Jetzt, da der Kellner der Martinez-Bar das Licht aufdrehte, weil er endlich Feierabend machen wollten, waren die tiefen Sorgenfalten im Gesicht von Che-Maurice, oberster Praktikantenführer bei der Agentur „Heiße & Luft“ besonders gut zu sehen.
„Die wird schon wieder“ sagte ich mit einem Nicken Richtung Lore Ipsum, Verlagsleiterin bei “Sofa und ich”, die an einem
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Artikel mit dem Schlagwort:
‘Martinez-Bar’
Neulich in der Martinez-Bar (XI) … als neue Monopole erkannt wurden
Kriegserlebnisse für 39,90
Wenn alte Männer von ihren Kriegserlebnissen berichten, ist das zumeist recht langweilig, wenn sich nicht begnadete Erzähler sind. Das Buch 39,90 von Frederic Beigbeder war so ein Fall. Der Film 39,90 könnte so einer werden. Es passt, dass der so vermeintlich kritische und zynische Stoff bei Myspace als Trailer zu sehen ist.
Im Buch erzählte
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Neulich in der Martinez-Bar (X) … als ARD und ZDF ganz alt aussahen
Che Maurice, Chef der Agentur “Heiße & Luft”, summte an der Theke der Martinez-Bar fröhlich die Burt Bacharach-Melodie mit, die aus den Lautsprechern tropfte. “Alles okay?”, fragte Lore Ipsum, Verlagsleiterin bei “Sofa und ich” und und zupfte ihre Chanel-Kleid zurecht. “Du stehst doch sonst mehr auf Notwist.”
“Das ist vorbei: Wir müssen uns doch alle mehr
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Neulich in der Martinez-Bar (IX)… als die Startup-Weltidee zum DLD geboren wurde
Che-Maurice fuchtelte nervös mit der Mini-Serviette herum, und tupfte sich damit die Stirn. “Ich habe es, ich habe es. Gerade noch rechtzeitig vor dem DLD kann der Produktlaunch losgehen.” Seine Stimme überschlug sich. “Damit können wir sogar schon bald alive gehen”. Er winkte den Kellner hinter der Theke der Martinez-Bar heran.
“Cosmopolitan für uns drei”. Verlagsfrau
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Neulich in der Martinez-Bar (VIII) … als Helge Schneider zum Sündenbock wurde
„Wollnmasosagen. Ich mache mich derzeit selbstständig“, nuschelte Helge Schneider, der so hieß und auch beinahe genauso aussah wie der letzte große deutsche Komiker neben Hagen Rether. Schneider hob seine Bärenfellmütze aus dem Gesicht, nippte an seiner Bloody Mary und sah uns erwartungsvoll an, während wir Löcher in die Theke der Martinez-Bar starrten. Wenn Helge Schneider
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Neulich in der Martinez-Bar … (VII) …als der Mangel zum Konzept erklärt wurde
„Ich bin so verzweifelt, ich könnte glatt anfangen zu twittern“. Lore Ipsum, Verlagsleiterin bei “Sofa und ich”, die mit Zweitnamen Marion hieß, wischte sich eine Träne aus dem rechten Auge, rückte ihre Dolce&Gabbana-Brille gerade und warf einen prüfenden Blick in den Spiegel hinter der Theke der Martinez-Bar.
Che-Maurice, Chef der Agentur „Heiße & Luft“ nickte ihr
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Neulich in der Martinez-Bar … (V) … als das Web 2.0 beerdigt wurde
Als ich in die Martinez-Bar kam, nickte mir der schwarzgelockte Kellner hinter der Theke mit einem mitleidigen Blick zu und deutete dann mit einem leichten Rucken seines testosteronüberladenen Kinns auf einen Tisch in der Ecke. Dort saß Che-Maurice, der Creative Detonation Officer von Heiße & Luft, starrte auf die Serviette vor sich und kritzelte mit
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Neulich in der Martinez-Bar… (IV) … als Tokio Hotel aus der Community flog
Der schwarzgelockte Kellner hinter der Theke der Martinez-Bar in Cannes drehte die Musik lauter. Bacharach und Costello konnten kaum das Schluchzen der Verlagsleiterin übertönen, die Che-Maurice bislang vergeblich tröstete. In einen Takt von “Painted Memory” zwängte sich ein tiefes Schluchzen. “Wie soll ich bloß unsere Community bekannt machen — Keiner kommt rein. Da ist weniger
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Neulich in der Martinez-Bar… (III) … und die Sehnsucht nach Santa Fu
Che-Maurice hockte bereits an der Theke der Martinez-Bar in Cannes als ich hereinkam. Sein missmutiges Gesicht konnte selbst der südamerikanische Kreativchef nicht aufhellen, der auf dem Klavier Tango tanzte und die Meute in Prada und 7 for All Mankind um sich herum begeisterte. Alle klatschten. Manchmal waren die Südamerikaner schlicht zu beneiden. Da könnte selbst
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Neulich in der Martinez-Bar … (II) … als Paris Hilton gefeiert wurde
Che-Maurice von Heiße & Luft köpfte gerade eine Flasche eines sagenhaften teuren Champus mit einem unaussprechlichen Namen als ich in die Bar kam.
„Wir haben etwas zu feiern. Paris Hilton kommt wieder aus dem Knast und ich habe ein paar tolle Werbekampagnen für sie“, reichte er mir ein Glas.
Ich schaute ihn mitleidig an. „Wer interessiert sich
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