchtung auf das Plateau der Produktivität. Vergünstigungen in Form von Rabatten oder Informationen dürften hierbei eine zentrale Rolle spielen. Das lässt sich dann auch in harter Währung messen.</p>
<p>Denn die von Social-Media-Evangelisten so oft postulierten weichen Faktoren und Imageeffekte spielen nicht mal eine Nebenrolle. So erkennt zwar eine Untersuchung von <a href="http://www.presseportal.de/pm/79371/2108782/unternehmen-koennen-umsatz-durch-facebook-auftritt-steigern">Defacto Research</a> Fanpages als absatztauglichen Verstärker für Loyalitätsprogramme, kommt aber auch zu einem ernüchternden Urteil: Ein Einfluss von Facebook-Seiten auf die Markenwahrnehmung sei nicht nachweisbar.</p>
<div id="attachment_10512" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://off-the-record.de/2011/09/15/social-media-das-netz-der-enttaeuschten/amen-ice/" rel="attachment wp-att-10512"><img class="size-medium wp-image-10512 " title="Amen ICE" src="http://off-the-record.de/wp-content/uploads/2011/09/Amen-ICE-300x99.jpg" alt="Im Moment ist es sogar als Prokrastination-Tool nur was für Leute, die auf dem Ipad als C64-Spiele emulieren" width="300" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">Im Moment ist es sogar als Prokrastinations-Tool nur was für Leute, die auf dem iPad gerne C64-Spiele emulieren</p></div>
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<p>Mehr vom Autor auch bei Twitter unter <a href="http://twitter.com/#!/OlafKolbrueck">http://twitter.com/OlafKolbrueck</a> und bei <a href="https://plus.google.com/105871790537930741438/posts">Google+</a></p>
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